Überraschung im Eröffnungsspiel? Die WM-Orakel sehen Kroatien nicht chancenlos!

12 06 2014

Normalerweise sind die verschiedenen WM-Orakel hierzulande ja nur zu den Spielen der deutschen Mannschaft (und ggf. einem Finale) aktiv, aber für das Eröffnungsspiel scheinen manche eine Ausnahme zu machen, und sei es nur um irgendwie zu „trainieren“. Während alle Welt vorab den Brasilianern die Favoritenrolle zuspricht sind die verschiedenen WM-Orakel für das Eröffnungsspiel nicht ganz so eindeutig. Zwar setzt die Mehrheit (10) auf einen Sieg der Gastgeber …

… aber zwei Mal wird ein Unentschieden …

… und immerhin 6 mal ein Sieg der Kroaten orakelt:

In knapp zwei Stunden geht’s in Brasilien los, und hier geht’s mit den WM-Orakeln am Sonntag weiter, dann dürften schon einige Voraussagen für das Deutschlandspiel vorliegen …





Noch mehr Weltmeisterprognosen aller Art: Brasilien, Brasilien, Brasilien – oder doch nicht?

12 06 2014

Der Beginn der WM naht, und immer mehr – bisweilen recht seltsame – Prognosen kommen ans Licht. So bastelte die Direkt Anlage Bank ihre Ergebnisse durch Vergleich der jeweiligen Änderungen des Aktienindices der Länder zwischen Januar und Mai zusammen und erhält Argentinien als Finalsieger gegen Italien, gefolgt von Portugal und Costa Rica (!!) – die deutsche Mannschaft scheitert hier bereits sang- und klanglos in der Vorrunde. Andere Banken haben ihre Prognosen ja dann doch ein wenig ernsthafter berechnet,  die bereits erwähnten Prognosen von GoldmannSachs und Unicredit werden jetzt auch von der Schweizer UBS gestützt: Brasilien siegt im Finale gegen Argentinien oder Spanien. Beim WM-Ergebnis liegt auch die Danske Bank  im allgemeinen Trend (Brasilien vor Argentinien), ihr Chefökonom hat aber durchaus einige Überraschungen in seiner Berechnung parat:

„Die USA werden daher wegen ihrer größeren wirtschaftlichen Potenz Portugal in der Vorrunde eliminieren, Chile und Uruguay dank ihrer höheren Wachstumsraten die krisengeschüttelten Europäer Spanien und Italien besiegen.“

Ob die Spieler das mit der „größeren wirtschaftlichen Potenz“ irgendwie merken? Auch der amerikanische Statistiker Nate Silver hat die WM berechnet und das Ergebnis kommt einem irgendwie bekannt vor:

Brasilien liegt bei Silvers SPI mit grossem Vorsprung vor Argentinien (13 %), Deutschland (11 %) und Spanien (8 %). Überraschend: Chile auf dem fünften Platz, das mit einer Wahrscheinlichkeit von vier Prozent den Titel holt.

Alles klar, die Zahlen sprechen also eindeutig für Brasilien. Und was sagen die Sterne? Natürlich wie immer gar nichts, aber man kann ja mal nachschauen: „Der WM-Titel ist für die deutsche Nationalmannschaft nicht unerreichbar„, meint ein „Astrologen-Team von Viversum„, und hat auch einen Grund für die weniger guten Nachrichten aus der Vorbereitung gefunden:

Spannungsaspekte von Uranus zu seinem Mars, die mit verletzten Spielern und einem Unfall im Trainingscamp so manch unangenehme Überraschung über das DFB-Team gebracht haben, werden schwächer.

OK, dass dieser „Spannungseffekt“ im Horoskop des Trainers sogar einen Mercedes aus der Bahn werfen kann in dem Löw gar nicht drin sitzt ist schon irgendwie seltsam. Auf eine irgdendwie genauere Aussage zum Abschneiden der deutschen Mannschaft lässt sich das Sterndeuterteam natürlich nicht festnageln, allerdings soll es Herrn Löw irgendwie an einem Glückplanet mangeln. Auch der Kartenleger „El Fantadu“ hat nicht viel mehr als allgemeines Geraune zum Abschneiden der deutschen Mannschaft aus den Karten gelesen:

Die Mannschaft wird gut abschneiden. Es wird sehr emotional, es werden Tränen fließen. Ich erkenne auch eine beleidigte Leberwurst. Ist der Trainer wirklich so sensibel? Auf jeden Fall muss der Trainer mit Verletzten improvisieren. Und er wird noch zwei bis drei Jahre im Amt sein.

Außerdem flüsterten ihm die Karten, dass die Niederlande früh nach Hause fahren und Brasilien nicht gewinnen wird während Spanien und Belgien Chancen auf ein gutes Abschneiden haben. Einen anderen Tipp findet man in einem Astrologieforum:

Also, Brasilien als Gastgeberland wird s nicht. Ebenfalls, Frankreich, Holland und Spanien hat diesmal auch nichts mit dem Ausgang des Turniers zu tun. In Verdacht habe ich, Italien die haben ein unglaubliches gutes Horoskop zu diesem Zeitpunkt, dann Argentinien und auch die DFB Auswahl hat Chancen.

Das widerspricht natürlich anderen, bisher bekannten Prognosen aus der Sterndeuterecke, aber immerhin sind mit Argentinien und Italien die gleichen Favoriten wie bei der oben erwähnten Direkt Anlage Bank genannt.

Ebenfalls auf ein Finale zwischen Italien und Argentinien setzt die Webseite „verstand-in-gefahr.de“. Wie der Autor seine WM-Prognose zusammengbastelt hat konnte ich allerdings nirgends finden, und ob dann wirklich Italien gewinnen wird bleibt ebenso abzuwarten wie das dort vorausberechnete Ausscheiden Deutschlands in der Vorrunde.

Zum Mitspielen reizt die Webbeite asertoni. Dort können die aktuellen Prognosen einer speziell konzipierten Software eingesehen werden, und man kann sogar gegen diese – und andere Mitspieler – bei einem Tippspiel antreten und ein nettes Tischfußballspiel aus Pappe gewinnen. Was allerdings fehlt ist eine Gesamtprognose! Oder ist den Verantwortlichen die wasweißichwievielte Prognose auf einen brasilianischen Turniersieg zu profan?

Auf die immer weiter steigende Zahl von Tieren, die einzelne Spiele orakeln, werde ich vor dem ersten Deutschlandspiel näher eingehen, aber das ein oder andere Spezialorakel verdient schon jetzt Erwähnung. Das Kopiererorakel ist natürlich nur ein Scherz, und für den Spiegel soll ein Staubsaugerroboter den Sieger der einzelnen Spiele ermitteln (und fährt ins deutsche und nicht ins portugiesische Tor – aber was bedeutet das?) – da werden Erinnerungen an den Blechnager wach, der 2012 die Sieger einzelner EM-Spiele ohne Erfolg zu erhoppeln versuchte. Bei den von Spiegel Online befragten 66 Promis halten sich die Tipps auf den Gastgeber Brasilien und die  schwarz-rot-goldene Brille mit jeweils 20 Nennungen die Waage, genannt werden außerdem England, Portugal, Argentinien, Belgien, Uruguay, Frankreich, die Elfenbeinküste, Italien und die Schweiz sowie der „SV Gifhorn“ und ein Land namens „Wir“.

Bleibt am Ende noch ein tierisches Orakel wie es nicht sein sollte, nämlich der Orakelhund Emilie. Schon die Auswahl der kleinen Freßnäpfchen ist mit Portugal, „was anderes“, Deutschland, Brasilien, Italien und Spanien ein wenig beschränkt. Dass sich Frauchen dann natürlich hinter das Deutschland-Näpfchen stellt und das gerufene Hundi auch brav aus diesem Näpfchen seine Leckerlis holt ist leider nicht mehr als eine lächerliche Dressurnummer und für ein WM-Orakel doch eher peinlich:

Bitte Leute, wenn ihr schon ein WM-Orakel an den Start schickt, dann lasst es richtig orakeln! Ein Orakel das von vorneherein immer „Deutschland“ als Sieger liefern soll ist schlicht und einfach langweilig!





Wer wird Fußball-Weltmeister 2014? – Teil 3: Orakeltiere im Training – und mit ersten Prognosen

9 06 2014

Regina heißt die Oktopusdame aus dem Berliner SeaLife Aquarium, die sich um die Nachfolge des legendären Orakelkraken Paul bewirbt. Pauls Erfolge aus dem Jahr 2010 hatte die deutschen SeaLife Dependancen 2011 eine wahre Orakelkrakeninvasion starten lassen, der allerdings bei der EM2012 keine weiteren Prognoseversuche folgten. Ausgerechnet an einem Freitag den 13. wird das Tier seine erste Prognose für das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal abgeben.  Welches Tier bzw. welche Tiere für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung ins Orakelspiel einsteigen ist noch unklar, denn in einem Wettbewerb sucht die Zeitung zunächst ‚mal bei ihren Lesern nach Kandidaten, die dann erst einmal die Vorrunde der deutschen Mannschaft richtig tippen müssen.

Wie die deutschen Kicker auch befinden sich schon einige Tiere im Orakeltiertrainingslager:

Das dürfte natürlich nur der Anfang sein, ich vermute dass die Anzahl der Orakeltiere in den nächsten Tagen noch kräftig ansteigen wird. Und was ist eigentlich mit dem Orang-Utan Walter, der beim DFB-Pokalfinale mit seinem Tipp daneben lag?

Während andere Orakeltiere noch trainieren (müssen?) war das von der Frauen-WM 2011 und der EM 2012 bekannte Trörakel Nelly schon wieder aktiv, und das sogar dreifach! Gemäß der Kickkünste der Dickhäuterdame wird die deutsche Mannschaft gegen Portugal verlieren, dann jedoch die beiden folgenden Spiele der Vorrunde gewinnen:

Damit deckt sich die erste Prognose von Nelly in der Tendenz übrigens mit der Weissagung des Gummibärchenorakels auf dem Skepcon-Publikumstag in München: Deutschland gegen Portugal 1:4!

Gleich vier – nicht nur tierische – Orakel kann man im aktuellen Bahncard-Werbespot bewundern. Hier werden aber keine einzelnen Spiele „orakelt“, es geht gleich ums Ganze, also um den Titelgewinner. Zwei der viel Orakelergebnisse kann man dabei auch sehen: beim Kuhfladen-Bingo landet das Zeugs eindeutig bei der englischen (!) Fahne und die eigenartige Wasserspendervariante erblubbert den Sieg für Deutschland.

Sollte es übrigens tatsächlich ein Finale zwischen Deutschland und Brasilien geben, dann hat Katze Gizmo schon jetzt einen eindeutigen Tipp parat:

https://www.youtube.com/watch?v=tYzRRfJB-EE

Und dieser wird noch unterstützt durch – die Simpsons! Wie im verlinkten Artikel auf giga.de zu lesen (und leider im dort verlinkten Video nur andeutungsweise zu sehen)

ist Homer in einer Anfang April ausgestrahlten Folge als Schiedsrichter unterwegs. Dabei pfeift er nicht, wie bereits in einer älteren Folge zusehen, eine Partie der Springfieldschen Fußballtruppe, sondern ist als Referee im WM Finale im Einsatz. Dort kommt es zur Begegnung Brasilien gegen Deutschland. Homer, so ehrlich wie er ist, lässt sich nicht von einer Schwalbe der Brasilianer täuschen und pfeift demnach keinen Elfmeter für die WM-Gastgeber. Als Homer das Spiel endlich beendet, steht es 2:0 für Deutschland. Laut Simpsons-WM Orakel darf sich die DFB-Elf daher Hoffnungen auf den ersten WM Sieg seit 1990 machen.

Homer Simpson und Katze Gizmo – ob die Fußballfans hierzulande den beiden ein Denkmal bauen falls es dieses Mal mit dem Titel klappt?

PS: Ein Standbild aus der Simpsons-Folge mit dem deutschen Finalsieg über Brasilien habe ich doch noch gefunden (das dazugehörige Video scheint mir von brasilianischen Verschwörungstheoretikern zu stammen …):

simpsinswm





Noch vor der Fußball-WM: Erstes Orakeltier gesichtet!

16 05 2014

In knapp vier Wochen beginnt die Fußball-WM in Brasilien, und spätestens seit 2010 ein Oktopus namens Paul aus dem SeaLife-Aquarium Oberhausen tatsächlich 8 Spiele in Folge richtig getippt hat sind tierische Orakel irgendwie „in“. Bei der Frauenfußball-WM 2011, der Fußball-EM 2012 und nicht zuletzt auch beim Champions-League Finale im letzten Jahr durften diverse Tiere auf den Ausgang der einzelnen Spiele tippen, aber die Trefferquote vom inzwischen längst verstorbenen Paul blieb unerreicht.

Gestern überraschte die WAZ mit dem wohl ersten Orakeltier des Jahres, einem Orang-Utan namens Walter. Dieser sollte allerdings noch gar nicht auf irgendwelche WM-Spiele tippen, sondern – vielleicht als eine Art „Aufwärmtraining“ – den Sieger des morgen Abend stattfindenden Pokalfinales vorhersagen. Während meistens irgendwelche „Futterorakel“ verwendet wurden (das Tier der Wahl – und die Auswahl war bisweilen sehr groß – „tippte“ auf das Team dessen Fahne eines von zwei angebotenen Futternäpfen zierte) gab es dieses Mal echtes Spielzeug für den Orang-Utan, nämlich zwei Fußbälle. In einem war ein Fanschal des FC Bayern, im anderen ein Trikot von Borussia Dortmund – und was macht der in Dortmund beheimatete Affe? Er greift beherzt zum Ball mit dem Bayernschal, reißt ihn auf und … … macht dann mit dem anderen Ball das Gleiche. Dass das Tier danach lieber mit dem Trikot spielte und den Schal ignorierte nahmen die Organisatoren als gutes Zeichen für Borussia Dortmund – kein Wunder, denn Walter lebt im Dortmunder Zoo! Ob hier der Wunsch Vater der Prognose war kann also nicht so ganz ausgeschlossen werden.

Ich bin aber schon ‚mal gespannt, ob es bei der Fußball-WM auch wieder eine solche Inflation an Orakeltieren gibt wie bei der EM vor zwei Jahren – aber vorher werde ich darüber noch ein paar Minuten erzählen, in knapp zwei Wochen, in München, im Rahmen des SkepCon-Publikumstages …