Herr D., verschwundene Prognosen, taggenaue Treffer und ein Deja-Vu

10 01 2009

Als ich im Laufe der letzten Tage des abgelaufenen Jahres einen kurzen Beitrag zu ein paar vorliegenden Prognosen für 2009 schrieb war mir nicht klar, was ich damit auslösen würde. Es begann eigentlich recht harmlos und hatte gar nichts mit dem Blogbeitrag zu tun, denn die Mail, die ich am 30.12. von Herrn Lieblein erhielt hatte mich eher erheitert. Darin stand übrigens, dass ich die Kopie von D.’s Texten von meiner Webseite nehmen sollte, da die Webseite „Planetenwelt“ dieser Veröffentlichung nicht zugestimmt habe und dass ansonsten rechtliche Schritte eingeleitet würden. OK, gefragt hatte ich wirklich nicht, aber ich hatte den Text selbstverständlich mit einer vollständigen Quellenangabe und einem Link versehen … … denn Prognosen ohne Quellenangabe verwende ich generell nicht. Dass ich den Text dann von meiner Webseite entfernt habe hat übrigens nichts mit den angedrohten rechtlichen Konsequenzen zu tun, ich habe dies schon öfters getan, wenn man mich freundlich darum gebeten hat. In diesem Fall konnte ich mir aber einen Kommentar nicht verkneifen, denn die Androhung rechtlicher Konsequenzen fand ich übertrieben und deplaziert.

Was danach kam ist bereits bekannt: Einen Tag später wurde ich von Herrn D. aufgefordert auch den Link zu seiner Seite zu löschen, in einer weiteren Mail informierte mich Herr D. unter der Überschrift „Erfreulich“, dass er die Sache seinem Medienanwalt übergeben werde.

Da sich auch andere Blogger plötzlich mit dem Thema beschäftigten sah sich Herr D. dann wohl auch genötigt, einen Kommentar zu der ganzen Situation abzugeben – und er tat dies, in dem er sich im Blog von Stefan Niggemeier zum Artikel „Schicksalsstromausfall bei Herrn Lestat“ zu Wort meldete. Thema war dabei auch eine verschwundene Prognose, die Ulrich Berger in seinem Blog „Kritisch Gedacht“ zitierte und die auf der Webseite des Herrn D. nicht mehr zu finden waren (im google-Archiv abr schon …).  Diese Prognose – zur US-Präsidentenwahl und übrigens völlig falsch – gibt es zwar noch im Internet, aber eben nicht mehr auf Herrn D.’s eigener Seite sondern im Archiv von astrologie.de.

Interessant an der ganzen Sache ist zunächst mal die – in Diskussionen mit Astrologen und anderen Esoterikern immer wieder zu beobachtende – „Zielverschiebung“, mit der Herr D. seine Aktionen rechtfertigt. Erst war es das Zitieren seiner Prognosen, dann die Verlinkung die ihm nicht gefiel – schlußendlich gibt er im Kommentar 44 bei Stefan Niggemeier zu, dass er sich über meine Kommentierung geärgert hat.  Tja, da hätte er eben bessere, bzw. exaktere Prognosen stellen müssen, denn nebulöses Geraue kann man nur als solches bezeichnen.  Dass Herr D. sich nun einer Art „Hexenjagd“ ausgesetzt sieht ist wirklich amüsant – das hatte er offensichtlich trotz seiner behaupteten Fähigkeiten nicht vorausgesehen. Seine sonstigen Ausflüchte („Im Übrigen fallen natürlich immer Texte von meiner HP raus, um Neuem zu weichen. „) zur verschwundenen Prognose braucht man nicht zu kommentieren – denn komischerweise fliegen Texte, die er für „Treffer“ hält selbstverständlich nicht von der Webseite. Aber der Text ist ja noch da, und außer seinen grottenfalschen Spekulationen zur US-Präsidentenwahl soll ja der Rest seiner Prognosen  eingetroffen sein – behauptet er zumindest im Kommentar Nr. 60:  „Allerdings ist der Rest der Prognose sogar auf den Tag eingetreten!

Schauen wir uns also den Rest seiner „taggenau eingetroffenen“ Prognose an:

„Berufliche Krisen und Unfallgefahren zeigen die Sterne vom 15. Oktober bis 5. November an. Der Höhepunkt dieser Konstellation ist die Phase kurz vor Neumond vom 24. bis 26. Oktober. Also: Passen Sie auf sich auf!“

Interessant, aber für wen soll dieses Blabla gelten?

Von Spannungen geprägt ist vor allem die letzte Wochen im Oktober. Vor allem in dieser Zeit drohen Unfallgefahren.

Für wen drohen Unfallgefahren? OK, für jeden, der sich in den Straßenverkehr begibt, und nicht nur in der letzten Woche im Oktober sondern an 365 Tagen im Jahr.

Mit zu den möglichen Szenarien gehört auch ein Erdbeben.

Ein Erdbeben? Wo? Welche Stärke? Erdbeben gibt es auf diesem Planeten jeden Tag

Die Sterne raten für diese Zeit zu unbedingter Vorsicht. Das gilt auch für Dinge, die Sie unterschreiben, also beispielsweise Verträge.

Bei Verträgen sollte man immer vorsichtig sein und das Kleingedruckte lesen …

Mars und Neptun stellen sich ab 3. November »quer«.

Uiuiui – klingt ja ganz gefährlich!

Der schwierige Neptun-Einfluss kann Unwetter, Überschwemmungen, Probleme durch Giftstoffe oder die Ausbreitung epidemischer Krankheiten bedeuten.

Und? Was ist davon eingetreten? Wo hat Herr D. seine taggenauen Treffer für diese – übrigens durch die Formulierung „ab“ nicht taggenaue! – Prognose aufgelistet? Und was ist das Besondere daran, wenn irgendwo auf der Welt eines dieser Themen durch die Nachrichten geht?

Durch das T-Quadrat von Saturn, Venus und Uranus kann es Anfang November außerdem zu Unruhen oder zumindest zu einer plötzlich steigenden Unzufriedenheit der Menschen kommen. Diese Phase mahnt unter anderem zur Zurückhaltung in Sachen Liebe und Partnerschaft. Unter dieser Konstellation ist ein Scheitern von Friedensverhandlungen auf politischer Ebene sehr wahrscheinlich.

Dieser Abschnitt ist einfach herrlich wenn man bedenkt, dass das Ganze ja taggenau eingetroffen sein soll: Welche Unruhen wurden hier vorausgesagt? Welche steigende Unzufriedenheit der Menschen (und wie wurde das gemessen?)? Wieso geht es dann zwischendurch wieder um Liebe und Partnerschaft? Und an welche Friedensverhandlungen denkt Herr D., wenn er seine Prognosen als taggenau eingetroffen bezeichnet? Ich vermute mal, dass er hier nicht antworten wird, obwohl mich seine Antworten auf Basis seiner vollmundigen Behauptungen wirklich interessieren würde.

Der Fernsehkritiker hat durch seinen Kommentar 62 in Niggemeier’s Blog übrigens ein wunderschönes Deja-Vu bei mir ausgelöst: Gestern abend blieb ich beim Zappen auf Astro TV hängen, als niemand anderes als Herr D. persönlich einer Anruferin gute Gewinnchancen im März oder April aus den Karten herauslesen zu können glaubte. Vorher hatte er vorsichtshalber gefragt, ob sie überhaupt an Glücksspielen teilnimmt (es war leider die „anonyme Runde“, so dass man die Anruferin Christa nicht hören konnte), denn das schienen die Karten ja nicht zu zeigen. Der YouTubeLink des Fernsehkritikers lieferte zwischen 1:00 und 1:10 genau die gleiche Prognose (mit unterschiedlichem Monat)… … und der Rest ist nicht nur durch die präzise Kommentierung sehenswert. Wie Herr D. ab Minute 2 eine ihm völlig fremde Person auf Basis des Geburtsdatums als beziehungsunfähigen Lügner (und einiges mehr) charakterisiert ist schon ein starkes Stück. Im Deutschen Astrologen Verband dürfte Herr D. ja wohl nicht sein, denn gegen dessen „Gelöbnis“ (Punkt III. der „Berufsordnung„) verstößt Herr D. hier durchgehend. Im Gelöbnis steht:

Dazu gehört, dass ich nicht ohne Zustimmung der Horoskopeigner im Auftrage Dritter (etwa einer Partnerin / eines Partners oder gar eines Arbeitgebers) Gutachten erstellen werde, die den Horoskopeignern zum Nachteil gereichen könnten.

Dass hier der Astrologen Verband davon ausgeht, dass solche „Gutachten“ für irgend etwas gut sein sollen, das steht natürlich auf einem anderen Blatt.





Nachhilfe im Prozentrechnen: Was sind 100%?

5 01 2009

In Wikipedia steht: Zahlenangaben in Prozent (lat.-it. vom Hundert, Hundertstel) dienen der Veranschaulichung und dem Vergleichbarmachen von Größenverhältnissen, indem die Größen zu einem einheitlichen Grundwert (Hundert) ins Verhältnis gesetzt werden. Normalerweise halte ich mich bei Prozentangaben zu Trefferquoten zurück – es sei denn es macht tatsächlich Sinn eine Prozentangabe zu berechnen. Bisher war das erst zwei Mal der Fall, und beides Mal ging es um den Astrologen Karsten F. Kröncke – ein Mal um seine „Abwärtsprognosen“ (die er seit 2005 nicht mehr veröffentlicht) und beim 2.Mal um seine DAX-Prognosen (deren Trefferquoten er seit 2008 übrigens ordentlich dokumentiert – vorher hat er bei seinen behaupteten Trefferquoten entweder bisweilen übertrieben oder er war damals der Prozentrechnung nicht mächtig).

Jetzt wirbt die Astrologin Iris Treppner mit hohen Trefferquoten, und da schaue ich doch gerne mal nach, ob hier nicht doch ein wenig Nachhilfe im Prozentrechnen gefragt ist. Frau Treppner hat nicht nur eine ganze Reihe von Webseiten registriert (http://www.astro-pferde.com/, http://www.astro-wetten.com/, http://www.treppner-kartenlegen.de/), hinterlässt bisweilen positive Kommentare zum Wahrsagercheck (z.B. hier oder da), war bei den RTL-Wahrsagern zu sehen und lässt sich von der Regenbogenpresse zu Prognosen hinreißen. Hier geht es allerdings um eine andere Webpräsenz von ihr: http://www.astro-boerse.com/. In ihrer Rückschau auf 2008 behauptet sie eine Trefferquote von 86% – belegt sie aber nicht. Hübsch auch ihr Kommentar: „Werte, bei denen ich keine 65 % erreicht habe, werden in Zukunft von der Website entfernt“. Klar, wenn ich alle Fehlprognosen entferne, dann muss ja ein hoher Prozentsatz herauskommen. Besonders interessant ist ihre Behauptung, sie hätte beim Goldpreis zu 100% richtig gelegen, bietet sie doch deshalb ihre Goldprognosen für 2009 und 2010 gegen ein geringes Entgelt von 150 Europro Jahr – zum Kauf an. In diesem Fall bietet sie ihre Belege als pdf-Datei zum Download an, und die musste ich mir natürlich anschauen und hätte sie gerne mit dem Goldfixing von 2008 verglichen. Das geht allerdings gar nicht, denn Frau Treppner legt sich überhaupt nicht fest was sie meint, wenn sie schreibt, der Goldpreis könnte an einem bestimmten Datum steigen oder fallen. Gilt das gegenüber dem Vortag? Und wenn ja geht es um das Vormittagsfixing gegenüber dem Nachmittagsfixing des Vortags oder sollen die beiden Nachmittagsfixings verglichen werden? Geht es um den Preis in Dollar, britischen Pfund oder Euro? Und das mit dem ungefähren Datum habe ich ja schon in den oben verlinkten Texten über Herrn Kröncke im Detail ausgeführt.

Aber die genaue Sicht ist bei einer 100%-Behauptung gar nicht notwendig, denn 100% heißt, dass jede Prognose richtig sein muß – und sie sagte ja z.B. auch Folgendes voraus:

Februar/März/April – geschäftliche und wirtschaftliche Hochburg, der Kurs könnte noch einmal kräftig steigen

Tja, Der Goldpreis lag beim ersten Fixing am 1.2. bei 933 USD, Ende April (Nachmittagsfixing 30.4.) jedoch bei  871 USD. Eine wahrlich kräftige Steigerung …





Wahrsager auf RTL – Trash mit mieser Quote

4 01 2009

Gestern abend lieferte RTL mit seiner WahrsagershowDOKUMENTATION eine Stunde lang den Beleg, dass Wahrsager und Astrologen sich zwar gerne mit Treffern aus der Vergangenheit schmücken, für die Zukunft aber dann lieber doch nichts Konkretes voraussagen wollen. Im Life-Blog bei Astrodicticum Simplex trauten sich die Komentatoren viel bessere Prognosen zu – aber das natürlich nur außer Konkurrenz. Sollte BLOG-Teilnehmer(-in?) Bartleby Recht behalten („Heidi Klum wird Bundeskanzlerin, und Merkel heiratet Boris Becker, sie werden sieben Kinder haben und Becker wird dann Familienministerin. So sagt mein vollgeschneutztes Taschentuch.“), dann ist eine Erwähnung im nächsten Jahresrückblick selbstverständlich garantiert.

Das Panoptikum der selbsternannten Zukunftskenner war schon beeindruckend – hauptsächlich jedoch wegen der Skurilität der vorgestellten Auguren. Rolls Royce Liebhaber Lennart Wolf zum Beispiel scheut sich nicht seine Prognosetreffer aus der Vergangeheit auf seiner Webseite zu präsentieren – und zeigt, dass er trotz seiner jungen Jahre die Technik des ungenauen Schwafelns schon gar nicht so schlecht beherrscht: Nichtssagendes allgemeines Geraune, dass im Nachhinein mit den richtigen Namen versehen wird … … das kann ich auch:

2009 wird es Gewinner und Verlierer bei der Bundestagswahl geben, eine in der Öffentlichkeit stehende Person wird heiraten, eine andere sterben; eine Frau wird für Schlagzeilen sorgen und ein Fußballverein wird seinen Trainer entlassen.

Die entsprechenden Namen werde ich am Jahresende nennen – und Lennart Wolf zu einem Prognosetreffer gratulieren falls Carla Bruni wirklich schwanger wird.

Elizabeth Tessier hat sich trotz einer endlosen Reihe von Fehlprognosen auch dieses Mal wieder die Ehre gegeben und immerhin zugegeben, dass sie ein wenig spinnt. Wer sich über ihre Doktorarbeit informieren will, dem empfehle ich einen Text von Henri Broch und Jan Willem Nienhuys zu diesem Thema. Wenigstens hat sie mal wieder ein Datum genannt, aber was dann Ende Januar wirklich passieren wir werden wir ja bald wissen.

Das Spargelmikado (Copyright by „Gockel“ im Liveblog) hat mir übrigens von der Methode her am besten gefallen. Eine wunderbare Ergänzung der eh schon recht langen Liste von  Wahrsagemethoden, jetzt fehlt nur noch die vor einigen Jahren beim Bier auf der Skeptikerkonferenz entwickelte Methode der Flatomantie – des Wahrsagens aus der Deutung von Furzgeräuschen…

Die einzigen Helden waren meines Erachtens die afrikanischen Wahrsager. Wunderbar, wenn beimThema „Wirtschaft“ die Erntezeit erwähnt wird und noch schöner das Lottozahlenraten mittels geworfener „Knöchelchen“. Wobei ich mich immer noch frage, was in den hunderten von Gläschen und Döschenauf denen der afrikanischen Wahrsager zu sitzen schien wohl drin ist.

Immerhin gibt es jetzt ein paar neue Prognosen für die kommende Jahresrückschau – eine Prognose darüber, ob eine solche Sendung im nächsten Jahr eine Neuauflage erfährt traue ich mir jedoch nicht zu. Die Quote war ja nicht ganz so toll …





Das erwartet uns 2009 (Teil 3) – Regenbogenpresse

1 01 2009

Schon auf dem Cover von „Echo der Frau“ (Nr. 1, 23. Dezember 2008) steht in großen Lettern Letizia – Schicksalsjahr 2009 – Was ihr eine Wahrsagerin prophezeit und der Inhalt ist – gelinde gesagt- eine Frechheit. „Letizia ist psychisch krank“ steht im Text, sowie Mutmaßungen über Depressionen, Ehekrisen, und die Vorhersage, dass sie kein weiteres Kind bekommen wird verbunden mit fast schon makabren Satz „… ist für die junge Frau ein derart schwerer Schlag, dass sie sich davon kaum erholen wird.“  – man fragt sich, was das Medium Soraya eigentlich gegen die spanische Thronfolgersgattin hat. Bleibt nur zu hoffen, dass Soraya ihre Prognostik auf das „Echo der Frau“ beschränkt – über die Folgen einer solchen Prognose für einen an diesen Mumpitz glaubenden Menschen in einer „Problemsituation“ mag ich gar nicht nachdenken.

Friedlicher geht es in der Fernsehzeitschrift „auf einen Blick(Nr. 52, 17.12.2008 ) zu. Den Rest des Beitrags lesen »





Was uns 2009 erwartet (Teil 2) – Allgeiers Astrologisches Jahrbuch

31 12 2008

Jedes Jahr werden verschiedene Almanache veröffentlicht, und manchmal kaufe ich mir auch den ein oder anderen. So habe ich Allgeier’s Astrologisches Jahrbuch (ISBN-Nr. 978-3-9809098-5-3) erworben und fand überraschenderweise noch eine Prognose für 2008:

Zwischen den Israeli und den Palästinensern könnte Ende 2008 tatsächlich so etwas wie ein vorläufiger Friedensvertrag zustande gekommen sein. Den Rest des Beitrags lesen »





Was uns 2009 erwartet (Teil 1) – NEU! Mit 2 Mails von Herrn D.!

30 12 2008

Die Prognosen für 2009 trudeln so langsam ein, und wie immer sind die Prognosen besser vorhersehbar als die Ereignisse, die die Auguren voraussehen wollen. Im Folgenden ein paar Beispiele aus dem Internet für die üblichen Prognosetexte:

Rosalinde Haller raunt – wie seit vielen Jahren – bedeutungsschwanger von diversen Katastrophen – und bleibt so unkonkret wie ein Meteorologe, der für den nächsten Tag irgendwo in der Welt Regen voraussagt. Nur die Probleme mit dem Kanaltunnel (wenn denn dieses gemeint ist, in Groß-Britannien und Frankreich gibt es ja mehrere Tunnels) ist zumindest ein wenig konkret und jede Zugverspätung kann sie sich ja schon als „Treffer“ buchen. Im Original sieht das dann so aus:

England-Frankreich


Probleme mit Tunnel.

Japan


Erdbeben, Seebeben, Umwelt-Probleme.

China


Hochwasser, Dammbrüche, Landesinnere; Wasser – Not –Trockenheit Mittleres Erdbeben.

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Nikki Pezaro in Hochform – ca. 200 Prognosen für 2009

23 12 2008

Wie in den Vorjahren hat Nikki Pezaro – ein kanadisches Medium – wieder zu einem Rundumschlag ausgeholt und eine lange Liste von Prognosen auf ihrer Webseite veröffentlicht, und schon beim ersten Überfliegen ist klar, dass sie gegenüber den Vorjahren nichts von ihrer Skurrilität eingebüßt hat. Ihre Prognosen hat sie nach Themen sortiert und dann sogar durchnummeriert – allerdings muß man sich beim Lesen fragen, ob die doppelte Nennung einer „Prognose“ eine höhere Wahrscheinlichkeit symbolisieren soll oder ob sie nur nicht wußte wo eine bestimmte Prognose geschickterweise einzusortieren ist.

Und zum Darwin Jahr 2009 liefert sie mit Prognose Nr. 13 der „World Predictions“ das absolute Highlight: ich bin schon mal gespannt, wer das Monster von Loch Ness fängt und wie es denn aussieht. Auch dass eine neue, grün gefärbte Bärenart in China gefunden wird (Nr. 49) dürfte Biologen interessante Forschungsobjekte bescheren. Ansonsten gibt es die üblichen Katastrophen- und eine lange Liste von Prominentenprognosen, von denen nicht wenige aus den Vorjahr herüberkopiert scheinen.

Gleich 3 Mal wird Barack Obama erwähnt (World Predictions 23 – 25): er ist also in Gefahr, es wird einen Mordanschlag auf ihn geben und er wird dann auch noch tatsächlich ermordet … … aber solches hatte Frau Pezaro auch für den scheidenden Präsidenten Bush mehrfach angedroht und außer dass er kürzlich einem Paar fliegender Schuhe ausweichen musste hat ihm das alles nicht geschadet.

Wirklichen Weitblick zeigt Frau Pezaro jedoch bei Prognose 73: „Stock Market up and down“ – so genau wollten wir es eigentlich gar nicht wissen …





Last Minute Wahrsager: Zwei Prognosen zum Jahresende

20 12 2008

Als Reaktion auf die Wahrsagerrückschau hat sich ein Wahrsager bei der GWUP gemeldet und 2 brandaktuelle Prognosen abgegeben:

23.-25.12.08 (wahrscheinlich 24.12.) Tod einer öffentlichen Person 
aus Wirtschaft oder Politik in D.

30.12.08  Gewalttaten an Kindern (Deutschland)

Der Mann hat zwar seinen Namen nicht genannt, aber ich bin schon mal gespannt ob er seine Prognosen – wie versprochen – zu gegebener Zeit verifizieren wird. Den Rest des Beitrags lesen »





Der Astrologenverband antwortet

17 12 2008

Zur jährlichen Prognoserückschau gibt es in diesm Jahr auch eine Antwort des Deutschen Astrologen Verbandes, die ich hier kommentieren möchte. Herr Schubert-Weller schreibt:

Es ist fragwürdig, Aussagen von offensichtlich unterschiedlicher Reichweite, die auf unterschiedliche Weise erarbeitet werden, in einer subjektiven Hitliste von Fehlprognosen einzelner von der GWUP benannter Prognostiker zusammenzuführen. Was immer die verschiedenen Prognoseansätze von Medien, Hellsehern usw. methodisch zu sein behaupten und ob sie denn einer Prüfung standhalten: Den wissenschaftlichen Anspruch, den die GWUP stellt, kann eine derart zusammengewürfelte und subjektiv erstellte Liste nicht erfüllen.

Im ersten Abschnitt kritisiert Herr Schubert-Weller die Prognoserückschau an sich – und eine Antwort darauf hätte er auf den Seiten der GWUP finden können. Den Rest des Beitrags lesen »





Die Quellen zum Prognoserückblick 2008

16 12 2008

Der Prognoserückblick ist veröffentlicht, und da ich immer wieder nach den genauen Quellen gefragt werde, habe ich hier mal eine Quellenliste für die verwendeten Prognosen zusammengestellt. Bei den Internetlinks ist zu beachten, dass sich manche Texte von Astrologen und Wahrsagern inzwischen geändert haben und das Onlinearchiv mancher Zeitung nicht allzu lange verfügbar ist (ich habe aber von allem eine lokale Kopie). Und jetzt geht’s los mit den Quellen:

Die EM-Prognosen:

Katastrophen und mehr:

  • Nikki Pezaro: Ihre vielen Prognosen gibt es unter http://www.psychicnikki.com/predictions.html#2008
  • Rosalinde Haller: Frau Haller hat auf ihrer Webseite ebenfalls ein wildes Sammelsurium an Prognosen. Zu finden unter dem Menupunkt „Prophezeihungen“ und dann natürlich unter 2008. Meine Lieblingsprognose ist die eines Atomunfalls in Russland, die mit dem Kommentar „wird vertuscht“ versehen ist …
  • Weltuntergänge werden „traditionell“ auf http://www.religioustolerance.org/endwrl14.htm gelistet.
  • Blossom Goodchild hatte es mit ihrer Außerirdischenposse zu ein wenig YouTube-Berühmtheit gebracht. Nach dem 14. Oktober hat sie übrigens ihre entsprechenden Prognosen aus ihrem BLOG gelöscht. Nachzulesen bei: http://en.wikipedia.org/wiki/Blossom_Goodchild

Börsenprognosen:

  • Die Prognosen stammen aus „Euro am Sonntag“, Heft 3/2008, Seite 30 und Börse Online vom 20.12.2007.

Promiprognosen:

  • Elizabeth Teissier’s Prognosen fanden sich in der Zeitschrift „Revue“, Heft 1/2008
  • Antonio Vazquez Alba‘s wurde zitiert auf http://www.20minuten.ch (am 7.1.2008)
  • Dagmar Wackermann liess sich in der Düsseldorfer Ausgabe des Boulevardblattes Express vom 4.1.2008 zu Aussagen über die lokale Prominenz bewegen
  • Sofia Sahir, Sabine Krause und Jeanne Philippi waren in „Alles für die Frau“; Heft 1, 2008 nachzulesen
  • der Link zu Nikki Pezaro ist ja oben schon angegeben

Wahrsager und Kartenleger Warnhinweis:

  • Der Warnhinweis wurde in den Tagesthemen als „Schlußlicht“ verwendet – und dass diese Nachricht durchaus Auswirkungen hat, kann man auf vielen (nicht allen) Seiten von britischen Wahrsagern und Kartenlegern auch nachprüfen. Dort gibt es nämlich inzwischen nicht selten gaaaanz weit unten und in der Regel in einer wenig augenschonenden Schriftgröße einen Satz zu lesen wie „This website and its psychic reading services are for entertainment purposes only.“ oder For entertainment only. Astrologer, Psychic ability not proven. So zu lesen zum Beispiel hier und hier oder da und dort. Ich bin mal gespannt, ob auch hierzulande diese EU-Richtlinie umgesetzt wird – wäre keine schlechte Sache, wenn bei Astro TV und ähnlichen Sendeformaten jeder Anrufer vor laufender Kamera erst einmal in entsprechender Weise aufgeklärt werden müsste …