sondern um das Hobby von Mutter Stallone, deshalb heißt es ja auch „What About ASSTROLOGY?“:
Das Ganze ist übrigens ein Auszug aus der grandios besetzten Comedy-Show namens „What about Dick?“ von (und mit) Ex-Monty-Python Eric Idle.
sondern um das Hobby von Mutter Stallone, deshalb heißt es ja auch „What About ASSTROLOGY?“:
Das Ganze ist übrigens ein Auszug aus der grandios besetzten Comedy-Show namens „What about Dick?“ von (und mit) Ex-Monty-Python Eric Idle.
… insbesondere beim zweiten Date kann man in diesem wunderbaren Dilbert-Cartoon bewundern:
Gefunden im 2013-er Dilbert-Kalender – und im Archiv von Scott Adams.
In seinem Blogbeitrag Hokuspokus in der Wissenschaftsstadt hat scilogs-Autor Michael Kahn über einige fragwürdige Kurse an der Volkshoschschule Darmstadt geschrieben und – zurecht – gefragt, ob solche Kurse in der vhs einer Stadt, die sich seit 1997 mit dem Beinamen „Wissenschaftsstadt“ schmückt, nicht vollkommen deplaziert sind. Bei seiner Kritik bezieht er sich auf den Begriff „Wissenschaftsstadt“, und kommentiert:
Ich meine allerdings, eine Wissenschaftsstadt erkennt man an anderen Dingen, vorrangig an der Wertschätzung, die den Wissenschaften dort in der Öffentlichkeit entgegengebracht wird.
Nicht erwähnt hat er, dass sich auch im Leitbild der vhs der Begriff Wissenschaftsstadt findet …
Wir sind die Erwachsenenbildungseinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und arbeiten im öffentlichen Auftrag.
… und dass der „Slogan“ der vhs ihren kritisierten Angeboten zur Homöopathie schon mal fundamental widerspricht:
Slogan: Übermorgen nicht von vorgestern sein! Heute noch zu Ihrer vhs!
Damit man übermorgen nicht von vorgestern ist werden also Kurse angeboten, deren „Wissen“ längst veraltet ist – den Slogan sollte die vhs Darmstadt schleunigst umformulieren.
Aber hier soll es ja um die vhs meiner Heimatstadt Mainz gehen. Dass es hier auch bisweilen recht zweifelhafte Kurse gibt hatte ich schon vor über drei Jahren angemerkt (als ich mal zeitweise nicht hier wohnte), und nachdem mir eine freundliche Mitarbeiterin der vhs letztes Wochenende nach dem Besuch auf dem wunderschönen Mainzer Wochenmarkt das aktuelle Programmbuch in die Hand drückte, habe ich natürlich sofort nachgeschaut, ob der von mir damals erwähnte Pendelkurs noch immer im Angebot ist. Und tatsächlich, er ist es, und das regte gleich eine diesbezügliche Nachfrage bei der Dame an. Meinen Vorwurf, dass dies doch Betrug an ihren Kunden sei, wenn das, was in der Kursbeschreibung steht, gar nicht geleistet werden könne, konterte sie mit einem lockeren „man wolle eben für alle etwas bieten“. In den letzten Tagen habe ich dann ‚mal ein wenig im Programm gewühlt, immer die folgenden Sätze aus dem Leitbild der vhs Mainz vor Augen:
Die vhs orientiert sich an den Prinzipien der Aufklärung, Demokratie und Würde des Menschen.
Bedarfsgerechte, preisbewusste und qualitativ hochwertige Bildungsangebote sowie qualifiziertes und engagiertes Personal bilden die Basis, um als konkurrenzfähiges Dienstleistungsunternehmen auf dem Markt zu bestehen und das in uns gesetzte Vertrauen zu bestätigen.
Tja, wie der Pendelkurs mit dem Begriff „Aufklärung“ und die – auf deutsch – Verarschung der Kursteilnehmer mit der „Würde des Menschen“ (ok, das ist jetzt bewusst etwas hochgestochen) in Einklang zu bringen sind, wissen wohl nur die Veratwortlichen der vhs Mainz. Es wäre ja auch wirklich zu vernachlässigen, wenn dies der einzige Kurs wäre, der jedweder Aufklärung widerspricht – aber das ist leider nicht so. Die Referentin des Pendelkurses hat noch ein zweites Thema im Angebot: Die Aura – eine ganz normale Erscheinung. Hier beginnt die Beschreibung schon mit einem Satz, der sich selbst widerspricht:
Seriöse Wissenschaftler beschäftigen sich bereits mit den feinstofflichen, meist nicht sichtbaren Energien von Lebewesen und Materie.
Entweder ein Wissenschaftler ist seriös, oder er beschäftigt sich mit feinstofflichen Energien. Und der nächste Satz ist dann eine glatte Lüge:
Die menschliche Aura umgibt den Körper in mehreren Schichten, deren Größe und Farben sich je nach Gesundheits- und Bewusstseinszustand verändern.
Nein, das sind Hirngespinste!
Es werden Möglichkeiten zu Reinigung, Stärkung und Schutz aufgezeigt.
Reinigung, Stärkung und Schutz von einem Hirngespinst? Doch, genau darum gehts, und man soll soweit „vorhanden, eigene Geräte (Pendel, Tensor, Rute) mitbringen„. Wenn irgendwelche Eso-Läden solche Kurse abnbieten, dann ist das ja ok (jede/r darf sich bescheissen lassen von wem er/sie will), aber wenn die vhs ein solches Angebot auch noch durch einen Kurs adelt, dann ist das schlicht lächerlich und alleine diese beiden Kurse wären ein Grund, den Verantwortlichen die Benutzung des Wortes „Aufklärung“ zu untersagen. Immerhin sind diese beiden Kurse dann doch in der vhs-Systematik unter („Mensch und Gesellschaft“ – „Neue Wege (Psychologie, Kommunikation, Astrologie, Esoterik)“ -) „Esoterik“ , unter der richtigen Überschrift einsortiert.
Dass es zusätzlich noch eine Rubrik Astrologie gibt macht das Leitbild noch lächerlicher. OK, es gibt nur einen einzigen Kurs (in Psychologischer Astrologie) aber dass die Sterndeutung Unsinn ist sollte sich doch eigentlich auch bis Mainz herumgesprochen haben. Viel interessanter ist, dass die Referentin des Astroquatschs auch noch einen anderen Kurs anbietet: Persönlichkeit – Partnerschaft – Beruf in der heutigen Zeit, und dieser wird in der vhs Systematik nebenan unter „Psychologie“ einsortiert. Gemäß ihrer Homepage benutzt die Referentin folgende Methoden: Magnetfeldtherapie, Psychologische Astrologie, Bioenergetische Energie und Spiritualität. Was das mit Psychologie zu tun haben soll, dürfte Geheimwissen der Verantwortlichen sein.
Auch andere Kurse aus dieser Rubrik scheinen sich nicht unbedingt an dem zu orientieren, was man normalerweise unter Psychologie versteht. Über dies und weitere zweifelhafte Kurse werde ich in einem zweiten Teil berichten.
Auf meine Twitterfollower ist Verlass. Kaum findet eine/einer eine „interessante“ Prognose, schon kriege ich Nachricht. Dieses Mal geht es um Rolf Liefeld, einen Astrologen aus München, und seine Astrologische Untersuchung zum Jungfernflug des A350. Dass man als Astrologe tatsächlich auf die absurde Idee kommt den Zeitpunkt des Jungfernflugs eines Flugzeugs für eine astrologische Analyse zu nutzen, das wundert mich überhaupt nicht, das machen diese Leute ja des Öfteren. Und – wie nicht anders zu erwarten – kann der Mann mit wirklich tollen Prognosen zu diesem neuen Flugzeugmodell aufwarten. Das liest sich dann so:
Chiron im 8. Haus im Quinkunx zum Aszendenten, der noch dazu sehr exakt ist (nur drei Gradminuten), lässt allerdings eine Fehlerquelle oder ein späteres Unglück vermuten, das dem A350 sehr zu schaffen machen wird, jedoch ist dies nicht der hauptsächliche Eindruck, dieser bleibt positiv.
… oder …
Die Sonne in den Zwillingen, noch dazu im 11. Haus, scheint zu rufen: „Hinaus in die weite Welt, ich will überall hin und alles kennenlernen“. Angst davor, dass der A350 ein Ladenhüter bleibt, braucht man bei dieser Konstellation nicht zu haben.
… oder …
Nessus im Sextil zu Mond/MC deutet auf ein sehr ernstes Problem hin, das mit dem Flieger verknüpft ist, und das wohl derzeit noch nicht bekannt sein dürfte. Jedoch wird Airbus die Kraft haben, dieses Problem so zu lösen, dass hierdurch kein großer Imageschaden entstehen dürfte.
… oder …
Insbesondere bei Konjunktionen zu Chiron durch Langsamläufer, oder durch Mars, wenn gleichzeitig schwierige Langsamläuferaspekte exakt sind, kann zu einer schmerzhaften Katastrophe mit dem Airbus führen.
Ein grandioses Sammelsurium von Konjunktiven – und neben Katastrophen, Unglücken und Problemen immer mal wieder der Hinweis auf den Erfolg des neuen Fliegers: der sprichwörtliche Hahn auf dem Mist hätte es nicht besser ausdrücken können.
OK, ob der neue Airbus ein Erfolg wird, das wird sich erst später zeigen, aber der Mann hat auch eine Prognose für 2013 auf Lager. Es geht um die Bundestagswahl im Dezember, und Herr Liefeld fragt: Hat Peer Steinbrück eine Chance gegen Angela Merkel?
Und was fand er (der Artikel datiert vom 28. April 2013)? Analog der damals aktuellen Umfragen sieht sein Fazit für den SPD-Vorsitzenden düster aus:
Aus Sicht der bekannten Progressionen lässt sich sagen: Der wird es ganz bestimmt nicht. Es müssten schon starke Aspekte zu Aszendent oder Medium coeli, die ja leider nicht bekannt sind, vorhanden sein, um Steinbrück hier noch einen Wahlsieg prophezeihen zu können. In Hinblick auf die Transite wird der Wahlabend für ihn unangenehm bis belanglos.
Nun ja, selbst wenn er Recht hätte wäre diese Prognose kaum geeignet um irgend jemanden hinter dem Ofen hervor zu locken. Aber immerhin hab‘ ich jetzt eine weitere Seite, die man in regelmäßigen Abständen nach Prognosen durchsuchen kann.
(Das war Nummer 36 Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2013)
Dieses YouTube-Video ist wirklich einfach klasse (wie auch der Titel schon sagt):
Die Seite astrax.de beobachte ich schon seit vielen Jahren. Der Autor hatte 2001 bis 2004 immer wieder Tage definiert, ab denen die Börse nach unten gehen sollte und sich eine Trefferquote von 84% bescheinigt, die sich bei näherem Hinsehen allerdings als eher lächerlich entpuppte – dass seine Trefferquote genau der Zufallserwartung entsprach, konnte man leicht zeigen.
Später dann hatte ich eine Zeit lang ganz konsequent sein Experiment verfolgt, mit dem er – immer einen Monat im Voraus – prognostiziert ob der DAX an einem Handelstag steigt oder fällt. Immerhin, das Vorgehen ist hier aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen in Ordnung. Treffer sind eindeutig definiert, und das Berechnen der Trefferquote ist wirklich sehr leicht. Es war wieder einmal leicht zu zeigen, dass dieses Experiment eben keine auffälligen Trefferquoten lieferte, und auch in diesem Jahr sieht es bei diesem Experiment eher mau aus. Wobei ich die Tatsache, dass seine Trefferquote in 2013 im Moment gerade mal bei 46% liegt, als normale statistsche Schwankung ansehe.
Herr K. macht aber seit 2011 noch eine weitere Vorhersage, und um die soll es jetzt gehen. Was er da prognostiziert klingt so:
Wann geht die Börse runter? Psychologische Stimmung, Grundhaltung:
Jahresprognose (veröffentlicht am 09.01.2013) Börse weltweit in 2013
Dieses Mal versucht er also eine Art psychologische Stimmung astrologisch zu beurteilen – und er „misst“ seinen „Erfolg“ an Hand der Börsenindices DAX und DowJones. Mal sehen wie gut das bisher geklappt hat und wie gut seine Trefferquote ist. Beginnen wir im Jahr 2011 (auf der Webseite unter „Börse / Rückblick“ zu finden):
Januar: anfangs unruhig, auf und ab, ab 13. abwärts, ab 25. aufwärts
DAX: 6990 -> 7077 • DOW: 11.671 -> 11.879 ![]()
OK, das Häkchen soll also einen Treffer anzeigen. Aber war das wirklich so? Man kann ja die historischen Indexstände zum Beispiel bei yahoo-Finanzen einsehen, was ich natürlich auch gleich getan habe. Besonders unruhig war der Börsenmonat ja nicht, irgendwie „auf und ab“ geht es immer, dass es ab dem 13. Januar abwärts ging war nicht so ganz richtig und das mit dem „aufwärts“ ab dem 25. Januar ebenfalls nicht (DAX: am 13.1. 7075; am 25.1. 7059 und am 31.1. 7077; DowJones am 13.1. 11731; am 25.1. 11977 und am 31.1. 11891). Dass die Märkte über den Monat hin steigen hatte er nirgends vorausgesagt – wofür also das Häkchen? Aber weiter zum Februar:
Februar: ein „schwarzer Monat“
DAX: 7184 -> 7272 • DOW: 12.040 -> 12.187
Der „schwarze Monat“: 21.02.-18.03.2011, DAX verlor 9 %, DOW 4 % ![]()
Das am Ende der letzten Zeile zu findende Häkchen ist eine absolute Frechheit! Wie man an den Daten sieht war der Februar eben kein „schwarzer Monat“ – beide Indices sind leicht gestiegen …
März: Erholung
DAX: 7223 -> 7041 • DOW: 12.058 -> 12.320 ![]()
Und wieder ein Häkchen … … obwohl es beim DAX einen Verlust von über 2,5% gab. Bestenfalls ein halbes Häkchen wäre angebracht gewesen – und zwar für die bisherigen drei Monate. Während sich in der Logik des astrologischen Prognostikers also quasi bereits 3:0 Treffer ergeben haben sieht der gesunde Menschenverstands bestenfalls das Verhältnis 0,5:2,5. Von April bis November kann ich dem Herrn sogar zustimmen, bei 5 von 8 Monaten gestehe auch ihn ihm Treffer zu, dazu 3 Nieten – fehlt nur noch der Dezember:
Dezember: unstet, instabil, auf und ab, seitwärts
DAX: 6036 ->5898 • DOW: 12.020 -> 12.218
![]()
Hmmm – wenn der DAX also um etwa 2% fällt ist das „seitwärts“, wenn der DOW um weniger als 2% steigt ist das nicht seitwärts???? Und wie war das im Mai?Weniger als 2% Verlust im DOW waren ein Beleg für „abwärts“? Also irgendwie sind die Trefferdefinitionen doch sehr widersprüchlich. Mehr als 50% Trefferquote kann man ihm für 2011 nicht zugestehen.
Und 2012? Da geht es eigentlich genau so weiter. Immerhin gibt er jetzt auch eine Gesamtperformance an:
Monatsprognosen: 2 x unentschieden, 3 x falsch, 7 x richtig = 70 % richtig.
Na ja, die 2* Unentschieden addieren sich zu 8 aus 12 statt 7 aus 10 – dann wären es also nur 66%. Aber die einzelnen „Treffer“ sind auch ein wenig zweifelhaft, insbesondere wenn man sie mit denen aus dem letzten Jahr vergleicht. So hatte er sich im April einen „Abwärts-Treffer“ auch für den DOW gutgeschrieen, obwohl der Index nur um etwas mehr als 0,3% fiel (im Jahr vorher fiel das noch unter „seitwärts“). Änliches ist das im Dezember (da fiel der DOW um weniger als 0,2%) und auch der vermeintliche DAX-Aufwärtstreffer im November ist mit weniger als 1% eher zweifelhaft.
Aber das zeigt schon das Hauptproblem dieser Prognosen. Eine genaue Definition von „aufwärts“, „abwärts“ oder „seitwärts“ sucht man vergebens und die von Herrn K. selbst getroffenen Abgrenzungen sind widersprüchlich. Sow erden seine vermeintlichen Treffer einfach nur noch lächerlich.
Und für 2012 macht der Mann genau so weiter:
Januar: unruhig, abwärts
DAX: 7779 -> 7776 • DOW: 13.332 -> 13.861
/ ![]()
Eine Differenz von ganzen 3 Punkten beim DAX ist also ein Beleg für „abwärts“?
März: ruhig, aufwärts
DAX: 7742 -> 7795 • DOW: 14.054 -> 14.579 ![]()
Eine Differenz von weniger als einem Prozent beim DAX ist also ein Beleg für „aufwärts“? Nicht doch „seitwärts“?
Nein, so kann man nicht zeigen, dass irgendwelche astrologischen Analysen sich für die Voraussage von Aktienmärkten eignen. Dafür müsste Herr K. sich schon vorher ein wenig genauer dazu äußern, was denn nun als Treffer für seine Prognosen anzusehen ist – und was eben nicht!
Zum anstehenden Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München durften wieder mal ein paar Viecher das ergebnis voraussagen – und wahrscheinlich werden bis Samstag noch ein paar dazu kommen. Dabei war die Meldung aus dem Handelsblatt wohl etwas voreilig, denn dass sich alle Orakeltiere einig wären, davon kann keine Rede sein. OK, Orang-Utan Walter (aus dem Dortmunder Zoo, wenn der auf die Bayern setzt kriegt er keine bananen mehr), Schabrackentapir-Baby Baru aus dem Leipziger Zoo und die Zwergotter Ferret und Mörmel aus dem Tierpark Aue haben tatsächlich auf einen Sieg des BVB gesetzt, aber das aus den Vorjahren bekannte Trötorakel Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen war da anderer „Meinung“ und kickte eindeutig ins Dortmunder Tor (war auch bei der ARD in „brisant“ zu sehen).
Auf youtube gibt es noch weitere Orakeltiere, deren Prognosen wie folgt ausfallen:
Warum sich die wahrscheinlich bayrischen Besitzer so freuen, dass ihr Hund aus dem Dortmunder Schälchen frißt weiß ich allerdings nicht – sie finden es einfach gut, dass das Tier überhaupt das Futter findet, und deuten diese „Prognose“ gleich gar nicht. Ebenso ist das bei Katze Lena, die sich auch von furchtbarer Musik nicht davon abhalten lässt ihre Brekkies aus dem Schälchen neben dem Bild mit den Dortmunder Spielern zu knurpsen. Aber ob das jetzt wie bei den klassischen Tierorakeln auf einen Sieg von Dortmund hinweist, oder ob sich deshalb – wie beim oben erwähnten Schneckenorakel – die Bayernfans mehr Hoffnung machen können (wenn sie dann an so einen Unsinn glauben wollen), das ist nicht so ganz klar. Nach den bisher eindeutigen Prognosen liegt Dortmund mit 5:2 vorne, also genau dem Ergebnis des letztjährigen DFB-Pokalfinales.
Ob es für die BVB-Fans ein gutes Omen ist, dass auch ein Astrologe ihr Team im Vorteil sieht? Laut Thomas Georgiev „sieht es für den frisch gebackenen deutschen Meister im Stundenhoroskop ziemlich düster aus„. Ich vermute ‚mal, dass es bis Samstag noch weitere Prognosen geben wird – sei es tierische oder astrologische. Wenn ich noch etwas finde werde ich Updates nachreichen.
Update 23.5.:
Wie erwartet wurden noch weitere tierischen Champions-League-Final-Orakel entdeckt, und wenn man den Tieren glauben darf, dann siehts für die Bayern wirklich schlecht aus. Fangen wir mit den Tentakelträgern an: Ein Krake namens Paul aus dem Sealife in Oberhausen (wer erinnert sich nicht?) hat nach über 73 Minuten auf Dortmund gesetzt, seine Artgenossin, die Krakendame Rosi aus Rosenheim ist sich schon nach knapp 6 Minuten sicher: Bayern gewinnt.
In dieser kleinen Fotoserie haben sich gleich 5 tierische Prognostiker verewigt. Zwei davon schickt der Dortmunder Radiosender 91.2 ins Rennen, und klar, dass Kaninchen „Drops“ auf Dortmund setzte. Der Sender hatte außerdem noch die superwitzige Idee zwei Katzen zwischen Futterschälchen (BVB) und Kaktus (FCB) wählen zu lassen. Das Ergebnis war wenig überraschend. Die Präferenz für das Dortmunder Logo teilen auch eine Amsel (Futterwahl) und ein Hund aus dem Chiemgau (dieser hinterlässt dort allerdings sein Häufchen). Da fällt Hund Paula, der den Bayern-Fressnapf wählt, kaum mehr ins Gewicht.
Noch eindeutiger ist die Präferenz für Dortmund bei den Astrologen. Neben dem oben erwähnten Herrn Georgiev setzen auch Christian Kraut ( in seinem Capriquaricorn Blog) und die Britin Sally Kirkman auf den BVB.
Und noch ein Votum für die Dortmunder findet sich: Das FirstAffair Erotik Orakel sieht die Dortmunder ebenfalls im Vorteil – aber ob ein Erotikranking wirklich etwas über das Ergebnis eines Fußballspiels aussagen kann? Ich weiß ja nicht …
Update 2 (6 Stunden vor dem Finale):
Und hier die letzten tierischen Orakel zum Champions League Finale:
Es bliebt also bei der Mehrheit für schwarz-gelb (auch wenn diese Samlung natürlich – wie immer – keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt).
Und auch von Astrologenseite gibt es noch etwas: Bei der Astrologiezeitung Loop! wird schon jetzt irgendwie der Spielverlauf beschrieben – auf eine Nennung des Siegers alerdings verzichtet. Dafür gibt es ein paar Uhrzeiten, an denen etwas passieren könnte. Also irgend etwas, irgendwie ist das alles schon wieder sehr kryptisch, denn es liest sich zum Beispiel so:
Mars am DC (20:05 h bzw. 21:05 h MESZ) : Das ist ein erster Paukenschlag. Mars als Symbol für einen Angriff, der eventuell Folgen hat. Steht ein Planet genau auf einer der Hauptachsen wird in der zu erzählenden Geschichte ein Marker gesetzt. Jetzt findet etwas Wichtiges statt, die Geschichte bekommt eine einschneidende Wendung.
OK, eine Wendung kann man in alles hineindefinieren … … aber was ist damit:
Alleine dieser Umstand schreibt einen Teil unserer Geschichte fest: in der Zeit zwischen 20:02 h und 20:12 h wird dieses Spiel einen Ereignishöhepunkt erreichen. Der Umstand, dass als Auslöser Mars fungiert weist tatsächlich auch auf ein mögliches Tor (evtl. sogar zwei in kurzem Abstand) hin. Nimmt man nun das Gesamtbild drängt sich einem der Eindruck auf, dass Jupp Heynckes der Nutznießer dieses Moments sein müsste, denn zumindest der Uranus von Klopp steht schwer unter mundanem „Aspektbeschuß“. Merkur und Venus sind kurz davor ein exaktes Quadrat zu bilden, nimmt man jetzt all das zusammen, würde man als klassischer Wald- und Wiesenastrologe Omas Klein-Häuschen darauf verwetten, dass die Bayern jetzt in Führung gehen.
Oh, eine klare Aussage? Nein, natürlich nicht:
Allerdings könnte das Häuschen dann auch schnell weg sein, denn ganz so einfach lässt sich der Kosmos dann doch nicht in die Zeitkarten schauen. Das etwas passieren wird und das Spiel einen Höhepunkt erreicht, ist sicher. Um heraus zu finden, wer der wahre Nutznießer sein wird, bedarf es aber mehr als nur der Zusammenfügung einzelner, gängiger Faktoren. Denn Kloppo hat Uranus und Merkur in seinem Radix im Sextil zueinander stehen, unter solchen Voraussetzungen kann ein Quadrat dann manchmal auch nur formgebend für etwas Positives sein.
Und wieder scheut der Autor eine klare Aussage, außer der, dass zwischen ungefähr der 17. und der 27. Spielminute (die Zeitanagben entsprechen der Londoner Zeit) irgendetwas Wichtiges passieren wird. Es werden natürlich noch weitere Zeitpunkte genannt, aber statt des ganzen Textes hätte mich viel mehr eine halbwegs exakte Prognose interessiert … … war aber wieder ‚mal nichts.
Na ja, gar nicht – aber Wolfgang Nitschke kann das viel besser erklären:
Sie dürfen niemand Grüßen, indem Sie Ihren Daumen in die Nase stecken und mit den Fingern wackeln.
Stellt man sich das bildlich vor fragt man sich unwillkürlich, wer denn auf eine solch schwachsinnige Idee kommen könnte. Das sieht doch so bescheuert aus, dass der Delinquent sich so lächerlich macht, dass eine Bestrafung nun wirklich unnötig ist. Immerhin weiß ich jetzt auch, dass ich bei meinem geplanten USA-Kurztrip im Juli nicht mit einem Kamel auf einer Autobahn reiten werden darf. Nicht dass ich Solches vor hatte – aber es ging ja auch gar nicht um irgendwelche komischen Gesetze in den Staaten, sondern um eines, in einem ganz bestimmten Staat, und der liegt in Afrikas Süden. Es handelt sich um Swasiland, und gemäß dieser Meldung (die ein Skeptikerkollege auf Facebook gepostet hatte):
dürfen dort Hexen mit ihren Besen nicht höher als 150m fliegen!
Im Falle der Zuwiderhandlung soll eine Strafe von bis zu 500.000 Rand (das sind weit über 40.000 Euro) verhängt werden können. Quatsch? Klar! Aber ob es ein Quatsch der Gesetzgebung in dem Königreich ist, oder einfach eine durch nichts abgesicherte Nonsensmeldung ist nicht wirklich klar. Immerhin werden in der Meldung weitere Irrationalitäten der entsprechenden Regierung benannt – und es gibt weitere Quellen (hier und hier, die aber natürlich abgeschrieben sein könnten). Für die Seriosität der Quelle spricht allerdings, dass eine andere Story von heute Nachmittag inzwischen als hoax gekennzeichnet wurde. Aber wer an fliegende Hexen glaubt, der glaubt wohl auch, dass ein Schwede sich mittels an einem Hornissennest praktizierten sexuellen Handlungen aus dem Genpool entfernt hat …
Meiner Enthaltsamkeit beim Schreiben von Blogartikeln sind auch die Lesebefehle zum Opfer gefallen. Auch das soll sich wieder ändern …
Mit den wissenschaftlichen Studien zum Thema Homöopathie beschäftigt sich ein neuer Blog seit Anfang Mai. Das Ziel von Autor Dr. Norbert Aust ist es dabei, die von Homöopathieanhängern immer wieder zitierten, vermeintlich positiven, Studien zu analysieren. Schon der erste Text zu einer – auch in der Sendung des BR erwähnten – schweizer Studie zu Homöopathie und ADHS ist absolut lesenswert. Auf jeden Fall ein Block zum bookmarken (ist das jetzt eigentlich korrektes Deutsch?):
Bei panagrellus hatte ich schon länger nicht mehr vorbei geschaut, und damit fast ein Highlight versäumt . Er bezieht sich beim Abdruck einer wirklich eindrucksvollen Grafik zum Thema „Impfen“ auf den „Skeptical Dad“ Matt Kaiser, der die Grafik bei Mathew Herper (Forbes) gefunden hatte. Erstellt hat das Bild der Grafiker Leon Farrant. Erklärungen gibt es natürlich unter:
Die im Heilmittelwerbegesetz versteckten Fallstricke haben kürzlich die DHU ins Stolpern gebracht. Sie waren so stolz darauf, dass Ursula Karven nicht nur für sie warb, sondern sich auch für den Playboy nackig machen durfte. Blöd nur, dass die Richter vom OLG Karlsruhe die Werbung der DHU als Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz einstufte. Näheres im GWUP-Blog:
Und wenn wir schon bei Schüßler-Salzen sind: Auf die folgende Beschreibung zu Schüßler-Salzen in Excanwahns Bullshit-Blog kann man nicht oft genug hinweisen:
… und auf jeden Fall bis zum Ende lesen. Der Nachtrag nach dem Quellenangaben ist absolut köstlich!
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