Prognosen 2014: Englischsprachiger Mix – alles dabei, auch Promiprognosen!

2 04 2014

Heute gibt’s ein paar englischsprachige Prognosen, vielleicht sind die Auguren dort ja doch ein wenig mutiger als die Astrologen und Hellseher hierzulande. Allzu viel Hofnung habe ich ja nicht, aber schauen wir uns doch zunächst die „Mitspieler“ an:

Beginnen möchte ich mit einigen Promiprognosen. Seit zwei Jahren fehlt mir die Versorgung mit der Jahresendregenbogenpresse durch die damalige bzw. ehemalige Schwiegermutter, da bleiben dahingehend nur solch obskure Webseiten wie einige der oben gelisteten. Astrologen und Hellseher schmücken sich ja gerne mit richtigen Prognosen vor der Oskar-Verleihung, aber diese möchte ich hier nicht beachten – es werden von den Auguren genau die Leute favoritisiert, die vorher auch im Feuilleton erwähnt werden – die Favoriten vorherzusagen ist da wirklich keine große Kunst. Zunächst ‚mal ein paar der vielen Promiprognosen von Christian Dion (vorne immer seine Nummerierung):

  • 2 Robert Pattinson.
    A really good year for him, in fact his best yet, both professionally and personally.
  • 5 Kate Winslet
    Career wise great year, Romance was not good
  • 7 Lady Gaga.
    Both personally and professionally her best year yet. 
  • 22 David Bowie
    Some kind of personal drama which comes out of the blue, plus some kind of tour. 
  • 23 Rhianna
    A year of very high highs and very low lows is 2014 for Rhianna. 

Aha, außer irgendeiner Art von Tour bei David Bowie (darüber wird seit dem Release seiner letzten CD Anfang 2013 sowieso spekuliert) ist das reines Geblubber ohne jeden Inhalt. Aber eine – aus den letzten Jahren wohlbekannte – prüfbare Standardprognose haut Dion auch noch raus:

  • 12 Angelina Joile Brad Pitt.
    I see a really bad year for these two including a break up.

Trennung bei Brangelina, na ja – viel konkreter wird’s nicht, auch nicht bei den gekrönten Häupern: Den Rest des Beitrags lesen »





Prognosen 2014: Aprilkatastrophen von Herrn Schmidt und Herrn Bardel

26 03 2014

Emil Schmidt hat sich einen lustigen Titel gegeben: er nennt sich „Entscheidungshebamme“. Ansonsten frönt er der so genannten „Stundenastrologie„. Dies ist ein vollkommen wahnwitziger Zweig der Sterndeutung, denn dessen Vertreter behaupten, dass eine an sie gestellte Frage mittels des Horoskops zum Zeitpunkt der Fragestellung (… also des Moments an dem sie geruhen sich mit dieser Frage zu beschäftigen) beantworten können. Die gleiche gestellte Frage müsste also zu verschiedenen Zeitpunkten garantiert anders beantwortet werden – und da es ja häufig um Fragen nach irgendwelchen Entscheidungen geht, nennt sich Herr Schmidt eben – nun ja …

Nun scheint der Mann aber ein wenig verängstigt zu sein, und woran das liegt hat er in einem pdf-Dokument niedergeschrieben (ich habe es natürlich heruntergeladen, wer weiß wie lange der Link noch funktioniert). Auch hat er gleich noch ein wenig Werbung bei Astrologie.de gemacht, denn er möchte zu diesem Thema mit allen Interessierten eine Telefonkonferenz machen – und zwar am 31.März ab 19:00 Uhr (wer sich das antun möchte: hier ist das Anmeldeformular – ich habe leider keine Zeit). Aber was ist nun eigentlich das Thema? Schauen wir einfach in das pdf-Dokument, also zunächst mal auf die Überschrift:

entheb01

Nach ein wenig allgemeinem Gelaber …

entheb02… bringt er ein ominöses „Krachen“ ins Spiel und nennt sogar einen Zeitraum:

entheb03Blöd ist natürlich, dass er gar nicht wissen will, was das in der Realität zu bedeuten hat – oder traut er sich nur nicht es zu sagen? Nachdem er sich von Verschwörungstheorien und Weltuntergangsprognosen distanziert hat wird er aber ein wenig konkreter:

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Aha, kein Wasser, keine Banken, keine Supermärkte – aber warum? Immerhin scheint er ein wenig daran zu glauben, denn er will sich selbst vorbereiten:

entheb04

Herr Schmidt empfiehlt also seinen Lesern für die Zeit in gut 2 Wochen einen Vorrat anzulegen, möchte aber keine Angst schüren. Die Vorräte sollen eine Art „Versicherung“ sein, und man solle diese Tage als eine Art „Urlaub“ anzusehen. Aber warum warnt er dann? Und vor allen Dingen vor was warnt er? Wer im pdf-Dokument auf Antworten hofft wird enttäuscht. Es gibt ein paar halbgare Hinweise auf irgendein kollektives Bewusstsein, dass sich gerade in irgendeiner Form ausprägen soll und als einzige Begründung folgt die folgende – sinnfreie – astrologische Schwurbelei:

entheb05Blablabla! Was das denn genau bedeuten soll wird – zumindest hier – nicht verraten. Aber es soll unangenehm werden:

entheb06Tja, Herr Schmidt, solange sie sich nicht trauen hier irgendetwas Konkretes zu schreiben sondern nur ein wenig schwarzseherisch herumraunen machen Sie genau das was sie – laut ihrem eigenen Text – gar nicht wollen: Sie verbreiten eine diffuse Angst unter ihren Fans. Dass sie selbst hoffen, mit ihren Befürchtungen falsch zu liegen ändert daran nichts.

Ganz anders ist es bei dem Astrologen Rainer Bardel aus Klagenfurt. Dieser lädt zu einem „Workshop“ am nächsten Freitag ein, und gibt vorab eine Art Schnelldurchlauf durch das Jahr 2014:

Die ersten Wochen des neuen Jahres brachten schon viele Prüfungen mit sich. Die nächste Spannung, wie Bardel es nennt, erwartet er rund um den 14. April, die Karwoche. Hier sei mit Erdbeben, Kriegsauseinandersetzungen und sogar Anschlägen zu rechnen. Es ist eine Prüfung für die Menschheit.

Ist es das, was den Herrn Schmidt zu seiner Vorratshaltung motiviert? Ein Erdbeben, Krieg oder Anschläge? Und warum gibt’s dann kein Wasser, keinen Supermarkt und keine Bank hier bei uns? Immerhin, glaubt man Herrn Bardel, ist das Ganze dann auch bald wieder vorbei:

Rund um den 28. Mai heißt es dann aber aufatmen […]

Uff! Da sind wir aber froh!

[… ] und spätestens am 17. Juni gewinnen die Themen Familie, Ehe, Nachwuchs an Bedeutung.

Nun ja, ob gerade diese Themen immer unbedingt zum Aufatmen führen?

Erst am 11. November sei mit einer weiteren Spannungszeit zu rechnen.

Aha, Spannungszeit – so so … … schade, dass ich am Freitag nicht in Klagenfurt bin, denn der Herr Astrologe und Kartenleger hat ja ganz explizit nichts dagegen, wenn auch Skeptiker zu seinem Workshop erscheinen …

Aber für die Zukunft sollten sich Bardel und Schmidt einfach kurz schliessen. Schmidt übernimmt im April die Katastrophen von Bardel und liefert dafür dem Österreicher ein paar handfeste Gründe für die ab November drohende „Spannungszeit“.

(Das waren die Nummer 26 und 27 der Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2014)





Donnerstagsvideos (7): Liebe!!!

20 03 2014

Heute geht es – passend zum Frühlingsanfang um das Thema Liebe. Helene Fischer würde die Dame hierzulande heißen, aber keine Angst, jetzt kommt kein Überfall mit schnulzigen Schlagern – denn diese Forscherin kommt aus England und heißt Helen Fisher und sie erforscht die Liebe und was sie mit uns macht:

Hier „the brain in love“ (bei TED mit deutschen Untertiteln):

Auch zu „why we love, why we cheat“ gibts Untertitel bei TED:

Und die ultimative Frage „why do fools fall in love“ wird hier geklärt:

Upps – hier natütrlich:

Viel Spaß!





Donnerstagsvideos (4): And now for something completely different …

27 02 2014

Heute ist ja „Weiberfastnacht“ – nicht dass mich das in irgendeiner Form interessieren würde, aber da es ein Tag ist an dem allerlei Schabernack und Blödsinn verbrochen wird habe ich mir heute auch ein etwas anderes Video herausgesucht: eine Art Comedy-Musical-Live-Radioshow von Eric Idle, einem der Gründungsmitglieder von Monty Python. Das Ganze ist  sehr unterhaltsam (finde ich zumindest), aber nicht unbedingt jugendfrei (aber gut für jeden Englischunterricht in der Oberstufe) … … und nicht nur wegen dem einen Lied über das Lesen aus Hinterteilen. Und Tim Curry spielt mit, einer der Helden meiner Jugend …

Viel Spaß!





Lieber DZVhÄ: Nicht labern, machen!

24 01 2014

Vor einigen Tagen hat die GWUP einen Flyer zur Homöopathie veröffentlicht, der sich kritisch mit der „Heilslehre“ des Samuel Hahnemann auseinandersetzte. Nun hat der DZVhÄ – der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte –  eine korrigierte Version des Flyers vorgelegt, und gezeigt, dass man außer Laberargumenten nicht allzu viel zu bieten hat. Dabei könnten die DZVhÄ-Leute den pöhsen Skeptikern doch ganz einfach zeigen, dass an ihrer Leere etwas dran ist, aber bevor ich denen meinen alten Vorschlag nochmals unterbreite erst mal zu der eher lächerlichen Kritik am GWUP-Flyer.

Das fängt schon am Anfang an, wenn auf dem GWUP-Flyer ein paar wenig geschmackvoll klingende „Zutaten“ (Fliegenpilze, Schlangengift, Speichel tollwütiger Hunde, Kopfläuse, Kakerlaken, Hundekot, Eiter, Krebs und Leprazellen, Arsen, Quecksilber und Plutonium) aufgelistet werden, kontert die DZVhÄ mit folgendem Kommentar:

Wo ist das Problem, wenn doch „in diesen angeblichen Heilmitteln“kein einziges Molekül des Ausgangsstoffes mehr enthalten ist (s.u.)? Die Skeptiker sollten sich entscheiden, EKLIG oder KEIN WIRKSTOFF – beides zusammen geht schlecht. In der Medizin werden nun mal auch giftige Substanzen aus der Natur verwendet und bei einer Impfung werden auch Krankheitserreger eingesetzt.

Das Problem ist, dass es in diesem Abschnitt zunächst mal um die Abgrenzung zur „sanften Pflanzenheilkunde“ geht und nur ein paar Beispiele von Stoffen  genannt werden, aus denen Homöopathen Mittel herstellen. Die Auswahl ist übrigens ziemlich nett, mir wären da noch ganz andere Sachen eingefallen …

Danach geht es bei der GWUP um die Verdünnungen, und der DZVhÄ fällt folgendes ein:

Das Potenzieren „geht“ doch ein bisschen anders; z.B. gibt es noch
Arbeitsschritte wie Verreiben und Verschütteln.

Äh – nun ja, wenn ich ein Mittel 1:10 verschüttele dann ist das keine Verdünnung? Und wenn ich mit Milchzucker verreibe, dann wird das vermeintliche Heilmittel nicht „dünner“? Wenn ich meinen Kaffee mit Milch „verdünne“ rühre ich um, könnte natürlich auch verschütteln (ob mit oder ohne Buch mit Ledereinband) wenn ein Deckel auf der Tasse wäre … … aber wo ist der Unterschied? Wenn ich verschüttele dann verdünne ich nicht? Da fällt mir nur dieses schöne Beispiel aus England ein:

Die Erörterung des Verdünnungsgrades einiger Mittel wird von den Homöopathen wie folgt kommentiert:

Glauben Homöopathen, dass eineTablette Aspirin irgendwo ins Meergeworfen alle Kopfschmerzen dieser Welt beseitigt? Oder funktioniert die Homöopathie doch ganz anders?

Immerhin eine gute Frage, aber was Homöopathen glauben ist völlig egal und der DZVhÄ sollte diese Frage wohl eher seinen Mitgliedern stellen (ich kenne da einige, die würden schockierende Antworten geben …). Immerhin gibt es  keinen Widerspruch zur GWUP-Darstellung. Die Tatsache, dass dann gar kein Molekül der Wirksubstanz übrig bleibt, animiert den DZVhÄ-Autor zu folgender Stilblüte:

Auch der Wirkmechanismus vieler schulmedizinischer Mittel konnte trotz Kenntnis ihrer chemischen Struktur noch nicht erforscht werden; dennoch werden sie mit unzweifelhafter Wirksamkeit eingesetzt.

Sorry, Thema verfehlt! Es geht darum, dass bei der „Höbbadie“ (Copyright by aargks) gar kein Molekül vorhanden ist und nicht darum, dass Wirkmechanismen vorhandener Moleküle (Hinweis für der DZVhÄ nahestehende Leser: das ist eben der entscheidende Unterschied!!!) noch nicht vollständig geklärt sind.

Bisweilen sind die Kommentare sogar selbst entlarvend. Wenn die GWUP die Simile-Regel, also das von Hahnemann postulierte Ähnlichkeitsprinzip wonach „Gleiches Gleiches heilen möge“, der Homöopathie als Irrtum bezeichnet, entgegnet die DZVhÄ:

Das Ähnlichkeitsprinzip kann nicht nur in der Homöopathie erfahren werden, sondern z.B. auch in der Psychotherapie als sogenannte „paradoxe Intervention“.

Seit wann geht es beim lustigen Globulischlucken um Psychotherapie? Oder behauptet die Homöopathie seit Neuestem eine Psychotherapie zu sein? Nun ja, Skeptiker loben ja gerade die psychologischen Faktoren der homöopathischen Behandlung (die zeit- und kostenraubende Anamnese), als eine Art Placeboverstärker, aber dass sich die Homöopathie in ihrer Wirkungsweise jetzt auf Psychotherapien beruft dürfte den seligen Herrn Hahnemann im Grabe rotieren lassen.

Zu den geforderten Belegen (welche Belege liefert eigentlich der Autor von der DZVhÄ, außer dass er ein oder zwei Studie namentlich erwähnt?) hat sich schon Herr Aust vom Blog Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie gemeldet, und ich hoffe, dass er sich auch dieser erwähnten Studien annimmt. Kann ja sein, dass zumindest eine dieser Studien tatsächlich methodisch einwandfrei und „trotzdem signifikant“ ist – bei der Menge an nicht signifikanten Studienergebnissen muss es eine solche ja fast zwangsläufig geben, da ein Test auf einem Signifikanzniveau von 5% tatsächlich bei einer von 20 Studien fälschlicherweise ein positives Ergebnis erwarten lässt, obwohl tatsächlich keine Wirkung vorhanden ist.

Mein Lieblingskommentar des DZVhÄ-Argumentationsverweigerers ist aber der Kommentar zu der Kritik an den Arzneimittelprüfungen:

Falsch: Es gibt mehrere doppelblinde Arzneimittelprüfungen, u.a. Möllinger et al. Mehr als nur Placeboeffekt?

OK, ich kenne Herrn Mölllinger nicht, aber wenn der es – zumindest einmal – geschafft haben will bei einer doppelblinden Arzneimittelprüfung (die genaue Methodenbeschreibung wäre sehr interessant …) einen Beleg für die Wirksamkeit von Globuli oder Dilutionen zu „belegen“ (ohne Replikation ist das ein sehr schwacher Beleg … … dass dies auch ein Problem bei den „echten“ Pharmazeuten ist, das beschreibt Ben Goldacre in seinem lesenswerten Buch „Bad Pharma“ bzw. „Die Pharma Lüge“ ausführlich und sehr eindrucksvoll), dann sind er bzw. seine Probanden doch die idealen Kandidaten für meinen schon 2009 vorgeschlagenen homöopathischen Selbstversuch. Die Vorbereitung (Verblindung) sollte natürlich von der GWUP und dem DZVhÄ gemeinsam vorgenommen werden und es gilt – natürlich – immer noch mein damals vorgestelltes und später leicht revidiertes Studiendesign, das ich im Folgenden weiter optimiert habe (wir brauchen einen Apotheker, der nach allen Regeln der Kunst Homöopathika herstellen kann und darf, aber die gibt es natürlich in diesem Land):

  1. Freiwillige melden sich und geben ein Homöopathikum an, das sie an Hand der Wirkung erkennen zu können glauben. Angeben müssen sie noch, wie viele Globuli und wie viel Zeit sie brauchen, um die Wirkung zu erkennen. (Neu:) Sie erhalten dann 9 Portionen a 1g Globuli, die lediglich numeriert sind, und für die sie bei jeder 1g-Portion entscheiden müssen, ob es das homöopathische Mittel oder das Placebo ist (natürlich gibt es auch die ANtwort „weiß nicht“).
  2. Ein Apotheker stellt die Homöopathika her und diese werden – möglicherweise notariell beglaubigt – versiegelt. Natürlich dürfen Homöopathen und DZVhÄ-Vertreter die Herstellung überwachen
  3. Nun erfolgt die Verblindung (auch gerne mit Vertretern der DZVhÄ-Fraktion): Das Homöopathikum und – im Fachhandel erhältliche – leere Globuli werden nach dem Zufallsprinzip (50:50) auf vorher mit Nummern versehene Behältnisse a 1g verteilt. Dies wird – natürlich – dokumentiert, aber die Dokumentation wird nachher versiegelt und von einem Notar in seinem Safe verschlossen.
  4. Nun werden – wieder per Zufallauswahl – neun Behältnisse a 1g für die Testperson ausgewählt. Die Zahl „neun“ nehme ich nur aus einem Grund: es gibt nämlich diese „homöpathische Taschenapotheke„, die man für solche Tests verwenden könnte …
  5. Nun werden die gefüllten Taschenapotheken verschickt oder verteilt. Die Testpersonen müssen nun nur für jeden Inhalt der dort drin befindlichen (und natürlich nummerierten) Gläschen entscheiden, ob da das Homöopathikum oder das Placebo drin ist – oder ob sie sich keine Entscheidung zutrauen.
  6. Danach wird ausgewertet, in wieviel Prozent der Fälle die Homöopathiefraktion die “echten” Globuli erkannt hat und natürlich auch, ob dieses Ergebnis auf einem Signifikanzniveau von 5% signifikant ist (das hängt ja auch von der Anzahl der Teilnehmer ab).

Tja, lieber DZVhÄ, wenn ihr einen solchen – einfachen!!! – Selbstversuch mitmacht, dann werdet ihr auch von Skeptikern wie mir ernst genommen – auch dann, wenn das Ergebnis nicht in eurem Sinne ist.





Auch 2014 im Angebot: Weltuntergänge

4 01 2014

Danke an die Tageszeitung „Die Welt“ für diese schöne Zusammenfassung der aktuell vorausgesagten Weltuntergänge für 2014. Es ist zwar nicht alles neu (die für den Juni 2014 angedrohte Säurewolke hatte ich schon vor Monaten erwähnt), aber die Ragnarök-Geschichte aus der nordischen Mythologie kannte ich noch nicht und das mit dem 4. März (Fastnachtsdienstag!) ist mir auch neu. Aber bei letzterem Datum soll es ja „nur“ um Erschütterungen an den Börsen, wenn auch in „ungeahntem Ausmaß“ gehen.

Bleibt der viel zu frühe Weltuntergang am 22. Februar, der aber immerhin auf einen Samstag fällt, so dass man am Abend zuvor noch eine ausgiebige Weltuntergangsparty feiern kann. Als Kleiderordnung empfiehlt sich der Wikingerlook a la Hägar oder Wickie, als Getränk wird Met serviert – das kann ja nur eine erfolgreiche Feier werden. Ob sich dieses Mal auch wieder jemand die Rechte an den Feierlichkeiten zu sichern versucht wie damals 2012?

Inzwischen ganz vergessen ist das Katastrophenszenario eines möglicherweise auf die Erde stürzenden Asteroiden, das 2003 durch die Presse geisterte und eine Katastrophe für den 21. März 2014 befürchten liess. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dieser Asteroid tatsächlich die Erde treffen würde wurde aber bereits damals von den Astronomen auf 1:909000 geschätzt und taugt damit heute nur dazu einzelne Verschwörungstheoretiker ein wenig in Panik zu versetzen. Inzwischen ist auch bekannt, dass der durchaus große Gesteinsbrochen knappe 20 Millionen km an der Erde vorbeifliegen wird, und zwar am 26. März 2014.

Als Hinweis auf den chinesischen Kalender entpuppt sich derweil eine „Weltuntergangsprognose“ von Apples Sprachprogramm Siri. Wie vereits im Vorjahr (am 7. August) weist Siri auch 2014 (am 27. Juli) und 2015 (am 14. August) auf den Beginn des chinesischen „Geistermonats“ mit dem drastischen Satz „Opening Gates of Hades“ hin.

Auf Facebook propagiert indes eine kleine Gruppe von Genervten den Weltuntergang am 28.6.2014 – die Begründung ist eindeutig: „ständig kommen irgendwelche bekannten Sekten und sagen den Weltuntergang voraus, wir jetzt auch„. Recht haben sie, und das Datum ist in Bezug auf einen Weltuntergang ebenso wahrscheinlich wie die anderen genannten Termine.





Öffentlich-rechtliche Volksverdummung

1 01 2014

Ja, es gibt Menschen, die sich zum Jahreswechsel ein Horoskop erstellen lassen (gegen Geld), zur Kartenlegerin rennen (gegen Geld) oder sich gar aus der Hand lesen lassen (gegen Geld). Und es gibt öffentlich-rechtliche Medien, die ihren Bildungsauftrag vergessen und stattdessen für dieses Unsinn zum Jahresende werben. Wäre es nicht eher die Aufgabe der Medien, die Öffentlichkeit vernünftig zu informieren und den Hörerinnen und Zuschauern zu erklären, dass solche Aktionen zwar durchaus unterhaltsam sein können, dass man sie aber zum einen nicht ernst nehmen darf und zum anderen sich das Geld insbesondere dann sparen sollte wenn man nicht allzu viel davon hat? Nun ja, scheinbar sieht das die ein oder andere Redaktion aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich dann doch ein wenig anders und lässt sich ungeniert für die Werbung esoterischer Angebote missbrauchen.

So zum Beispiel beim Hessischen Rundfunk, wo man sich für den vorletzten Tag des letzten Jahres für die Nachmittagsshow „hallo hessen“ einen Handleser einlud und mit einer ganz tollen Aktion aufwartete: Die Zuschauer sollten ihre Hand einsfantadings2_3cannen, das Bild an den Sender schicken damit der Handleser dann einzelne davon per Telefon kontaktieren und Voraussagen für das kommende Jahr treffen kann. Nun ja, den gleichen Unsinn hatte der Sender bereits Ende 2012 veranstaltet, worauf der Herr Handleser auf seiner Webseite natürlich stolz hinweist.

Dieser Mann, dessen Fantasie der überaus lustige Künstlername „El Fantadu“ entsprang, mag ja auf Jahrmärkten seinen Platz haben, aber glauben die Leute in der HR-Redaktion tatsächlich was auf der Webseite dieses Herrn steht:

Ihre einmaligen Handlinien, sind für mich wie ein offenes Buch.

Ein Buch, in dem das Leben der Menschen die meinen neutralen Rat suchen, von der Zeugung und der Entwicklung zum erwachsenen Menschen, bis zum Schluß eingraviert ist! Ein Buch der Möglichkeiten-, Lebensstationen-, Träume- und der Blokaden, die in jedem von uns stecken, vorgeschrieben steht!

Wobei mich ja schon interessieren würde, was der Mann über die Zeugung eines Menschen aus der Hand lesen können will (… ob man ihn nach dem Wochentag oder der praktizierten „Stellung“ fragen sollte?). Auch mit Tarotkarten kennt der sich aus:

Außerdem zeigen mir die Karten deutlich die äußeren Einflüsse mit denen du jetzt konfrontiert wirst und welche Chansen du hast, dich in der Zukunft damit erfolgreich auseinander zu setzen!

… rühmt sich seines 6. Sinns und bescheinigt sich einen liebevollen Umgang – mit den Karten:

Nutze meinen angeborenen 6. Sinn und meine über 40 Jahre Erfahrung im liebevollen Umgang mit den verschiedenen Kartendecks.

Dazu pendelt der Mann auch noch und schreibt dazu diesen Schwachsinn:

Das Pendeln über Bildern und persönlichen Gegenständen fremder Personen,  bringt mir sensitive Einblicke in die Persönlichkeit, Lebensweise und Gesundheit dieser Menschen. – Wenn du also wissen möchtest, welche Bedeutung du im Leben dieser Peson hast, – Warum dieser Mensch so ist wie er ist, oder welche Bedeutung du in seinem / Ihrem leben spielst, dann bringe mir bitte (Einzel-) Fotos oder persönliche Souvenirs mit, damit ich darüber pendeln kann.

Ob die Redaktion vielleicht auch mal den Mut hat die selbst behaupteten Fähigkeiten dieses Herrn ganz einfach zu überprüfen? Für jemanden, der sich im Besitze eines 6. Sinns rühmt sollte es doch ganz einfach sein über (z.B. mit einem Blatt Papier) verdeckte Gegenstände zu pendeln und dann passable „Ergebnisse“ zu erzielen. Aber vermutlich ist kritisches Hinterfragen unsinniger Behauptungen in dieser Redaktion kein Einstellungskriterium.

Beim WDR gab es auch eine Portion öffentlichen Unsinn zum Jahreswechsel. Nachdem bereits Ende Oktober eine Astrolgin dort schwafeln durfte (im Jahr zuvor hatte man übrigens neben einer Astrologin auch einen Skeptiker eingeladen …) war in diesem Jahr auf der WDR-Nachrichtenseite ein Artikel mit dem Titel „Viele Wege führen zum Jahreshoroskop: Die großen Fragen 2014“ zu lesen. Liess der Anfang noch durchaus hoffen …

Lebenshilfe, Spaß oder nur Mumpitz? Über Horoskope lässt sich streiten.

… gibt es dann im Artikel erst einmal Werbung für eine Kartenlegerin. Was dies mit Jahreshoroskopen zu tun hat wird im Artikel nicht verraten, und auch nicht, dass die Dame ihre Dienste über ein Portal anbietet, das auch Engelkontakte und Tierheilkunde (ist das eigentlich erlaubt???) anbietet und dessen Betreiber nicht nur am gleichen Ort wohnt sondern auch den gleichen Nachnamen trägt (dass unter der fast identischen Telefonnummer noch ein zweites, ähnliches Portal mit esoterischen Abzockangeboten Beratungsangeboten firmiert sei nur am Rande erwähnt). Danach kommt der Versuch doch tatsächlich verschiedene Horoskope aus Frauenzeitschriften zu vergleichen, aber die Autorin scheint an dieser an sich recht einfachen Aufgabe schlicht gescheitert zu sein, denn sie schreibt:

Der Versuch eines Vergleiches mit sieben Frauenzeitschriften und deren Tipps für zwölf Sternzeichen: unmöglich!

Aha, und warum? Eigentlich ist die Autorin sogar auf einem guten Weg:

Alle Horoskope unterscheiden sich, lesen sich aber geschmeidig mit Formulierungen wie „Neue spannende Begegnungen“, „Lange Phasen voller Glück, Zufriedenheit und Harmonie“, „Mehr Liebeschancen, als gesund ist“, „Ersehnte Versöhnungen“ oder „Sie sind überaus gewissenhaft und diszipliniert“.

Ja klar! Sie unterscheiden sich! Daraus könnte man ja eventuell den Schluß ziehen, dass solche Jahreshoroskope schlicht und einfach Unsinn sind, bzw. dass diese Einteilung nach Sternzeichen doch wohl nicht ganz so sinnvoll ist (… wenn man den Unterhaltungsaspekt außer Acht lässt, den sie ja in den „geschmeidigen Formulierungen“ sogar entdeckt hat). Aber nein, sie wechselt jetzt ganz unvermittelt in eine Ecke, die sie selbst wohl für eine Art „Verbraucherberatung“ hält und nennt sogar Preise:

Wer eine persönliche Beratung am Telefon möchte, bezahlt im Schnitt zwischen 99 Cent und 3 Euro pro Minute aus dem Festnetz. Ein schriftlich ausgearbeitetes Jahreshoroskop gibt es ab 30 Euro und eine persönliche Sitzung kann schon mal 800 Euro kosten.

Wie sinnvoll das ist, was man für dieses Geld bekommt sagt sie allerdings nicht, dafür warnt sie vor unseriösen Anbietern:

Es gibt unseriöse Anbieter, die Kosten in den AGB verstecken und unangemessen hohe Rechnungen stellen.

Und empfiehlt bei Unsicherheit ausgerechnet …

Wer unsicher ist, sollte sich an den Deutschen Astrologen-Verband wenden.

Na klar! Die Autorin würde bei Fragen nach den Gefahren des Rauchens wohl auch auf die Tabakindustrie verweisen und ihren Lesern empfehlen sich über die Gefahren des Alkoholkonsums an die Spirituosenhersteller zu wenden! In den Kommentaren zu ihrem Artikel ging es dann bisweilen wenig freundlich zu, wobei die Autorin mit einer etwas trotzigen Bemerkung wohl auch mit dazu beigetragen hat. Den ganzen Unsinn des Artikels stellt der letzte Kommentar klar:

Nein, über Astrologie oder Horoskope kann man nicht streiten, wenn man einigermaßen bei Verstand ist. Weil es kompletter Mumpitz ist. Und seriöse Astrologen gibt es meines Erachtens nicht. Entweder sie glauben den Mist selbst und haben deshalb einen gehörigen Sockenschuss, oder es sind schlicht Scharlatane. Dazwischen gibt es nichts, schon gar keine Seriösität.

Ob der WDR im neuen Jahr besser recherchiert?

(Danke an den Ratgeber-News-Blog für den Hinweis auf die HR-Sendung und an ein paar Facebookfreunde für den Hinweis auf den WDR-Artikel)





Silvesterspannung: Gibt es dieses Mal echte Prognosen bei Loop?

30 12 2013

Wie im letzten Jahr hat das astrologische Online-Magazin Loop! auch für 2014 wieder seine Leser dazu aufgerufen, astrologische Prognosen für das kommende Jahr einzusenden. Die Frist endet zu Silvester, und ich bin wirklich gespannt, ob es dieses Jahr wieder ein paar Einsendungen gibt, nachdem die beiden Texte im letzten Jahr mich nicht überzeugen konnten. Die Bedingungen sind dabei ggenüber dem Vorjahr fast unverändert, so dass ich mir eine erneute Kritik der Forderungen an die einzureichenden Texte fast ersparen könnte,wenn die Verantworlichen nicht die meines Erachtens wichtigste Forderung an die Einsendungen über Bord geworfen hätten. Diese Anforderung 3 lautete:

3. Alle gemachten Aussagen sollten weitestgehend eindeutig sein, d.h. die Aussage sollte beim Eintreten des Ereignisses  darauf beziehbar sein.
Wenn man sich dazu nicht in der Lage sieht, dann ist es durchaus legitim, darauf hinzuweisen. Wer glaubt, dass Dortmund auch 2013 deutscher Fußballmeister wird, sollte dies auch so ausdrücken, wer nur eine Tendenz für ein gutes Abschneiden sieht, benennt das dann eben so.

Genau diese – meiner Meinung nach wichtigste – Anforderung fehlt jetzt. Schade eigentlich, aber vielleicht lassen sich die Einsender ja von der kleinen Ermutigung motivieren, die der diesmaligen Auflistung der Anforderungen an einen einzureichenden Text folgt. Diese beginnt nämlich mit folgendem Kurzsatz:

Astrologie funktioniert.

Hmmm – Belege bitte, und natürlich keine Anekdoten! Aber klar, unter Astrologen ist das natürlich unumstritten. Im weiteren Text findet sich auch diese schöne, allgemeingültige Wahrheit:

Die Zukunft bleibt aber immer nur ein Ort von potentiellen Möglichkeiten.

Ja klar, in der Zukunft kann alles mögliche passieren.

Manche davon sind wahrscheinlicher als andere, allein das aufzuzeigen, kann eine konstruktive Hilfestellung sein. Mehr ist nicht verlangt.

Auch das stimmt natürlich, es gibt Dinge, die wahrscheinlicher sind als andere. So werde ich im Jahr 2014 mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zum Vorstand eines DAX-Unternehmens berufen, auch dass der FSV Mainz 05 deutscher Fußballmeister wird ist eher unwahrscheinlich. Dagegen ist es sehr wahrscheinlich, dass ich im Laufe des Jahres ein Bad nehmen werde und dass Basketballprofi Dirk Nowitzki für seine Dallas Mavericks in einigen Spielen mehr als 20 Punkte erzielen wird. Aber klar, ich weiß, das war so von den Loop!-Autoren ganz bestimmt nicht gemeint …

Und wer immer den Mut hat, dabei konkret zu werden, kann auch scheitern – sprich daneben liegen.

Aber klar doch, das liegt in der Natur der Sache …

Darin unterscheiden sich Astrologen in Nichts von anderen Berufszweigen, die Diagnosen und Prognosen erstellen.

Nun ja, aber die „anderen“ trauen sich mit ihren exakten Prognosen durchaus an die Öffentlichkeit, und müssen es dann aushalten, wenn die Presse die Aussagen überprüft. Und wenn in diesem Beispiel eine Bank lediglich vorausgesagt hätte, dass die Kurse mal steigen und mal fallen werden, dann hätte sie sich erst Recht der Lächerlichkeit preisgegeben.

Für die Astrologen wäre es übrigens gar nicht schwer ihre Einschätzungen der Zukunft prüfbar zu formulieren, sie müssten es nur wollen. Und das wäre wirklich sehr einfach, denn sie müssten nur bei ihren prognostischen Aussagen einfach nur dazu schreiben, unter welchen Umständen sie diese als erfüllt ansehen, und unter welchen eben nicht. Erst im Nachhinein irgendwelche konkreten Ereignisse in eine diffuse Prognose hineinzudefinieren wäre dann unmöglich. Meiner Hochachtung können sich all jene, die sich so etwas trauen, gewiß sein, – es sei denn es handelt sich um Trivialitäten, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten sowieso bei nahezu 100% liegen.

Also los, liebe Astrologen! Traut euch! Ich freue mich schon auf entsprechende Beiträge bei Loop!





Telekinese live …

7 10 2013

… in einem New Yorker Café:

Ein hübsches und gut gemachtes Werbevideo, insbesondere weil man ja auch den Aufbau der Tricks sieht. Und klar, die Besucher sind geschockt!





Das ewige Wochenhoroskop

19 09 2013

In der Rubrik „Gesund“ der österreichischen Webpräsenz
Madonna24.at gab
es heute so etwas wie ein immerwährendes Horoskop, und zwar auf
Basis der – jede Woche wiederkehrenden – Wochentage. Irgendwie
sollen Planeten jede Woche wieder den gleichen Tag … … ach
ich zitiere das dann doch lieber
:

In der Astrologie ist jedem
Wochentag ein bestimmter Planet zugeordnet, der ihn prägt und
beeinflusst. Deshalb hat jeder Tag eine eigene Kraft oder Qualität,
die unser Leben Tag für Tag beeinflusst. An einigen Tagen gelingen
Dinge also besonders gut, an anderen wiederum gar
nicht.

Nun ja, dann könnten sich die
Astrologen diese vermeintlich genauen Analysen von Horoskopen ja
eigentlich sparen, wenn doch die Planeten sowieso schon die
Wochentage beeinflussen, aber ehrlich gesagt glaube ich sowieso
nicht, dass dieser Quatsch von irgendwelchen Astrologen stammt.
Aber schauen wir uns die Tage trotzdem mal an (ein wenig kommentiert):
Montag:

Der
Montag gilt als „fruchtbarer“ Tag. Wer einen Babywunsch verspürt,
sollte an diesem Tag „üben“.
(OK, montags gibt’s Sex!!! Zumindest für
die Paare mit Kinderwunsch!)
. Der Mond macht
uns jetzt auch besonders sensibel: Ein guter Tag für gefühlsmäßige
Entscheidungen.
(Ja
klar, wenn’s mit der Fruchtbarkeit geklappt hat gibt’s eventuell
eine „Gefühlsentscheidung“ …)

Dienstag:

Dienstag ist ein Tag
voller Energie. Der perfekte Tag also um mit Sport zu beginnen,
eine Diät zu starten oder für aufregenden Sex.
(Oha, schon wieder Sex!!! Aber dieses
Mal ohne Kinderwunsch!!!)
[…]
Gehalts-Verhandlungen oder Vorstellungsgespräche auf
Dienstag legen.
(…
und wenn der Chef keine Zeit hat?)
Auch die
sexuelle Energie ist dienstags so groß wie nie.
(Und nochmal Sex!!! Heut‘ geht’s
ja!!!)

Mittwoch:

Mittwoch
steht uns der Sinn nach Kommunikation, Gespräche und
Kreativität.
(Also
Quatschen bei feiner Laubsägearbeit?)

Treffen Sie sich auf eine nette Plauderei mit
Freunden.
(… und
reden über Laubsägearbeiten – oder doch über den aufregenden Sex
vom Vorabend???)
Aber Vorsicht: Kein guter
Tag für endgültige Entscheidungen.
(Also heute keine
Heiratsversprechen)

Donnerstag:

Jupiter macht uns
verschwenderisch, wir sind in Geldangelegenheiten
leichtsinnig.
(Oha,
also am Donnerstag Kreditkarten und Portemonnaie
wegsperren!)
Denken Sie vor größeren
Ausgaben lieber zweimal darüber nach.
(… bei kleineren vielleicht
auch?)
Donnerstag ist ideal zum Meditieren
geeignet.
(…
insbesondere über die Frage wie man die Kreditkartenrechnung nach
dem Kaufrausch begleichen kann)

Freitag:

Freitags sind wir in
Sachen Liebe gut unterwegs
(schon wieder Sex???)
– der ideale Tag zum Heiraten (echt? Aber da – oder am Samstag –
heiraten doch fast alle …)
und für alles,
das mit „Bündnissen“ zu tun hat, also auch im Job.

(Aha – unbeweibte Männer und
unbemannte Frauen sollen also – wenn sie schon nicht heiraten – mit
den Kollegen/Kolleginnen einen trinken gehen … … oder verstehe
ich das wieder falsch?)

Samstag:

Der
Samstag kann oft sehr zäh verlaufen.
(na ja, besonders wenn die Folgen der
Getränke des Vorabends auskuriert werden müssen!)

Was wir an einem Samstag anfangen, kann sich oft in die
Länge ziehen.
(z.B.
die Folge von Hochzeiten, wenn sie nicht am Freitag geschlossen
wurden???)
Saturn schenkt uns allerdings
auch Ausdauer und Geduld.
(außer wenn die jeweiligen
Lieblingskicker am Abkacken sind!!!)

Freundschaften und Geschäfte, die Sie an einem Samstag
schließen werden in der Regel gut verlaufen.
(… und außerhalb der
Regel???)

Sonntag:

Den Sonntag sollten Sie
nutzen, um Kraft und Energie zu tanken.
(Sensationell! Ausruhen! Wo man an diesem
Tag doch – normalerweise – nicht arbeiten muss … … wie weise
von den Planeten … … war aber doch die Sonne)

Beschäftigen Sie sich nur angenehmen Dingen, dann können
Sie mit viel Elan in die neue Woche starten.
(Ich hätte da ’ne Idee für angenehme
Dinge, aber man muss ja für Montag und Dienstag Kräfte
sparen)
Auch die Kreativität steigt am
Sonntag an!
(OK, dann
wird eben die Laubsägearbeit vom Mittwoch
beendet)

So einfach sind also die restlichen
Lebenswochen zu planen, wenn man einem unsinnigen Artikel folgen
will. Und natürlich hat das mit Sicherheit nichts, aber auch gar
nichts mit Astrologie zu tun – ob deren Tipps aber sinnvoller sind
möchte ich doch bezweifeln.