Michael Shermer erklärt was Skeptiker so tun (feat. Katie Melua)

4 03 2010

Vielleicht bin ich ja zu doof dafür, aber irgendwie schaffe ich es nicht das knapp viertelstündige Video mit Michael Shermer hier einzubetten – dann muss ich die ca. 15 Minuten halt einfach verlinken Michael Shermer redet sehr schnell, ist der Herausgebers des Skeptic Magazine, kommentiert regelmäßig im „Scientific American“ und hat einige interessante Bücher geschrieben. Im jetzt endlich eingebetteten Video erklärt er mit was sich Skeptiker so beschäftigen (der Titel „Why people believe strange things“ ist meines Erachtens nicht so ganz passend) und stellt am Ende noch eine spezielle, wissenschaftlich korrekte Strophe zu Katie Meluas Hit „Nine Million Bycicles“ vor. Im Original singt sie:

We are twelve billion light years from the edge – That’s a guess

No one can ever say it’s true – but I know that I will always be with you

Den 12 Milliarden Jahren wagte Simon Singh, der damals gerade sein insbesondere für interessierte Laien  sehr schön zu lesendes Buch „Big Bang“ herausgebracht hatte, zu widersprechen und Katie Melua outete sich daraufhin als ehemals begeistertes Mitglied des  Astronomieclubs, entschuldigte ihr Versehen (das natürlich aus lyrischen und metrischen Gründen durchaus verzeihlich war) und sang für Simon Singh die Strophe neu:

We are 13.7 billion light years from the edge of the observationable universe – that’s a good estimate with well-defined error bars

And with the available information I predict, that I will always be with you

Ich geb‘ ja zu, dass die 2. Version ein wenig holprig ist, aber dafür richtiger – man kann eben nicht alles haben (… gerade einige meiner absoluten Lieblingspopsongs von Peter Gabriel oder Kate Bush haben höchst esoterische Texte – z.B. „More than this“ oder „Cloudbursting“ …).

Und hier der Link: Michael Shermer on strange beliefs





Briten verbieten Homöopathie?

24 02 2010

Die Überschrift im Ärzteblatt klingt ja richtig eindeutig:

Britische Politiker fordern Verbot der Homöopathie

Aber all den Verdünnungsfreaks sei gesagt, sie ist so nicht ganz richtig. Wie man der ausführlichen Stellungnahme des Parlamentsauschusses entnehmen kann geht es lediglich darum, homöopathische Mittel aus dem Leistungskatalog des NHS (National Health Service) zu entfernen. Die Gründe werden in der verlinkten Stellungnahme aufgeführt und sind natürlich ein wenig trocken formulier. Die britischen Homöopathen finden das erwartungsgemäß gar nicht gut und zeigen in ihrer Antwort, dass sie beim Lesen des Reports (275 Seiten) noch nicht auf Seite 7 (bzw. Seite13 im pdf) angekommen sind.„The committee did not entertain evidence of effectiveness, which is actually what patients care most about. “ kann eigentlich nur bedeuten, dass die Abschnitte zum Thema „The distinction betwen efficiacy and effectiveness“ und die folgenden Beschreibungen des Placebo-Effekts von der British Homeopathic Association entweder nicht gelesen oder nicht verstanden wurden.

Schöner (und kürzer) ist natürlich diese von dem Engländer Jake Archibald stammende und von Astrodicticum Simplex übersetzte Metapher zum Verdünnungswahnsinn. Die erklärt an einem einfachen Beispiel sehr schön wie Gespräche zwischen freundlichen Skeptikern und aktiven Glaubulisten üblicherweise ablaufen …





Placebo!

10 02 2010

Diesem Video, das eben bei Astrodicticum Simplex verlinkt wurde, ist wirklich nichts hinzuzufügen – außer vielleicht eine gute deutsche Übersetzung:





Schamanin vor Gericht: 5 Jahre Knast (Update)

3 02 2010

Eine selbst ernannte Schamanin und Wahrsagerin namens Madame Sophia muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Baden-Baden verantworten. 630.000 Euro soll sie ihren Kunden abgeknöpft haben und die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind durchaus heftig: gewerbsmäßiger Betrug und Erpressung(!!). Einer ihrer Verteidiger – laut dem verlinkten Spiegel-Artikel wird sie gleich von mehreren „renommierten Strafverteidigern“ vertreten – hat natürlich auch etwas zu ihrer Verteidigung vorzutragen:

Sie hat magische Fähigkeiten, ist in ihrer Sippe als Schamanin anerkannt und schon in mehreren TV-Sendungen aufgetreten“

Magische Fähigkeiten? Los, zeigen! Bin schon mal gespannt, welche Fähigkeiten das sind! Und die Liste der TV-Sendungen wüsste ich ja auch gerne – wahrscheinlich Astro-TV oder ein ähnlicher Abzock-Sender. Aber vielleicht besteht ihre Magie ja darin, Geld verschwinden zu lassen? Bisher hat die Staatsanwaltschaft jedenfalls nichts von der Beute dem von den Kunden ganz sicher freiwillig gespendeten „Energieausgleich“ gefunden. Ob das den „renommierten Strafverteidigern“ zu denken gibt? Immerhin wollen die doch gerne bezahlt werden …

Ansonsten sind das wieder einmal die üblichen Geschichten, bei denen Menschen in Lebenskrisen schamlos ausgenutzt und abgezockt werden. „Wer an so etwas glaubt, wurde auch nicht getäuscht“, soll einer ihrer Anwälte noch gesagt haben … …. der Zynismus hinter dieser Aussage wird  nur  noch von der Gier seiner Mandantin getoppt: Die hatte nämlich zwischen 2005 und 2007 auch noch unberechtigterweise Arbeitslosengeld kassiert …

Update (4.2.): Das Landgericht hat überraschend bereits gestern ein Urteil gefällt und auf die vier weiteren angesetzten Prozesstermine verzichtet: 5 Jahre Haft!





Homöopathische Überdosis – britische Glaubulistin macht Verbesserungsvorschläge

2 02 2010

Am Samstag hat die 10:23 Campaign – eine Gruppe britischer Skeptiker, die der Öffentlichkeit mit dem packenden Slogan „there’s nothing in it“ die Wahrheit über die Pseudomedizin der Verdünnungsschüttlungsfetischisten erklären will – den Versuch gewagt, sich mittels einer homöopathischen Überdosis zu vergiften. Inzwischen gibt es auf YouTube einige Videos dieser Aktion (z.B. Southhampton, Leicester, BrightonLeeds …) und auch australische Skeptiker sorgten am Samstag für einen unerwarteten Umsatzzuwachs irgendwelcher Hersteller homöopathischer Globuli, wie nicht nur ein Video aus Sydney zeigt. Jetzt hat auch Spiegel-Online die Kampagne erwähnt und seither tobt die bei diesem Thema übliche und unvermeidliche Kommentarschlacht mit den bekannten Argumenten von „Alles Unsinn“ über „Mir hat’s aber super geholfen“ bis zu hanebüchenen Erklärungsversuchen mit allerhand unpassenden Beispielen (… incl. Beschimpfen der Schulmedizin und falsch verstandener Studien zur Akkupunktur).

Wie der Skeptical Letter Writer berichtet wurde das Event in London auch von zwei Homöopathinnen besucht, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten. Louise McLean ist eine von ihnen und hat auch eine „Erklärung“, warum dieser Versuch von vorne herein so gar nicht funktionieren konnte:

Of course homeopaths know that one dose of however many pills taken together in one go, is the equivalent of only one dose, because it is the time frame that counts.

Ich gebe zu, dass ich dieses Argument zum ersten Mal gelesen habe. Wieviele Globuli bei einer Dosis geschluckt werden ist also egal? Das hat mir eine streng homöopathische Ärztin vor gut zwei Jahren auf einer Fete aber ganz anders erklärt. Ich hatte bei ihr fast einen Herzkasper ausgelöst, weil ich von den von ihr für eine Freundin mitgebrachten Zuckerkügelchen („Aber nicht mehr als drei pro Tag, die sind ziemlich hoch potenziert“) eine ganze Handvoll heruntergewürgt hatte … … sie beobachtete mich für den Rest des Abends, war ehrlich besorgt und erklärte das Ausbleiben jeglicher Wirkung am Ende mit den üblichen Phrasen: Dieses Mittel würde eben bei mir nicht ansprechen … …da müsste man erst mal eine genaue Anamnese … … und überhaupt wirken Homöopathika nicht, wenn man Wein oder Bier trinkt … … aber zurück zur Erklärung von Louise McLean:

So if they had repeatedly taken a dose every hour for the rest of the day, the skeptics would most certainly have felt the effects.

Für diesen Vorschlag muss man der Frau ja fast schon danken, denn es ist eine sehr schöne Idee für die nächste Aktion. Skeptiker treffen sich um 12:00 Uhr und nehmen dann für die nächsten 12 Stunden alle 60 Minuten ein Kügelchen ein –  für die Zeit zwischen den Einnahmen könnte man ein paar sinnvolle Vorträge und vielleicht ein kleines Kulturprogramm einplanen, dazu ein paar nette Gespräche unter Skeptikern … … da wär‘ ich doch sofort dabei!

Therefore this little stunt ‘proves’ little, although I wouldn’t be surprised if some of them sheepishly confess that they did experience some symptoms later, because after taking a homeopathic remedy, especially 30c or above, the effects can be felt for days afterwards.

Ach, man muss erst ein paar Tage warten, bis sich die Wirkung einstellt? Hmm – das könnte natürlich auch der Grund für die nicht funktionierende Überdosis sein: Die Skeptiker haben zwischen der Einname des Mittels und der Wirkung ein paar Tage später möglicherweise eine der vielen Regeln verletzt, die laut Hahnemann’s Organon die Wirksamkeit der Homöopathie verhindern können. Welche das so alles sind hatte ich ja schon in meinem Beitrag über die Homöopathiestadt Köthen zitiert …

PS: Der Skeptical Letter Writer hat Louise McLean übrigens per Mail herausgefordert: Es geht um eine 5.000 Pfund-Spende für die Opfer des Erdbebens in Haiti …





Bombendetektoren mit „Wünschelrutentechnik“: Hersteller verhaftet! (Updates)

24 01 2010

Im Novemer waren ernsthafte Zweifel an einem Gerät publik geworden, das im Irak zum Finden von Bomben und Sprengstoffen weit verbreitet zu sein scheint. Die Behauptungen, das Gerät könne Sprengstoffe noch in ein bis drei Kilometern Entfernung irgendwie „entdecken“ schien schon damals höchst fragwürdig, insbesondere da die britische Herstellerfirma nicht erklären konnte wie das Ganze funktioniert. James Randi hatte die Hersteller aufgefordert, die Fähigkeiten ihres Gerätes in einem Test zu zeigen, doch die wollten sich nicht darauf einlassen.

Inzwischen wurden die Bombendetektoren genauer untersucht, und das von der BBC ausgestrahlte Ergebnis bestätigt die Skeptiker in vollem Umfang:

Fazit: Ein leeres Plastikkästchen, das mit einer funktionslosen „Karte“ gefüttert werden muss …

Erste Konsequenzen wurden gezogen: laut Times wurde Jim McCormick – Chef des Herstellerunternehmens ATSC – inzwischen verhaftet (Update: gegen Kaution ist er offensichtlich wieder auf freiem Fuß) und diese „Geräte“ dürfen nicht mehr exportiert werden. Jim McCormick’s Umgang mit skeptischen Einwänden ist angesichts vieler Toter bei Bombenattentaten im Irak an Zynismus kaum zu überbieten:

We have been dealing with doubters for ten years. One of the problems we have is that the machine does look a little primitive.

Die bösen Skeptiker zweifeln an der Funktionsfähigkeit weil das Gerät „zu primitiv“ aussieht? Das kann man ja ändern:

We are working on a new model that has flashing lights.

Unfassbar! Mit ein paar bunt, blinkenden Lichtern kann man vielleicht kleinen Kindern Funktionsfähigkeit sugerrieren …

Mehr dazu gibt’s bei Skepchick!

… und ganz aktuell bei SpiegelOnline

… und Markus Kuhn, der die funktionslose Chipkarte untersucht hat, berichtet darüber in seinem Blog

… auch James Randi kommentiert





VHS-Esoterik: Aktuelle Beispiele aus Mainz und Cuxhafen

21 01 2010

Jetzt wohne ich ja schon seit über eineinhalb Jahren nicht mehr in Mainz, und was passiert? Auf der Mailingliste der Skeptiker werden esoterische Angebote der VHS Mainz diskutiert. OK, dort gibt es ein paar fragwürdige Kurse aus dem Bereich der Esoterik, und es gibt sie schon seit vielen Jahren. Ob  solche Kurse wirklich der kritischen Ausseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema dienen möchte ich doch bezweifeln, auch wenn Herr Leder, der Leiter der VHS Mainz, dies gegenüber der FAZ als Motivation für entsprechende Kursangebote nannte. In dem Artikel aus dem August 2009 kam auch Frau akir-Wahl, Leiterin der VHS Frankfurt, zu Wort:

Entgegen der Vorurteile und trotz der Freiheit der Volkshochschulen, ihr Programm zu großen Teilen nach eigenem Ermessen zu gestalten, stellen alle VHS-Leiter heraus, Esoterisches spiele keine Rolle. Tatsächlich finden sich in den Broschüren eher vereinzelt Angebote wie „Die schamanische Reise“ und „Pendelpraxis 1“ (VHS Mainz) oder „Der Einfluss der Ahnen im Horoskop“ (VHS Frankfurt). Ihr Vorhandensein begründet VHS-Chef Leder damit, auch diese Themen gehörten zur „Kommunikationszentrale VHS dazu“. Immerhin führten derartige Kurse dazu, dass die Teilnehmer sich auch kritisch mit esoterischen Praktiken auseinandersetzten. Und akir-Wahl sagt, die VHS gehe damit auf ein steigendes Interesse in der Gesellschaft an Esoterischem ein. „Das breite Angebot ist eben ein Markenzeichen der VHS. Wie sinnvoll aber gerade die Astrologiekurse sind, werden wir noch einmal prüfen.“

Astrologie soll also in Frankfurt überprüft werden, die Pendelpraxis in Mainz nicht? Den Rest des Beitrags lesen »





Zufall besser als Astrologie – das Ergebnis des Lottotests

7 01 2010

Im Juni letzten Jahres hatte ich  das astrologische Lottexperiment von Herrn Wolters vorgestellt, dessen Ergebnis nun vorliegt. Herr Wolters hatte mit einem Computerprogramm namens KME (Kosmophänologische Muster Erkennung) für alle Lottoziehungen zwischen Mai und Dezember 2009 vorab jeweils 1o „Gewinnzahlen“ ermittelt und seine Hypothese lautete, dass er häufiger Gewinne erzielen würde, als dies statistisch zu erwarten wäre. Das Programm KME nutzt für die Erzeugung der Zahlen spezielle astrologischer Berechnungen, die Herr Wolters in jahrelanger Forschungsarbeit selbst entwickelt hat.

Mir imponiert bis heute, dass Herr Wolters den Mut aufbrachte sein – wissenschaftlich ordentlich konzipiertes – Experiment nicht nur auf seiner Homepage zu veröffentlichen, sondern sogar die GWUP und mich selbst darüber per Mail zu informieren. Bisher gibt es leider viel zu wenige Astrologen, die es wagen ihre Behauptungen einem ordentlichen, wissenschaftlichen Test zu unterziehen.

Die Gewinnzahlen aller Lottoziehungen zwischen Mai und Dezember habe ich also brav gesammelt und  nicht nur mit den vorab veröffentlichten Zahlenreihen von Herrn Wolters, sondern auch mit 10 durch Nutzen der Zufallszahlenfunktion in Excel erzeugten „Zufallszahlenreihen“ abgeglichen. Damit eine Zahlenreihe ein signifikantes Ergebnis (bei einem Signifikanzniveau von 5%) erzielt mussten bei den 68 Ziehungen mindestens 11 Treffer* erzielt werden … … das Ergebnis von Herrn Wolters ist eindeutig:

Herr Wolters konnte kein signifikantes Ergebnis erzielen. In 68 Ziehungen brachten die mittels KME erzeugten Zahlenreihen genau 6 Treffer. Dies entspricht ziemlich genau der Zufallserwartung (der Erwartungswert für die Anzahl an Treffern lag bei 6,14).

Unter den 10 Zufallsreihen, die ich zu Beginn des Tests erzeugte, lag die Anzahl der Treffer zwischen 2 und 11 (!!). Eine meiner Zahlenreihen hätte also tatsächlich ein signifikantes Ergebnis geliefert … … wenn sie denn die einzige überprüfte Zahlenreihe gewesen wäre. Dies zeigt sehr schön, was man bei einen solchen Test nicht machen sollte: So lange testen, bis irgend eine Testreihe ein signifikantes Ergebnis liefert und die anderen Testreihen unter den Tisch fallen lassen. In diesem Fall müsste ich um die Hypothese „meine Excelzufalllottozahlen haben signifikant mehr Treffer als per Zufall zu erwarten wäre“ eben alle Zahlenreihen betrachten – und dann wäre das Ergebnis wiederum nicht signifikant (69 Treffer bei 680 Lottoziehungen; signifikant wäre es ab 75 Treffern gewesen), obwohl „meine“ Trefferzahl (also die Trefferzahl des Zufallszahlengenerators) mit 69 doch ein wenig über dem Erwartungswert von 61,38 Treffern lag.

Bereits am 6. Setember hatte Herr Wolters übrigens in seinem Forum einen längeren Beitrag zum Zwischenstand seines Tests geschrieben. Damals hatten seine KME-Zahlen gerade zum 4. Mal (bei 35 Ziehungen) einen Treffer erzielt – und wie er selbst erkannte schien ein signifikantes Ergebnis eher unwahrscheinlich. Allerdings begann sein Text mit einem – fast schon typischen – Fehler, denn er schrieb:

Zählt man die ersten 7 Gewinne mit, die KME bis Anfang Mai produziert hat, dann ist es mit der Nullhypothese jetzt schon Essig, doch habe ich diesen Zeitraum für meine Beobachtungen genommen und die Prognosen deshalb nicht veröffentlicht.

In einem echten Test ist es völlig irrelevant, wieviele Treffer bei irgendwelchen Testläufen vorab produziert wurden. Das Spannende ist ja gerade, dass man alle Rahmenbedingungen des Experiments vorab definiert und festlegt und eben nicht weiß was am Ende herauskommt. Ich glaube Herrn Wolters, dass sein Programm in den ersten 4 Monaten des letzten Jahres 7 Treffer erzielt hat und er dadurch bei den Ziehungen von Jahresbeginn bis einschließlich 5. September bei immerhin 11 Treffern (bei 71 Ziehungen) gelandet wäre. Aber wäre und hätte zählen nicht, sondern nur die tatsächlichen Testergebnisse – und dafür müssen die Parameter (z.B. Beginn und Ende des Tests; Anzahl der Ziehungen) eben vorab festgelegt werden. Es ist also müßig darüber zu diskutieren, dass eine Auswertung von Jahresbeginn bis zum 5.9. nur ganz knapp an einem signifikanten Ergebnis vorbeigeschrammt wäre (die Wahrscheinlichkeit für bis zu 10 Treffern bei 71 Versuchen liegt bei 94,7% – für 11 oder mehr bei 5,3%, 11 Treffer wären also in diesem Fall ganz knapp nicht signifikant, da in diesem Fall ja 3 Ziehungen mehr betrachtet werden müssen … … aber ein solches Ergebnis wäre natürlich trotzdem sehr interessant gewesen und hätte – bei Bestätigung des Ergebnisses in weiteren Tests – selbstverständlich Anlass für weitere Forschungen gegeben!!). Im „Ernstfall“ würde übrigens auch ein signifikantes Ergebnis dazu führen, dass man dieses zunächst  zu replizieren versucht, um ein Zufallsresultat auszuschliessen. Dass man zufällig richtig liegen kann hat ja eine meiner Zufallszahlenreihen gezeigt.

Interessant ist, was Herr Wolters zum Thema Zufall sonst noch schreibt:

Mit den Zufallsreihen ist das nämlich so eine Sache. Es ist ganz schön verzwickt.
Aus der Sicht des Astrologen sind Zufallsreihen ebenso spannend wie erheiternd, denn wenn man genügend Zufallsreihen erzeugt,
dann wird eine dabei sein, welche die Zeitqualität über einen abgegrenzten Zeitraum recht gut widerspiegelt.

… oder wie meine Zufallszahlenreihe die Lottozahlen …

Genau das war über Jahre mein Riesenproblem. Bei Herrn Kunkels Zufallsreihe 5 habe ich genau diesen Verdacht.

… der die Frage aufwerfen könnte, ob die „Zeitqualität“ nicht generell ebenso zufällig ist wie meine Zufallszahenreihe …

Er wird bestätigt sein, wenn eine seiner Zufallsreihen – wahrscheinlich die Reihe 5 – am Jahresende 11 Treffer oder mehr verzeichnet.

Dass eine meiner Zufallsreihen ein signifikantes Ergebnis liefert hatte ich gar  nicht erwartet, denn darum ging es in diesem Test nicht. Erst jetzt habe ich mal ausgerechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit war mit einer meiner Zufallszahlenreihen ein signifikantes Ergebnis zu erzielen: 33,9% **.  Also war die Chance mit einer von 10 solchen Zufallsreihen ein „signifikantes Ergebnis“ (… das – wie oben kurz dargelegt – allerdings einen schwerwiegenden methodischen Fehler beinhaltet) zu erzielen bei ca. 1/3.  So  bleibt nur, dass Herr Wolters die Trefferzahl meiner Zufallsreihe 5 ziemlich genau vorausgesagt hat, wobei die Zufallsreihe dieses „Ziel“ nur dadurch „schaffte“, dass ihr der Zufall in den letzten 6 Lottoziehungen höchst unwahrscheinliche 3 Treffer (die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt 1,2%)  bescherte …

Herrn Wolters bleibt es natürlich unbenommen, einen neuen Testlauf zu starten. Vielleicht möchte er sein Programm ein wenig anpassen, oder er möchte – wie von ihm ebenfalls erklärt – einen anderen, ggf. längeren Testzeitraum betrachten. Ich bin gerne bereit, ihn auch bei einem neuen Versuch zu begleiten. Allerdings sollten die Bedingungen – wie auch bei diesem Test – vollständig vorab festgelegt werden. Ich bin gespannt, ob Herr Wolters einen weiteren Test starten wird.

*ein wenig Statistik zur Erklärung:

Die Wahrscheinlichkeit, mit 10 Zahlen im so genannten 10er-Vollsystem mindestens einen Gewinn zu erzielen (also mindestens 3 Richtige unter den 10 gewählten Zahlen zu haben) liegt bei 0,0903 oder ca. 1/11. Da die einzelnen Ziehungen unabhängig sind, kann für die Berechnung der Wahrscheinlichkeit der zu erzielenden Treffer (bei einem gegebenen Signifikanzniveau von 5%) die Binomialverteilung genutzt werden. Das geht übrigens in Excel ganz einfach und schnell, da es dort eine entsprechende Funktion gibt …

Mit der Binomialverteilung kann berechnet werden, wie wahrscheinlich es ist eine bestimmte Anzahl von Treffern (k) bei einer vorgegebenen Anzahl von Versuchen (n) und einer bekannten Trefferwahrscheinlichkeit (p) zu erzielen. Man berechnet nun die die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man k oder mehr Treffer erztielt – liegt diese Wahrscheinlichkeit für ein zu findendes k unter 5%, dann ist das Ergebnis signifikant.

Um die Nullhypothese (Alles nur Zufall) abzulehnen muss man zunächst ausrechnen, ab wie vielen Treffern (bei einer vorgegebenen Anzahl von Versuchen) die Wahrscheinlichkeit unter 5% fällt. Dies kann man in Excel einfach mit der Funktion BINOMVERT(k;n;p;X) ausrechnen, wobei X noch angibt, ob man ein kumuliertes Ergebnis (X = 1; dies liefert die Wahrscheinlichkeit höchstens k Treffer bei n Versuchen zu erzielen) oder ein Einzelergebnis (X = 0; damit erhält man die Wahrscheinlichkeit dafür, genau k Treffer bei n Ziehungen zu erzielen).

Im vorliegenden Fall berechnet man BINOMVERT(k;68;0,0903;1) für verschiedene k, bis man einen Wert erhält, der größer als 95% (also 0,95) ist. Für k=10 erhält man 95,94% – das bedeutet, dass 11 oder mehr Treffer nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 4,06% (also weniger als 5%) zu erwarten sind – das ist schon ziemlich selten, aber (s.o.) das kann vorkommen (mit 2 Würfeln eine Doppelsechs zu würfeln ist ähnlich unwahrscheinlich, trotzdem kommt es immer mal wieder vor dass jemand 2 Würfel zur Hand nimmt und sofort eine Doppelsechs erzielt).

** Berechnung mit Excel: 1- BINOMVERT(0;10;0,0406;0)





Prognoserückschau 2009: Alle Quellen und ein „vergessener“ Abschnitt

14 12 2009

Wenn die alljährliche Pressemeldung zur Prognoserückschau von der GWUP veröffentlicht ist bekomme ich zum einen Fragen nach den genauen Quellen gestellt und muss zum anderen erklären, warum es die ein oder andere Prognose nicht in die Auswahl für die Pressemeldung geschafft hat. Die Quellen hatte ich schon im letzten Jahr hier im Blog vollständig genannt, und das werde ich jetzt auch wieder tun. Zusätzlich gibt es dazu noch einen Abschnitt, der es am Ende nicht in die Pressemeldung geschafft hatten (natürlich ebenfalls mit Quellenangabe).

Zunächst zu den Quellen der GWUP-Prognoserückschau (für Links nutze ich seit Kurzem wo immer es geht WebCite® – dadurch stören mich nachträgliche Änderungen von im Internet abgegebenen Prognosen nicht mehr …) :

Als Einstieg habe ich ein paar der „Prophezeiungen“ von Nikki Pezaro für 2009 gewählt: aus den „World Predictions“  Nr. 59 (Golden Gate Brücke), Nr. 23 – 25 (Obama) und Nr. 13 (Nessie) sowie aus dem Abschnitt „The Royals“ Nr. 11 (Kronjuwelen), Nr. 9 (Buckingham brennt) und Nr. 13 (Windsor auch) . Die ausgefallenen Terrorangriffe habe ich aus Nr. 1 der „Additional Predictions“ und Nr. 70 der „World Predictions“.

Ray O. Nolan’s prognostizierte Wunderheilungen fanden sich auf seiner Webseite, Manfred Dimde’s Weltkriegsgefasel steht in seinem Buch „Nostradamus 2009“ (ISBN-10: 3426780976). Ich hatte mir das Werk im März besorgt und fand auf Seite 76 folgendes:

Hier, im Text für 2009, hinterlegt er, worauf die Menschen unserer Zeit, die mit klarem Blick die Ereignisse erkennen wollen, besonders achten sollten.

  • Erstens: 100 Staaten werden vom Dritten Weltkrieg betroffen sein.
  • Zweitens: Ein Waffensystem wird durch einen Beschluß geächtet, abgelehnt oder auch nur bekämpft.
  • Drittens: Ein auffälliges Merkmal sind 11 Staaten oder Staatschefs, die sich nicht daran halten.
  • Viertens: 100 Staaten werden es sein, die darunter zu leiden haben.

Rosalinde Haller hat wie üblich auf ihrer Prophezeiungen-Webseite die angesprochenen Aussagen gemacht (über den Menueintrag „Prophezeiungen“ kommt man auf  eine Übersichtsseite, dort geht’s über „Neu: 2009“ zu den Originaltexten), Emanuel Charis wurde in der Zeitschrift „Fernsehwoche“ Heft 1/2009 (erschienen am 24.12.2008), auf Seite 5  wie folgt zitiert: „Es sind schwere Stürme in der Karibik zu erwarten. Der Wasserspiegel steigt stark an und es wird weltweit Katastrophen geben. Wir werden auch zum ersten Mal erleben, wie eine Insel komplett im Wasser versinkt.

Lilo von Kiesenwetter hatte den Anschlag auf Obama in der RTL-Sendung „Prophezeiungen 2009“ erwähnt, eine genaue Auflistung aller Prognosen aus der Sendung findet sich im Blog von cimddwc. Die Palmblattprognosen von Herrn Ritter habe ich inzwischen auch ins WebCite-Archiv überführt – neben dem Text für 2009 auch die für 2007 und 2008 zum Vergleich und zur Dokumentation seiner überragenden Fähigkeiten im Umgang mit Copy&Paste.

Die Ratschläge von Susanne Eder gibt’s auf ihrer Webseite, Hannelore Roller-Bollmann gründet ihre Ratschläge auf die „rückläufigen Planeten“ 2009, die  Zitate stehen bei Saturn und Uranus. Sehr schön ist auch der Text für den rückäufigen Jupiter (15.6. bis 12.10.), denn er liefert eine wunderbare Ausrede für alle aktuellen Erstsemester, wenn sie für ihr Studium länger als geplant brauchen:

In dieser Zeit keine expansiven Projekte planen oder starten wie Reiseexpeditionen, Studien, Immatrikulationen, die Ergebnisse erzielen nicht die geplanten Vorstellungen oder ufern ins Unendliche aus.

Zum Thema Bildungsgutscheine und Astrologieausbildung habe ich mich hier letztmals geäußert, in diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf weitere Artikel zu diesem Thema in den ScienceBlogs bei Florian Freistetter.

Die abschliessenden Betrachtungen zur Fußball-WM 2010 beruhen auf zwei Aussagen aus der bereits angesprochenen RTL-Sendung vom 3. Januar 2009.

Jetzt aber zu dem „vergessenen“ Abschnitt zu den Themen Fußball und Formel 1:

Auf welche Gestirnsstände sich die Astrologin Iris Treppner bezog als sie Bayern München nach einem spannenden Zweikampf mit Hoffenheim die deutsche Fußballmeisterschaft prophezeite, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall scheint der Flug von Fußbällen nicht aus den Sternen berechenbar zu sein, denn mit Georg Stockhorst und Monika Geiger lagen zwei weitere Sterndeuter mit dem gleichen Tipp daneben. Der Seher Hans-Jürgen Butz lag schon nähr an der Realität – hätte er allerdings noch verraten, welche Überraschungsmannschaft den Titel am Ende gewinnen würde (Bayern und Hoffenheim hatte er richtigerweise ausgeschlossen), man hätte ihm tatsächlich einen der seltenen Prognosetreffer zuschreiben können. Als ganz weit daneben entpuppten sich die Prognosen von Iris Treppner zur Formel 1 WM: Räikkönen vor Heidfeld, dann Massa und Hamilton ungefähr gleich stark dahinter – die 4 genannten Fahrer fanden sich am Ende zwischen den Rängen 5 und 13 wieder. Sind Frau Treppners sinnfreie Sätze wie „Sebastian Vettel wechselt im Sommer den Rennstall oder festigt seinen Vertrag“ bei einer Formel 1 Prognose eher der Unterhaltung zuzurechnen, wird es bei anderen Themen schon ernsthafter.

Quellen: Treppners Fußball und Formel-Prognose stammen von ihrer Webseite, diese ist nicht mehr online verfügbar, aber ich habe die damalige Version lokal abgespeichert. Ihr Formel 1 Text lautete folgendermaßen:

Besonders beständig fährt in der Saison 2009 Kimi Raikkönen! Er könnte Weltmeister werden, wenn Ferrari sich dazu durchringen würde, Lewis Hamilton vom Thron und als zweiten Fahrer hinter Raikkönen zu setzen.

Nick Heidfeld überrascht positiv trotz Pechsträhnen in der kommenden Saison 2009 – vor allem im Sommer. Er könnte im Ranking direkt hinter Raikkönen auftauchen.

Lewis Hamilton und Felipe Massa liefern sich ein Kopf-an-kopf-Rennen. Mit leichten Vorteilen für Massa. Da die beiden offensichtlich auf jeweils den anderen fixiert sind, nehmen sie irgendwie nicht wirklich am Geschehen teil und versäumen es wichtige Punkte zu sammeln.

Fernando Alonso wird der „Schattenfahrer“ der Saison. Entweder landet er immer auf unwichtige Plätze oder fährt tatsächlich sehr viel im Windschatten, um Vorteile zu bekommen. Helfen wird es ihm jedoch nicht.

Sebastian Vettel wechselt im Sommer den Rennstall oder festigt seinen Vertrag, weil er am Anfang der Saison mit guten Leistungen glänzen kann.

Robert Kubica fährt in der Saison unauffällig und wird kaum eine Konkurrenz darstellen.

Die anderen Fußballprognosen stammen aus einem Artikel aus der Münchner tz vom 30.12.2008, Titel: Fünf Hellseher blicken in Münchens Zukunft.

Natürlich hätten auch weitere Themen erwähnt werden können, aber nachdem in den letzten Jahren immer mal wieder Prognosen um DAX und zur Wirtschaft im Allgemeinen erwähnt wurden, habe ich in diesem Jahr davon abgesehen. In der Regel kann man in die schwammigen Prognosetexte zu diesem Thema im Nachhinein alles und nichts hineindeuten und es verwundert deshalb nicht, dass astrologische Tipps zu diesem Thema mit einem Haftungsausschluss garniert werden.





Astrologie und Bildungsgutscheine – Meine urbane Legende?

8 10 2009

Vor gut zwei Wochen hatte ich eine Meldung auf Astrologie.de zum Anlass genommen die Frage zu stellen, ob die Bundesagentur für Arbeit mit ihren Bildungsgutscheinen nun vielleicht Astrologieausbildungen fördern würde. Auch bei Florian auf Astrodicticum Simplex wurde das kurz thematisiert … … und vorgestern (6.10.2009) schien es tatsächlich so weit zu sein, denn auf der Webseite der „Astropraxis“ von Helen Fritsch war Folgendes zu lesen:

Zudem wurden alle Lehrgänge im Verzeichnis ‘KURSNET’ der Bundesagentur für Arbeit aufgenommen, Bildungsanbieter-ID: 54014, Kurs-Id: 2665581/1155557. Ab sofort werden alle unsere Fernlehrgänge von der Bundesagentur für Arbeit durch Bildungsgutscheine zu 100 Prozent gefördert! (Zertifikat-Nummer: 800809) Dies bedeutet für Arbeitslose (Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB II und -III) oder Menschen, die von Arbeitslosigkeit bedroht werden, dass eine 100%-ige Kostenübernahme Ihrer Ausbildung über uns möglich ist.

Auch Florian hatte einen Teil des Textes in seinen Blogbeitrag kopiert. Kein Wunder, dass ich auf dem GWUP-Blog dies kurz kommentierte und als Skandal bezeichnete (Zeit einen Beitrag für meinen Blog zu schreiben hatte ich nicht – das wollte ich im Laufe der Woche nachholen). Zwar war in der Datenbank KURSNET der Astrologiekurs von Frau Fritsch noch immer nicht als per Bildungsgutschein finanzierbar gekennzeichnet, aber da Frau Fritsch mit so genauen Angaben – inclusive der Zertifikatsnummer – warb, vertraute ich den Aussagen der Astrologin. Warum auch nicht? Der gesamte Internetauftritt von Frau Fritsch ist sehr um Seriosität bemüht und es gab für mich nicht den geringsten Anlass an ihrer Aussage auf der Webseite zu zweifeln. Der Begriff „Skandal“ bezog sich ja auch nicht auf das Angebot der Astropraxis sondern auf die Tatsache, dass dieses Angebot die für den möglichen Einsatz von Bildungsgutscheinen notwendige  Zertifizierung erhalten haben sollte. Per GWUP-Twitter wurde die Nachricht von diesem Skandal weiter verbreitet …

… aber gestern (7.10.2009) las sich das Ganze auf der Webseite der Astropraxis (kein Link! s.u.) schon wieder ganz anders:

Wir erfüllen akutell den ersten Step (Zertifizierung des Bildungsträgers). Der zweite Step ist beantragt und das Verfahren läuft.

Die Aussage vom Vortag war wieder verschwunden, und jetzt war die Zertifizierung des „zweiten Step“ beantragt. Der Politblogger nahm dies zum Anlass zu fragen, ob hier eine urbane Legende am Entstehen sein sollte. Er selbst war sich dabei ziemlich sicher:

Und zweitens traue ich der Arbeitslosenverwaltung Bundesagentur für Arbeit (BA) zwar eine ganze Menge Unfug zu, aber dass sie pure Scharlatanerie finanziell fördert, würde ich selbst ohne weitere Recherche kategorisch ausschließen.

Ob er dies angesichts des heute (8.10.2009) wieder veränderten Textes auf der Webseite von Frau Fritsch weiterhin kategorisch ausschließen möchte? Die aktuelle Version habe ich sicherheitshalber auf WebCite hinterlegt (2009-10-08. URL:http://www.astrologie-ausbildung.eu/. Accessed: 2009-10-08., Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/5kMik3ocM):

Zudem wurde im Oktober 2009 unser Ausbildungszenturm DAV-Hamburg AZWV zertifiziert. Die Hanseatische Zertifizierungsagentur (HZA) bestätigt, dass das System zur Qualitätssicherung unserer Organisation beurteilt wurde und die in der “Anerkennungs- und Zulassungsverordnung- Weiterbildung- AZWV” festgelegten Anforderungn erfüllt werden. Wir wurden als Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung zugelassen.

Was bedeutet das jetzt? Wird der Kurs jetzt gefördert oder nicht? Im KURSNET ist der Kurs aktuell noch nicht als durch Bildungsgutscheine finanzierbar gekennzeichnet und nach der Antwort, die ich von der  Bundesanstalt für Arbeit auf meine Anfrage hin bekam, steht die endgültige Entscheidung wohl noch aus:

Der Vorgang ist bekannt und wird zur Zeit geprüft.

Also heißt es aktuell: Abwarten und regelmäßig nachschauen, was sich auf der Seite der Astrologin bzw. im KURSNET tut! Urbane Legende oder Skandal? In diesem Fall wäre mir Ersteres lieber …