Gerade erst Chemnitz, jetzt Unterfranken. 11.600 Euro zahlte eine 37-jährige an vermeintliche Wahrsager – und wieder einmal war es die alte Masche: Angst einflösen, abkassieren – noch mehr Angst einflösen, noch mehr abkassieren. Dazu gab’s ein paar vermeintliche Zaubersprüche und eine von der Betrogenen nicht erfüllbare Forderung in Höhe von 30.000 Euro. Irgendwie kamen ihr dann doch Zweifel (die Wahrsagerinnen forderten weiteres Geld) und sie informierte die Polizei. Immerhin, die Betrüger wurden gefasst – dann allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt. Jetzt wird weiter ermittelt, aber das Geld ist auf jeden Fall erst mal weg. OK, es gab schon krassere Fälle. Aber für die Betroffene dürfte auch dies ein recht herber Verlust sein.
… und schon wieder ist Geld futsch …
16 07 2012Kommentare : Leave a Comment »
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Der 21.12.2012 ist wirklich ein wichtiges Datum …
14 07 2012… zumindest für die Mitglieder eines Vereins (dessen Namen ich unkenntlich gemacht habe), denn da endet ein spezielles Angebot:
Toll! Ein Rabatt von bis zu 500 Euro! Und nur bis zum 21.12.2012! Aber warum endet das Rabattangebot genau an jenem ominösen Datum, für das irgendwelche Spinner das „Ende der Welt“ oder sonst irgend welchen Schwachsinn vorhergesagt haben? Ist ein Angebot „bis um Weltuntergang“ nicht von vorne herein absoluter Schwachsinn?
Klar! Natürlich ist es das! Und das Ganze hat natürlich gar nichts mit dem Maya-Kalender zu tun. Dieses Datum ist aus ganz anderen Gründen relevant. Es geht nämlich um das Angebot für eine spezielle Art von Versicherungen, und in diesem Metier wird sich am 21.12.2012 in Europa tatsächlich etwas Entscheidendes ändern. Ab diesem Tag dürfen nämlich – nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs – bestimmte Versicherungstarife nicht mehr verkauft werden, wenn Männer und Frauen unterschiedlich behandelt werden. Diese Geschichte ist keineswegs neu, denn schon Anfang 2011 wies die Presse auf diesen Umstand hin:
Zur Begründung verweist der EuGH auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004. Sie verlange geschlechtsneutrale sogenannte Unisex-Tarife im Grundsatz schon ab dem 21. Dezember 2007 und sehe eine Überprüfung nach fünf Jahren, also am 21. Dezember 2012, vor. Damit das Ziel der Gleichstellung nicht unterlaufen werde, seien Ausnahmen danach unzulässig, urteilte der EuGH.
In der Praxis bedeutet dies, dass die davon betroffenen Versicherungsprodukte dann entweder für Männer teurer und Frauen billiger oder für Männer billiger und für Frauen teurer werden – je nachdem, welche Risiken bei dem jeweiligen Produkt abgesichert werden sollen. Immerhin können die Maya-Kalender-Irgendwaswirdpassieren-Fuzzies jetzt sagen, dass sich an diesem Tag tatsächlich etwas „ändern“ wird. Ist aber wirklich nicht sooo wichtig … … es sei denn man arbeitet in dieser Branche …
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Wenn Geld verschwindet …
10 07 2012… dann kann dahinter eine selbst ernannte Wahrsagerin stecken, so wie letzte Woche in Chemnitz. Das übliche Drohen mit allerlei Bösem wurde dieses Mal durch eine „merkwürdige Prozedur mit einem Hühnerei“ unterstützt, die leider nicht näher spezifiziert wird. Ob es so ähnlich war wie hier? Egal, der Rest folgte diesem Trick aus dem Film „Der Clou“ – allerdings mit drei Tagen Verzögerung. Dass der älteren Dame über 10.000 Euro abgeknöpft wurde ist natürlich unschön – aber irgendwie sterben die Dummen wohl ebensowenig aus wie die skrupellosen Betrüger …
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Labertaschenparade 2012, Teil 3: Kleine Blogauswahl und mehr
8 07 2012Gerade mal 22 Astrologen, Hellseher und andere Zukunftsschwurbler hatte ich bisher hier erwähnt – da wird es langsam Zeit den großen Rest der Auguren, die sich für 2012 so Manches ausgedacht haben, zumindest namentlich zu erwähnen. OK, so richtig Überraschendes ist nicht dabei – erstaunlich war nur jene Hellseherin, die Science-Blogger Ulrich Berger überzeugen wollte und zu einem Test einlud …
Hier erst mal 13 weitere (von inzwischen etwa 80) Kandidaten, die vielleicht am Jahresende im Rückblick erwähnt werden (die verlinkten Seiten zeigen nicht unbedingt auf einen für den Jahresrückblick relevanten Artikel):
- Christa Heidecke (Vorsicht! Höchste Schwurbelstufe!)
- Ursula Ortmann („im psychischen und physischen Bereich bahnbrechende Erneuerungen und Erfahrungen„)
- Menega Sabidussi (Blabla a la „Seien Sie vom 13. bis 20. Juli im Strassenverkehr und auch sonst besonders umsichtig…“)
- Stefan Arens (Energiegeblubber)
- Stefan Ringstorff (Politik und Spamkommentare)
- Aylin Bulanik (viel Politik und eine falsche Bürgermeisterprognose für Frankfurt)
- Hellgard Nitsche (Klimawandel ist toll: „Als ob es nicht eine Tatsache ist, dass es der Erde in Warmzeiten immer besser ging, dass es mit mehr Killergas CO2 geradezu paradiesisch auf Erden war, mit einem üppigen Pflanzenwuchs und Bienen so groß wie heute Hasen sind.„)
- Martin Michalowski (nur Werbung und ein wenig Beruhigung: „Die schrecklichen Prophezeiungen kann ich für 2012 und besonders auch für den 21.12.2012 nicht bestätigen.“ – dazu ein Text, der schon im Titel wunderbaren Unsinn verbindet: „Astromedizin ist kosmische Homöopathie„)
- Joachim Nusch (Schwarzsehereien und Gelaber)
- Norbert Giesow (auch hier wird schwarz gesehen …)
- Monika Heer (sieht sogar ein wenig Positives!)
- KarinMayer (der übliche Rundumschlag)
- Petra Dörfert (Keine Prognosen und der folgende, durchaus überraschende Satz: „Um all das vorauszusagen benötigen wir jedenfalls keine Astrologie.„)
Egal was 2012 noch passiert: Wetten dass fast alle hier Genannten im Nachhinein ihre Texte als eingetroffene Prognose gewertet sehen wollen?
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Die Venus und das Higgs-Boson
7 07 2012Das Higgs-Boson (das mit dem G*-Teilchen erspare ich mir) sorgt in den letzten Tagen für Schlagzeilen und viele spannende Erklärungen in der Presse und den einschlägigen Blogs. Danke an die vielen Wissenschaftler, die mir mit ihren Erklärungen ein wenig Nachhilfe in Teilchenphysik gegeben haben – ich gestehe, dass ich bei diesem Thema noch eine ganze Menge Nachholbedarf bzw. Nachlernbedarf habe. Ich hätte natürlich darüber schreiben können, wie das Wetter an diesem Tag war oder wie ich mich persönlich an diesem Tag gefühlt habe oder wie meine Verdauung an diesem Tag funktionierte – und das alles irgendwie mit der Veröffentlichung in Beziehung setzen können, aber warum sollte ich das tun?
Für diese astrologische Online-Zeitung waren die Meldungen zum ggf. nachgewiesenen A-B-E-H-G-H-K-Mechanismus (so würde Higgs das Ganze selbst nennen wollen) natürlich nichts anderes als ein weiterer Beleg für die Astrologie. Nach einer Art Einleitung …
Wenn man als astrologisch interessierter Mensch diese Geschichte hört, drängen sich einem fast von selbst bestimmte kosmische Archetypen auf. Zum einen muss hier Uranisches am Werk gewesen sein, aber auch das Bildgebende (Venus) zusammen mit einem neuen Impuls (Mars) auf Wissensgebiete und Abstraktes bezogen (Merkur-Zwilling). Zudem muss die zeitliche Qualität des Augenblicks (Mundan-Bild) mit den Anlagen des Trägers und Manifestors (Radix von Higgs) in deutlicher Verbindung sein.
… findet Autor „meta“ dann problemlos allerlei astrologische Argumente Begründungen, in dem er sich das Geburtshoroskop von Higgs, das Horoskop des 17.Juli 1964 (12:15 Uhr für Edinburgh – da soll Higgs die Idee gehabt haben …) und das – vermeintliche – Horoskop der Pressekonferenz (4.7.2012, 08:50 Uhr, Meyrin – vermeintlich, weil die Pressekonferenz laut dieser Einladung in Viligen statt fand) anschaut. OK, hinterher etwas mit Horoskopbildchen zu begründen ist bekanntlich nicht schwer. Und im Nachhinein finden sich – wie immer – auch astrologische Begründungen:
Trotzdem, für Higgs war heute ein besonderer Tag. Und auch hier zeigt sich wieder, wie harmonisch und symmetrisch das astrologische Modell ist. Berechnet man nämlich ein Zeitcombin zwischen Higgs Radix und seiner Entdeckung 1964, finden wir Jupiter und Venus in enger Konjunktion im Zeichen Skorpion. Nimmt man nun das Radix der Pressekonferenz, finden wir Jupiter wiederum in Konjunktion mit Venus. Und beide stehen jetzt fast genau auf Peter Higgs Sonne.
Das Zeitcombin ist übrigens der Zeitpunkt, der genau in Mitte zweier gegebener (Geburts)daten (normalerweise zweier Partner o.ä) liegt, also noch ein weiteres, errechnetes Horoskopbildchen, dass der Autor dann mitdeutet. Dass Higgs solche Fantaseyen (ich zitiere nur Kepler) wohl schnurzpiepegal sind weiß der Autor wohl selbst wenn er schreibt:
Wie schade, dass er diese Art der Schönheit und Ausgewogenheit wahrscheinlich nie entdecken wird, zu viele Gräben liegen noch zwischen den modernen Wissenschaften und ihrem Ursprung.
Immerhin scheint er sich aber über die Entdeckung zu freuen, denn er fährt fort:
Trotzdem freut man sich als Forscher natürlich mit, wenn mit großem Aufwand (ca. 30 Milliarden $ hat der Nachweis bis heute gekostet) und viel Zeit (fast 50 Jahre) etwas entdeckt wurde, was Wissen vergrößert und zumindest theoretische Überlegungen über die Natur des Universums anregt.
Gut! In der Zeitung mit den großen Buchstaben kann man da ganz andere Kommentare lesen (… die hier eloquent gekontert werden). Die Hoffnungen des Astrologie-Autors im letzten Abschnitt sollte er aber lieber gleich begraben:
Denn vielleicht entstehen ja dadurch eines Tages auch neue Denk-Räume und Theorie-Felder, die den Zusammenhang zwischen äußeren Bewegungsabläufen (zB der Planeten), energetischen Phasenresonanzen und individueller Erfahrung und Wahrnehmung möglicher erscheinen lassen.
Herrlich! Ich liebe solche Sätze, die auch nach mehrmaligem Lesen keinerlei irgendwie gearteten sinnvollen Inhalt offenbaren. Ich kann mir durchaus vorstellen, was der Autor damit meinen will, aber die „energetischen Phasenresonanzen“ machen diesen Satz zu einem typischen Beispiel für sinnloses Geschwurbel (welche Energie? welche Phase? welche Resonanz?). Wenigstens hat der Mann am Ende noch einen kleinen Humoranfall:
Und irgendjemand findet dann das Venus-Boson, das statt Masse Schönheit überträgt. Wer weiß…
Wie hätte mein Kölner Ex-Kollege mit todernster Miene darauf geantwortet: „Nä, wat hammer jelacht!“
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Science Slam Lieblinge
4 07 2012Bis jetzt hab‘ ich es ja noch nicht geschafft einen Science Slam in echt zu besuchen (… irgendwie war ich immer zur falschen Zeit am falschen Ort – oder war schon anderweitig verplant …), aber zum Glück gibt es ja auf YouTube viele dieser Science Slam Beiträge zu sehen. Fast alle die ich mir angeschaut habe schaffen es ihre wissenschaftliche Forschung sehr unterhaltsam, spannend und lehrreich ‚rüberzubringen – auch wenn es sich bisweilen um Themen handelt, die wirklich nicht unbedingt von allgemeinem Interesse sind. Hier ein paar Beispiele:
Für Nicht-Mathematiker und Nicht-Informatiker dürfte der Begriff Komplexitätstheorie eher fremd sein. OK, Mathematik gilt landläufig sowieso als „kompliziert“ – aber Kai Plociennik schafft es ganz gut das Thema zu erklären. Dass er außerdem mein mathematisches Lieblingsfachgebiet (Graphentheorie) streift und mich an einen – zugegeben alles andere als optimalen – Vortrag während meines Studiums (lang, lang ist’s her …) erinnert (N ≠ NP), erfreut mich natürlich besonders:
So Kurz nach der Fußball-EM lohnt es sich auch auf die Zukunft dieses Sports zu schauen – Johannes Kulick stellt Roboterfußballspielerin Anna vor und erklärt warum dieser Sport (und vieles andere) für Roboter so schwierig ist:
Eine wunderbare Erklärung für ein eigentlich recht kompliziertes, medizinisches Verfahren, das – zum vollen Verständnis – wohl tiefgreifende Kenntnisse in Physik, Biologie und Chemie voraussetzen würde, liefert André Lampe mit seiner Geschichte vom Hodenknackerfisch. Erfolgreiche Spitzenforschung wunderbar erklärt:
Über einen Teil unseres Körpers, den wir alle tagtäglich nutzen erzählt Giulia Enders. Trotz des Themas „Darm mit Charme“ ist das alles andere als anrüchig – und sie hat verdientermaßen bereits 2 Science Slams in diesem Jahr gewonnen:
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Vorbei! Orakelzoo aufgelöst!
29 06 2012Tja, so ist das nun Mal mit den Orakeln! Der Sieg der italienschen Mannschaft am Donnerstag Abend hat auch noch die letzten, bis dahin durchweg richtig liegenden Orakeltiere aus der Bahn geworfen (zumindest kenne ich jetzt keins mehr, das bei allen 5 Spielen richtig lag). Ob man jetzt noch das ein oder andere Tier eine Prognose für das Finale erfuttern lässt, das ist – zumindest mir – schon jetzt egal. Ich bin allerdings gespannt, ob sich das tierische Spektakel in zwei Jahren wiederholen wird. Immerhin war die Zahl der Tiere in diesem Jahr ja wirklich gigantisch – aber ich habe das Gefühl, dass der Tiere-Hype in den letzten Tagen dann doch etwas nachließ.
Am Ende bleibt – völlig überraschend – nur ein einziges, konsequentes Tier übrig: Kuh Yvonne hat alle Spiele falsch getippt – und damit auch ein durchaus interessantes, aber keineswegs überraschendes Ergebnis erzielt. Genauso wahrscheinlich wie fünf Treffer sind ja bekanntlich bei einem solchen „Versuch“ auch fünf Nieten.
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Wenn der Orakelzoo richtig liegt … … spielt Deutschland im Finale
28 06 2012Herr Kaufmann hat vor den Halbfinals dann doch noch seine Webseite aktualisiert, und auch seine Berechnungen laufen eine Wiederholung des Finales von 2008 hinaus. Mit 44,9% ist die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Titelgewinn Spaniens doch noch um Einiges höher als die für Deutschland (35,5%). Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte man diese EM auch wesentlich einfacher haben können. Von Anfang an wurden Deutschland und Spanien als haushohe Favoriten genannt, und die Spanier haben es schon mal ins Finale geschafft. Ob die deutsche Mannschaft da nachziehen kann? Falls ja, hätten immerhin die beiden Mannschaften das Finale erreicht, für die man das von vorne herein – via entsprechender Wahrscheinlichkeiten – sowieso die höchsten Wahrscheinlichkeiten zugeordnet hatte. Man hätte sich also den ganzen Aufwand vorab fast sparen können …
Beim Rundgang durch den Orakelzoo möchte ich zunächst wieder bei den Orakeltieren beginnen, die bisher noch gar nicht daneben lagen. Fünf davon haben bereits für Deutschland gestimmt (Elefantendame Nelly, Herr Zottel, Ulli Fairkel, der BERA-Hund und Mopsdame Joyce) – und auch das Mehrere-Meerschweinchen-Orakel, Zwergotter Ferret, sowie Papagei Lorenzo setzen auf Löws Truppe. Fehlen nur noch Sau Paula von der Märkischen Zeitung und mit Werbetier Uli ein weiteres Meerschweinchen (Heuschrecke Kassandra ist übrigens raus aus der Liste – sie hatte im Viertelfinal auf Griechenland gesetzt) – bisher gibt es aber (schon wieder) ein sehr eindeutiges Votum:
8:0 für Deutschland!
Bei den restlichen Tieren überwiegt ebenfalls der Tipp auf schwarz-rot-gold. Sogar Kuh Yvonne frißt erstmals aus dem deutschen Trog! Das könnte man allerdings durchaus auch als böses Omen deuten (bisher hatte sie das ja noch nie getan), aber nach den zu Beginn der Orakelsaison von den Yvonne-Betreuern verkündeten „Regeln“ könnte es auch darauf hin deuten, dass man Yvonne solange mit Wiederholungen der bisherigen deutschen Spiele genervt hat, dass sie sich dieses Mal dann doch für die deutsche Fahne entschied. Ebenfalls auf Deutschland setzen Zwergesel Kira, Hund Anton und Esel Felix, während einzig Tiger Boris einen italienischen Sieg erfuttert.
Weitere Orakeltiere werde ich heute Nachmittag hinzufügen – jetzt habe ich erst einmal ein paar andere Termine.
Update 19:00 Uhr: Noch ein kurzer Sprint durch den Orakelzoo
Die Zeit reicht nicht, jetzt noch alle weiteren Orakeltiere und ihre Prognosen zum Halbfinale zu suchen, aber einige sollen doch noch erwähnt werden:
Auf Deutschland setzen:
- Muntiak Mimi (lässt sich vieeeel Zeit)
- Tapirdame Evi
- Hund Enno (dass der Brigitte-Redaktion deshalb ein Rainer Calmund von den Schultern fällt überrascht dann doch etwas – oder ist das die Brigitte-Diät-2012?)
- Hase Schweini
- das Schildkrötenorakel Franky und Dipsy
- Weißkopfadler Ben fliegt Deutschland an und will die schwarze Serie der SR1-Orakeltiere (100% Nieten) beenden
Für Italien sind:
- Wollschwein Emma
- Schnecke Monika (immerhin ein wenig Spannung, aber da greift dauernd irgendwer ein …)
- Schildkröte Sissi
- Affendame Sina
Offensichtlich sind sich die nicht ganz so perfekten Orakeltiere nicht so ganz einig – oder ist das nur ein Zeichen dafür, dass dort nicht getrickst wird? Bei einem Münzwurf würde man ja auch kein 8:0 oder 9:0 erwarten …
Ganz besonders lustig soll das Video über Pferd Henry sein, aber die Geschichte mit dem entführten Pferd (das sowieso teilweise daneben lag) und den Leutchen, die ein Pferd imitieren geht wirklich nicht als Tipp durch. Bei Mops Otto ist der Hunger so groß, dass er gleich beide Näpfe leer futtert – und die Deuter haben Schwierigkeiten: Zunächst soll Italien führen, dann Deutschland ausgleichen und dann … … ist’s doch Italien (obwohl sich Otto danach auch wieder dem deutschen Napf zuwendet). Da überzeugt der Blechnager ausnahmsweise dann doch mehr: er landet znächst zwischen beiden Fahnen (Elfmeterschießen!) bevor er auf die deutsche Fahne hüpft (auch Xaver’s Schwanken zwischen zwei Hundedamen wird entsprechend gedeutet).
Ach ja, auch eine weitere astrologische Prognose gibt es noch zum Italienspiel. Neben pseudogenauen Schwafeleien wird es dieses Mal sogar im Fazit überraschend konkret:
Fazit: Vieles wird davon abhängen, ob Deutschland seine Chancen in der ersten Halbzeit nutzt. Zwei Tore gegen Italien erscheinen zwar statistisch unwahrscheinlich, wären aber durchaus möglich. Mit diesem Polster könnte man dann die zweite Halbzeit überstehen, selbst wenn noch ein Tor für Italien fallen sollte.
Denn bei Löw gibt es astrologisch gesehen ein ganz dickes Plus. Während Prandelli „nur“ eine Deklinations-Konjunktion zwischen Merkur und Saturn hat (eher schwierig), steht die Spiel-Sonne in einer genauen Kontraparallele zu Löws Mars und Jupiter. Das lässt auf ein kämpferisches und letztendlich erfolgreiches Spiel seiner Mannschaft hoffen.
Prognose: Deutschland gewinnt in einem dramatischen und spannenden Spiel mit ein bis zwei Toren Unterschied. Die Möglichkeit einer Verlängerung besteht aber.
Die Fans dürften hoffen, dass die Astrologen vielleicht dieses eine Mal doch Recht haben.
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Deutschland im Finale? Vier weitere Qualitätsorakel sagen Ja!
26 06 2012Noch zwei Tage Zeit für den Orakelzoo, seine Prognosen für das Halbfinale los zu werden. Während Herr Kaufmann seine Webseite noch immer nicht aktualisiert hat, sind die Tiere schon weiter:
Herr Zottel schlägt sich sofort auf die deutsche Seite – und erzielt (nach Nelly) die 2. Prognose für Deutschland.
Etwas mehr zeit lässt sich ausnahmsweise Ulli Fairkel. Das Minischwein scheint zwischendurch sogar auf die italienische Fahne zuzulaufen, entscheidet sich dann abr doch für Deutschland.
Der BERA-Hund mit Namen „Life“ (meines Erachtens ein ziemlich doofer Name für dieses Tier) tippt auf ein sagenhaftes 6:4 – ob das als Prognose für einen deutschen Sieg beim Elfmeterschießen zu verstehen sein soll?
Dagegen entscheidet sich die Mopsdame Joyce vom Wall Street Journal ziemlich schnell für den deutschen Napf.
Bis jetzt sind sich also alle fünf Orakeltiere einig: Deutschland erreicht das Finale!
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Nelly verspricht das Finale – Castrol auch (und sogar ein Astrologieblog!)
26 06 2012Nelly war wieder die Erste! Schon drei Tage vor dem Halbfinale gegen Italien hat das Elefantenmädel wieder auf zwei Tore geschossen – und zielsicher ins italienische Netz getroffen. OK, der viermalige Welttorhüter Gianluigi Buffon war leider wegen eines bedeutungslosen Fußballturniers unabkömmmlich um den Orakelspruch durch eine seiner Paraden zu verhindern (erst Sonntag Abend hatte er ja einen Elfmeter gehalten – allerdings war der von einem englischen Spieler geschossen …). Noch bevor die anderen Orakel auch nur auf dem Weg in ihre Startlöcher sind zeigt Nelly per Videobeweis: Deutschland gewinnt!
Aus den bisherigen neun Qualitätsorakeln muss ich jetzt wohl als Nummer 10 Sau Paula von der Märkischen Zeitung addieren. Die soll ja tatsächlich auch bereits vier Mal auf Löws Kicker gesetzt haben. Nun gut, auf ein Tier mehr oder weniger kommt es längst nicht mehr an.
Während sich Herr Kaufmann noch etwas Zeit mit der Aktualisierung seiner Webseite lässt, sehen die Chancen für eine deutsche Finalteilnahme bei Castrol ebenfalls sehr gut aus. Die Wahrscheinlichkeit für einen deutschen Sieg liegt bei 62,6% – und im Finale würden dann wahrscheinlich die Spanier warten (67,9% Wahrscheinlichkeit für einen Sieg gegen Portugal) – die allerdings dann mit 65% Wahrscheinlichkeit ihren Titel verteidigen können dürften.
Mal sehen, was die anderen Tiere in den nächstenTagen noch so prophezeien. Ob man angesichts der – mir leider zu spät bekannt gewordenen – Prognosen zweier Astrologen zum Viertelfinale noch auf weitere Sterndeutungen zum Halbfinale warten soll? Eine gibt es immerhin schon, aber zunächst zu den Prognosen zum Viertelfinale:
Das Spielhoroskop für die heutige Begegnung ist, mal wieder, recht nichtssagend. Deshalb schrieb ich bisher nichts darüber.
Dann aber leider doch, gut zwei Stunden vor dem Spiel sprudelte die Schwurbelmaschine, und das las sich dann so richtig schön:
Es zeichnet sich kein wirklich klares Bild ab. Der gespiegelte Glückspunkt und der nördliche Mondknoten scheinen den Favoriten zu bevorzugen. Der „letzte“ Aspekt des Mondes zur Venus scheint die griechische Mannschaft zu bevorzugen. Das sähe im Grunde nach einem Unentschieden aus, aber die EM ist inzwischen in der „K.O.-Phase“ angekommen. Jetzt gilt nur noch Sieg oder Niederlage.
OK, die Regeln sind also auch bei den Sterdeutern angekommen, wollen aber irgendwie niemanden bevorzugen. Und dann passiert das Unglaubliche: eine gewisse Dani stellt ein Frage, und alles ist aus Sicht der Sterndeutung völlig anders:
Dankenswerterweise hat Dani mir hier vor einer knappen Stunde die Frage gestellt, ob heute abend ihr Favorit Deutschland gewinnt. Ich hoffe, sie hat diese Frage nicht an allzu viele Stundenastrologen gestellt, denn das könnte die Aussage „verwässern“. 
In diesem Hora, das ich für den Zeitpunkt und Ort erstellt habe, als mich Danis Frage erreichte, ist ihr Favorit Deutschland eindeutig durch AC-Herrscher Mars angezeigt, die griechische Mannschaft durch DC-Herrscher Venus.
Äh ja! Das Horoskop ändert sich also, weil diese Dani zu einem bestimmten Termin eine Frage gestellt hat? Und es würde sich weiter verändern, wenn sie diese Frage noch anderen stellen würde? Häääh? Ach so, „Hora“, ein Stundenhoroskop! Der Gipfel des astrologischen Wahnsinns, da hier die Entscheidung über das, was der Astrologe so vor sich hin deuteln soll nur von dem Zeitpunkt abhängt, an dem er/sie die Frage astrologisch „analysiert“. Was für ein lächerlicher Schwachsinn! und natürlich hört es damit nicht auf, denn der Blog liefert sogar jetzt schon eine „Prognose“ zum Halbfinale. Es wird eine Methode benutzt, die mittels Wettquoten (!!) Favorit und Außenseiter bestimmt, und dann auf Basis des Horoskops zum Spielbeginn das Ergebnis prognostizieren will. Aber wenn das Ergebnis nicht passt, dann …
Vielleicht können wir dieses Mal auch auf die Wettquoten als Indikatoren der Favoriten- und Außenseiterolle pfeifen und Italien als den Favoriten sehen, weil es bislang noch keiner deutschen Nationalmannschaft gelungen ist, in Halbfinal- und Finalspielen gegen Italien zu gewinnen. Ein Sieg der deutschen Elf würde den Bann, der diesbezüglich auf der deutschen Nationalelf zu lasten scheint, brechen.
Ach was! Wenn man eine Methode anwenden möchte, dann entweder ganz oder gar nicht. Aber so gibt es für die Astrolügie eine Win-Win-Situation: Hatte Frawley (der Astrologe, auf den sich dieser Quatsch bezieht) recht, dann war’s ein Erfolg der Astrologie. Hatte der Blog recht, dann aber auch. Die Prognose ist dann schlußendlich ja auch wirklich egal:
Dann stünde einem Sieg der deutschen Mannschaft am Donnerstag nichts im Wege!
Noch abgedrehter waren übrigens die Prognosen in der Astrologie Zeitung „Loop“ zum Viertelfinalspiel am letzten Freitag:
Erste Halbzeit
etwa 20:55 h: Löws Jupiter ausgelöst über AC als dessen Herrscher, Quadrat Mond Santos. Nicht-zwingende Torchance Deutschland. Mögliche Beteiligte (falls aufgestellt): Boateng (Sat/Ur), Podolski (Mars Zwillinge), Hummels (Sonne), Khedira (Uranus), Özil (Saturn-Uranus).
etwa 21:08 h: Wechsel AC Schütze-Steinbock + Löws Neptun ausgelöst (MC) + Saturn Santos. Deutliche Torchance Deutschland. Im Idealfall gegen spätestens 21:10 h 1:0 für „Schland“.
etwa 21:16 h: Santos Merkur vom Spiel-MC ausgelöst + Mundan-Sonne exakt am DC .Stärkste Tor-Chance für Griechenland. Beteiligte: Gekas (DC Venus) und Salpingidis (MC Merkur). Damit wäre schlimmstenfalls Gleichstand bis kurz vor Ende der Halbzeit hergestellt.
21:32 (falls Nachspiel): Beide Torhüter starke Auslösungen, unklar, für wen Torchance, eher Deutschland, jedoch nicht zwingend.
Zweite Halbzeit
Anpfiff: Löws Venus, ausgelöst durch den Spiel-AC = Pluto-Uranus-Transit + Sonne Santos im Quadrat.
21.50 h: Turbulenzen, möglicherweise Torchance Deutschland, nicht zwingend.
22 h – 22.07: Auslösung Löw Mars-Saturn direkt (über AC) – deutliche Torchance Deutschland. Mögliche Beteiligte (sofern aufgestellt): Gomez, Kroos, Lahm, Schürrle.
22:14 h: Spiel-MC auf Fernando Santos Venus, löst Pluto-Quadrat aus, Tor-Chance, nicht zwingend, ambivalent.
ab 22.29 h: Mc-Wechsel nach Schütze, Spiel-AC auf Radix-Mars Santos. Knifflige Situation, Chancen für beide Seiten, stärkere Tendenz pro Löw in letzter Minute.
Prognose: Deutschland liegt zum Ende der regulären Spielzeit nach einem schwierigen Spiel vorn und klettert damit ins Halbfinale. Eine mögliche Verlängerung ist aber wegen verschiedener, sehr nah beieinander liegender Auslösungen beider Trainer astrologisch nicht ausgeschlossen.
Wunderbar ist der häufige Zusatz „sofern aufgestellt“ bei diesen allesamt falschen Mutmaßungen. Da müssen schon gaaaanz dicke Tomaten auf den Augen gewesen sein, wenn man in den Sternen solchen Schwachsinn zu lesen können glaubt. Fast genau 3 Stunden vor dem Spiel einen solchen Mumpitz zu veröffentlichen, und sich bis heute für diesen Schwachsinn nicht zu entschuldigen ... … ist natürlich nur Astrologenehre, denn man findet ja immer eine – zu den Prognosen so gar nicht nicht passende Deutung, die man dann aber trotzdem noch irgendwie positiv verbraten zu können glaubt (siehe Kommentar 3):
Wer das Spiel gesehen hat, wird mit dem obigen Ablauf einiges anfangen können. Auch mit den Zeitpunkten in der ersten Halbzeit, die leider nicht sofort zu zählbaren Ergebnissen geführt haben. Für alle anderen hier die objektiven Daten aus dem kicker.de/…/…
1. Halbzeit
1-0 Deutschland um 21:25 h (Lahm) (für diese Zeit war Nix vorausgesagt!)
2. Halbzeit
1-1 Griechenland um 22:01 h (Samaras) Saturn Auslösung von Löw (für diese Zeit waren nur Chancen für Deutschland vorausgesagt!)
2-1 Deutschland um 22:06 h (Khedira) Mars-Auslösung von Löw
3-1 Deutschland um 22:13 h (Klose) Venus Auslösung von Santos (Aha, aber da war nichts vorausgesagt!)
4-1 Deutschland um 22:19 h (Reus) Nachläufer der Venus-Auslösung von Santos (… hier auch nicht!)
4-2 Griechenland um 22:34 h (Elfmeter – Salpingidis) Mars Auslösung durch Spiel-AS bei Santos (1, 2, 3 – und wieder ‚mal vorbei …)
Tja, so einfach ist das! Im Gegensatz zu den Tieren im Orakelzoo liegen Astrologen sogar in ihren prognostizierten Details daneben – da sind mir die Tiere mit ihren klaren Aussagen dann doch lieber!
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