Und schon wieder: Wahrsagerin verurteilt!

22 07 2009

Die Masche ist wirklich immer die Gleiche und ich wundere mich immer wieder, wie leicht es doch zu sein scheint, gutgläubigen Esoterikanhängern große Mengen an Bares abzunehmen. Dem Bericht des Bonner Generalanzeigers von heute ist eigentlich nichts hinzuzufügen – außer der Frage, wo denn die von der Täterin ergaunerten 33600 Euro (für die sich das Opfer verschuldete …) geblieben sind. Das Opfer wird in den nächsten 4 Jahren gerade Mal schlappe 50 Euro pro Monat (also insgesamt 2400 Euro) zurückerhalten was  wahrscheinlich nicht einmal die Zinsen für den aufgenommenen Kredit kompensieren dürfte. Ob das milde Urteil (7 Monate Haft auf Bewährung und Zahlung der erwähnten 50 Euro monatlich an das Opfer für 4 Jahre) nicht eher eine Ermutigung für Nachahmer darstellt? Hier die ganze Pressemeldung im Wortlaut:

Bonner Gericht verurteilt Wahrsagerin

Betrügerin kassierte 33 600 Euro für Fluchaufhebung mit Engelshilfe und verschwand

Von Rita Klein

Bonn. Als Wahrsagerin machte sich die Frau auf der Anklagebank im Sommer 2008 in der City an eine 27-jährige Frau heran – und bewies damit zumindest exzellente Menschenkenntnis: Die sensible und labile junge Frau befand sich gerade in einer gesundheitlich und emotional so verzweifelten Lage, dass sie für die Wahrsagerin leichte Beute war. Sie glaubte der Frau mit den angeblich übersinnlichen Kräften, dass ein Fluch auf ihr laste.

Und auch, dass die Wahrsagerin diesen Fluch mit Hilfe von Engeln vertreiben könne, wenn sie genug dafür zahle. Das tat die 27-Jährige, doch statt des Fluches war am Ende nur die angebliche Wahrsagerin mit insgesamt 33 600 Euro weg. Da suchte die 27-Jährige Hilfe bei höchst irdischen Instanzen, erstattete Anzeige und sieht die Frau, die ihre Hilfsbedürftig- und Gutgläubigkeit so schamlos ausgenutzt hat, nun vor Gericht wieder.

Schweigend hört sich die 28-jährige Angeklagte an, wie ihr Opfer schildert, was vor einem Jahr geschah: Wie die Frau sie als Wahrsagerin angesprochen und ihr auf den Kopf zugesagt habe, dass sie Hilfe brauche. Und da sie im Kontakt mit Engeln stehe, wisse sie, was zu tun sei, um den Fluch zu bannen. Das habe allerdings seinen Preis. Die verzweifelte junge Frau zahlte für drei angebliche Kerzen- und weitere Fluchbannungsrituale mit Engelsbeistand 2 600 Euro. Besser ging es ihr danach nicht.

Und so holte die Wahrsagerin am 27. August zum finalen Coup aus. Sie versprach der 27-Jährigen die endgültige Aufhebung des Fluches, wenn sie für ihre fünf Engel so viel Geld wie möglich bei der Bank leihe.

Aber wichtig sei: Eine blonde Bankmitarbeiterin müsse es ihr geben. Mit diesem Geld müsse sie in weißem Kleid und mit roten Rosen nach Saarbrücken kommen, ihr das Geld und zwei Ringe geben, damit sie, die Wahrsagerin, damit dreimal betend um die Kirche laufen könne.

Das Geld müsse die 27-Jährige dann zurück zur Bank bringen, wo sie es nur einer dunkelhaarigen Mitarbeiterin geben dürfe. Ihr Opfer lief von Bank zu Bank, bis ihr eine 31 000 Euro lieh, fuhr mit dem Geld nach Saarbrücken, gab es der Wahrsagerin – und sah es nie wieder.

„Hat Ihnen denn keiner Ihrer Engel gesagt, dass Sie das nicht tun dürfen?“ fragt Schöffenrichter Frank Liegat die Angeklagte süffisant. Die Mutter von vier Kindern, die von Sozialhilfe lebt, beteuert zwar, dass sie alles bereue.

Doch sie verzieht höchst verärgert das Gesicht, als das Gericht sie nicht nur wegen Betruges zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, sondern auch vier Jahre lang zur monatlichen Zahlung von 50 Euro an das Opfer. Das ist mittlerweile völlig verschuldet.

Artikel vom 22.07.2009





… und wieder keine SoFi-Katastrophe

22 07 2009

Heute morgen gab es eine Sonnenfinsternis in Asien und wie vor knapp 11 Jahren in Europa haben die üblichen Katastrophenpropheten mit ihren Voraussagen mal wieder nicht Recht gehabt. Waren es 1999 bei uns eine ganze Reihe von Nostradamusdeutern sowie die bekannte schweizer Sternverdeuterin Elisabth Teissier, die im Zuge der damaligen Sonenfinsternis gar schröckliche Katastrophen befürchteten so waren es hier ziemlich konkrete Voraussagen von Erdbeben und möglicherweise drohenden Tsunamis, über die Florian in seinem Blog Astrodictuicum Simplex berichtete. Die Prognose war dabei sogar überaus genau …

6+ Magnitude Quake on 22 July 2009 at 3:00 pm Local Japanese time. This will be follower by two level 5+ Earthquakes and a Tsunami between 5:00 pm and 7:00 pm. The tsunami will start out in the pacific ocean (to the South East of Japan … Along the fault line) and hit all the islands to the south west of Japan, Indonesia and even reach New Zealand. The major quakes will actually be along the fault lines inthe Ocean.

… und stützte sich übrigens nicht auf irgend einen alten oder neuen Propheten, sondern die Autoren beriefen sich auf Simulationen der Wirkungen der Gravitationskräfte auf tektonische Platten. Was die Autoren hier simuliert haben wollen ist jetzt egal, denn die Realität war es offensichtlich nicht. Viel spannender und schöner sind die ebenfalls bei Florian zu findenden Bilder der Sonnenfinsternis

Dass die Sonnenfinsternis auch hierzulande die esoterische Beraterbranche inspirieren soll zeigen die heutigen Pressemeldungen des Beraterportals viversum. Die auf Businessportal24.com und PresseEcho.de veröffentlichten Werbetexte sollten ja eigentlich gleich sein, doch scheinen den für die Veröffentlichung zuständigen Mitarbeitern nicht bekannt zu sein, wie man Links in eine Pressemeldung setzt. So liest sich das Ganze jetzt bei Businessportal24 eigenartiger Weise so …

Einer der führenden Anbieter für Astrologie viversum, Horoskope viversum und Esoterik viversum ist viversum.“

… während bei PresseEcho wenigstens noch die – sicher beabsichtigten – Links zu erkennen sind …

Einer der führenden Anbieter für Astrologie http://www.viversum.de/astrologie.php, Horoskope http://www.viversum.de/horoskop.php und Esoterik http://www.viversum.de/esoterik.php ist viversum.

… die jedoch nicht funktionieren. Die Beschreibung der Sonnenfinsternis ist auch ein wenig seltsam geraten – oder erinnert sich irgendjemand an einen aus der Sonne herausbrechenden Mond im August 1999?

Das besondere an einer Sonnenfinsternis ist, wie am helllichten Tag das Sonnenlicht seine Kraft verliert und die Farben langsam verblassen, bis hin zu dem Moment, wo aus der leuchtenden Sonnen heraus der Mond hervorbricht.

Immerhin stimmt das Ende irgendwie:

Der faszinierende Anblick der zart leuchtenden Sonnenkorona ist überwältigend.

Was das mit dem folgenden Werbeblabla über Astrologie zu tun haben soll, das ist den Autoren der viversum-Meldung wohl ebenso schleierhaft wie das Setzen von Links in Texten …





Polizei warnt vor Betrugsmasche vermeintlicher Wahrsagerin …

20 07 2009

Die bayerische Polizei warnt vor einer vermeintlichen Wahrsagerin, die in den letzten Tagen in Günzburg und Kempten geschätzte 40.000 Euro ergaunert hat. Auch wenn der erste Teil der Masche der Täterin alles andere als neu ist (dass man seinen Opfern Angst vor irgend einem Unheil einredet um dieses dann gegen Entgeld irgendwie zu beseitigen, das kennt man von einer Vielzahl esoterischer Abzockangebote), so ist der dann folgende „Trick“ älteren Kinofans aus der Anfangssequenz des 1974 mit 7 Oscars prämierten Filmklassikers „Der Clou“ bestens bekannt:

Chicago 1936: Der junge Trickbetrüger Johnny Hooker und sein erfahrener Kollege Luther Coleman betrügen einen Gangster namens Mottola. Luther täuscht als reicher Mann verkleidet einen Diebstahl seiner Brieftasche vor. Er bittet Mottola, einen größeren Betrag als Schutzgeld bestimmt für ihn schnell an einem bestimmten Ort abzuliefern. Johnny zeigt ihm, dass er sein Geld, in einem Taschentuch eingewickelt, in der Hose verstecken soll. Dabei tauscht er das eingewickelte Geld von Mottola geschickt gegen ein Päckchen mit wertlosem Papier aus. Mottola steigt in ein Taxi und wundert sich, dass ihm jemand so viel Geld anvertraut hat. Er fährt, anstatt das Geld wie vereinbart abzuliefern, in die entgegengesetzte Richtung und bemerkt, dass die beiden ihn reingelegt und um elftausend Dollar erleichtert haben.

In Günzburg lief das ganz ähnlich ab:

Am 14.07.09, gegen 10.30 Uhr, begab sich eine 54-jährige Frau auf den Wochenmarkt in Günzburg. Dort wurde sie von einer ihr unbekannten Frau mit vermutlich osteuropäischer Herkunft angesprochen, die sich als Wahrsagerin ausgab und der Frau einredete, dass sie sehr krank sei und die Ärzte ihr nicht helfen könnten. Eine zweite Täterin kam hinzu und bekräftigte die Heilkraft der Wahrsagerin.

Soweit so gut, aber mit dem bischen Geld, das man normalerweise beim Besuch des Wochenmarkts in der Tasche hat gaben sich die Betrügerinnen nicht zufrieden, denn …

Die Frau wurde überredet, ihr ganzes Bargeld in Scheinen von zu Hause zu holen, wobei ihr versichert wurde, dass ihr Geld bei ihr bleibt und es nur zur Heilung benötigt würde. Die Frau ging mit einer Täterin nach Hause, holte ihr ganzes Bargeld und die beiden Frauen trafen sich anschließend mit der zweiten Täterin im Stadtzentrum.

… sie wollten – natürlich – mehr, bekamen es auch und verschafften sich 3 Tage Vorsprung:

Auf einer Parkbank packte nun eine der Täterinnen das Geld in ein von ihr mitgebrachtes neues Geschirrtuch, verschnürte das Päckchen und gab es der Frau. Diese sollte das Päckchen nun 3 Tage unter ihr Kopfkissen legen, nicht öffnen und dann wollte man sich an gleicher Stelle wieder treffen. Als die Geschädigte am 18.07.09, um 05.00 Uhr, zuhause das Päckchen öffnete, befanden sich darin nur Papierschnipsel. Sie hatte nicht bemerkt, wann die zwei Päckchen miteinander vertauscht wurden.

Wie die Polizei weiter berichtete scheinen die Betrüger schon länger unterwegs zu sein:

Ein vergleichbarer Fall hatte sich bereits vor wenigen Tagen in Kempten ereignet. Auch hier wurde einer Frau eine Erkrankung suggeriert. In den beiden Fällen konnten die vermutlich identischen Täterinnen insgesamt rund 40.000 Euro ergaunern. Offensichtlich handelt es sich um überregional agierende Täterinnen. Ähnliche Fälle wurden aus anderen Regionen Schwabens ebenfalls gemeldet. Die Polizei warnt dringend davor sich auf entsprechende „Geschäfte“ einzulassen. Bei Antreffen der Personen wird um umgehende Verständigung der Polizei gebeten.

Schon im April dieses Jahres hatte der Ratgeber-News-Blog von einer ähnlichen Warnung berichtet, nachdem eine einschlägig vorbestrafte „Fluchaustreiberin“ 2 Jahre nach ihrer Verurteilung wieder im Raum Aalen aufgetaucht war…





Vermischtes vor dem Urlaub

6 07 2009

Da ich in den letzten Wochen im Job ziemlich eingespannt war musste der Blog ein wenig darben. Jetzt ist endlich Urlaub, und morgen früh wird das Auto gepackt und dann ist 2 Wochen Frankreich angesagt. Vorab noch ein paar Kleinigkeiten und Fundsachen:

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie Alternativmediziner in der Notaufnahme arbeiten kann sich über Kritisch gedacht einen wunderbaren Sketch aus England ansehen. Neben dem – erfolglosen – Versuch die Lebenslinie des eingelieferten Patienten mit einem Kugelschreiber zu verlängern finde ich das „homoeopathic Lager“ am Ende einfach grandios. Die beiden Comedians haben zumindest noch einen weiteren Sketch für Skeptiker auf Lager und auch der ist absolut shenswert.

Dass der Tod von Michael Jackson natürlich auch unter Astrologen diskutiert wird war zu erwarten. Die Frage, ob er in den Prognosen des Jahres 2009 vorkam auch. OK, Jacko war in der Liste „deatch and health watch“ von Nikki Pezaro verzeichnet, aber das war er auch schon  2003/2004, 2005 und 2008  (alles auf der gleichen Webseite).

Questico soll  möglicherweise einen Preis kriegen – natürlich nicht für seine „einfühlsamen Berater“ und deren treffsichere Zukunftsprognosen sondern für die von ihnen eingesetzte Technik. Die nicht unbekante Firma Dell vergibt alljährlich den „Small Business Award“ und laut der dazugehörigen  Pressemeldung geht der Preis an

kleine und mittlere Unternehmen aus, die IT besonders innovativ in ihren Geschäftsprozessen einsetzen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Schön für Questico, dass alleine die Tatsache, dass das Unternehmen auf der Auswahlliste ist, irgend einemVorstand bereits ein neues Notebook sichert.

Beim astrologischen Lottotest von Herrn Wolters sind die ersten 17 Ziehungen vorbei. Die Trefferquoten bewegen sich – wie erwartet – im Rahmen der Zufallswahrscheinlichkeit. Herr Wolters hat bisher 2 Treffer, 6 meiner 10 zum Vergleich erstellten Zufallszahlenreihen auch. Bei 2 meiner Zufallsreihen gab es noch keinen und eine hat einen Treffer. Klar und deutlich in Führung liegt meine 5. Zufallsreihe mit sage und schreibe 5 Treffern. Zur Erinnerung: Herr Wolters hat für jede Ziehung bis zum Jahresende jeweils 10 Zahlen mit einem auf Basis astrologischer Konstellationen arbeitenden Computerprogramm berechnet und veröffentlicht und er erzielt einen Treffer, wenn unter den 10 Zahlen mindestens 3 Richtige sind (die Zusatzzahl zählt dabei nicht dazu, denn die erhöht nur die Quote). Rein rechnerisch beträgt die Wahrscheinlichkeit bei diesem Setting einen Treffer zu erzielen ca. 9% bzw. 1/11.

Florian Freistetter hat nicht nur einen guten Artikel über Erich von Däniken im aktuellen Skeptiker veröffentlicht, er hat auch ein weiteres Nonsens-Angebot aus dem Bereich der Astrologie gefunden und die Verhaftung eines Astrologen in Sri Lanka kommentiert. Dieser wanderte nicht etwa wegen falscher Voraussagen ins Kittchen, sondern weil er dem Präsidenten das nahende Ende seiner Amtszeit prognostiziert hatte.

Novch mehr Astrologie gibt’S bei Penn&Teller. Die haben sich in ihrer Bullshit-Reihe – endlich – der Sterndeutung angenommen und inzwischen ist war das Ganze in drei kleine Teile zerlegt auf YouTube zu finden. „War“, weil der 3. Teil auf Grund eines „Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube“ entfernt wurde. OK, es gibt andere Orte im Web, von denen man die Bullshit-Folge in voller Länge anschauen (… wenn man deren Player herunterlädt) oder herunterladen kann.

Jetzt muss ich aber so langsam mal meine Taschen packen und meine Urlaubslektüre vorbereiten: Colin Goldner’s Dalai Lama Buch, eine Portion Terry Pratchett, Joe Jackson’s „cure for gravity“  und Donald O’Shea „The Poincare Conjecture“ – aber ich vermute ja, dass ich höchstens eines der Bücher schaffe und ansonsten die hoffentlich reichlich vorhandene Sonne, die schöne Landschaft, das gute Essen und den ortsüblichen leckeren Rotwein geniessen werde.





Astrologen auf Tour: Der Lehmann-Clan (mit kleinem Update)

15 06 2009

Der Name Lehmann wird seit dem Spätsommer 2008 in der Öffentlichkeit meist mit der Pleite einer Investmentbank und deren Folgen für die Anleger in Verbindung gebracht. Der Name steht aber auch für eine andere Art monetärer Verluste: Die Mitglieder des Lehmann-Clans – selbst ernannte (Diplom-)Parapsychologen, Astrologen und Handleser – ziehen auf ihren „Tourneen“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz regelmäßig leichtgläubigen Kunden dreistellige Eurobeträge für ein Stündchen Palaver aus der Tasche – und manchmal sogar mehr. Und das nicht erst seit gestern, denn bereits 1993 erwähnt der Focus-Artikel „Blendkraft der Sterne“ den Lehmann-Clan:

Den „Vulgär“-Astrologen sind auch die „Tournee“-Astrologen zuzuordnen, die von Stadt zu Stadt pilgern und – angekündigt von der Lokalpresse – ihre Deutersessions abhalten. Besonders aktive Mitglieder des fahrenden Astro-Volkes: Madame Indira (bürgerlich Lehmann) aus Kötzting, Bayerischer Wald, Patricia Bahrani (bürgerlich Lehmann), Tochter von Madame Indira, Rei Souli (bürgerlich Lehmann), Sohn von Madame Indira, sowie Madame Fatima (bürgerlich Eichel) aus München.

Die Masche mit der Lokalpresse

Bei ihren Reisen durch die Lande verschicken die reisenden Sternenschwafler in der Regel etwas Werbematerial an die Lokalpresse des zukünftigen Auftrittsorts und laden zu einem Pressetermin. Dort gibt es ein wenig nettes Blabla und gerne wird auch Gutes über die Zukunft des aktuellen Ortes verbreitet: Irgendetwas Positives mit Kultur soll in naher Zukunft geschehen und neue Arbeitsplätze durch Ansiedlung eines neuen Unternehmens soll es geben – dazu noch ein wenig heiteres Prognoseraten (Vertreter des Lehmann-Clans gehören zu den häufigsten Quellen des jährlichen Prognoserückblicks der GWUP) und in der Lokalpresse wird das Ganze dann mit den Werbematerialien vermischt dem Publikum dargeboten. Wenn’s optimal läuft, wird am Ende des Artikels noch eine Handynummer für die Terminvereinbarung angegeben … … perfekte Werbung ohne Kosten! Einige Beispiele finden sich auf meiner vor vielen Jahren erstellten Fanseite eines Clanmitgleids …

Da nicht jede Lokalzeitung diese Spielchen mit macht, gibt man noch die ein oder andere Kleinanzeige auf und schon kann man den Astrologiegläubigen das Geld aus der Tasche ziehen.

Die Mitglieder des Lehmann-Clans

Bereits 1993 erwähnt wurde Ludmilla Lehmann oder auch Madame Indira. Sie wird allerdings keine Tournee mehr unternehmen, denn sie starb – nachzulesen auf dieser Webseite – Anfang Dezember 2008. Laut Frankfurter Lokalteil der FAZ vom 13.6.2002 verlangte sie 180 Euro für ein Gespräch. Wer sich einen typischen  Barnumtext von ihr anhören möchte, dem sei dieser Link zu einem Gespräch mit SWR1 empfohlen (dass ein öffentlich rechtlicher Radiosender einer Astrologin so viel Platz einräumt, das wäre ein anderes Thema …) und auch hier schaffte sie es die Lehmann-übliche Standardwerbung als „Deutschlands bekannteste Wahrsagerin“ unterzubringen.

Lange Jahre war Patricia Bahrani alias Patricia Schwennold geborene Lehmann das aktivste Familienmitglied. Seit den Neunzigern war sie – siehe meine „Fanseite“ – immer wieder im Lande unterwegs, sagte allen möglichen Unsinn voraus und wurde in der Regel mit folgendem Lebenslauf angekündigt:

Die Vorhersagerin wurde vor 34 Jahren als Tochter eines Inders und einer Österreicherin geboren, ging mit 15 Lenzen mit ihrem Vater, einem Architekten, für drei Jahre nach Indien, lebte ein Jahr lang in einem Internat in einem Buddhistenkloster, wurde in fernöstliche Lebensphilosophie eingewiesen. (zu Patricia Schwennold, Neue Ruhr Zeitung, Moers, 14.5.2002)

Ihr Bekanntheitsgrad aus den Prognoserückschauen der GWUP führte übrigens dazu, dass sie in so manchem Pressegespräch unangenehme Fragen zu ihren Fehlprognosen beantworten musste, die sie mit Ausreden wie „ihre Daten seien nicht genau gewesen“ oder „die Presse hätte sie falsch ausgelegt“ konterte. Aus privaten Anrufen und Mails weiß ich außerdem, dass die Frau auch schon mal einer Kundin den binnen weniger Monate nahenden Tod vorhersagte (natürlich war’s falsch, aber die an Astrologie glaubende Frau hatte totale Panik!). Inzwischen gibt sie sich mehr als Parapsychologin aus und hält Vorträge zum Thema Reinkarnation. Seit kurzer Zeit hat sie auch wieder eine Homepage (auf der allerdings ein uralter Text zu finden ist – ich vermute aus 2002 oder 2003) und sogar ein XING-Profil. Dort nennt sie sich als Freiberuflerin „General Manager“ und „Therapeut“ und gibt das Ayurveda-Center Schloß Aistersheim in Österreich an (… das aber keine weiteren Spuren im Web hinterlassen hat … … das Schloß natürlich schon, aber Ayurveda?). Außerdem bietet sie Seminare an – so konnten Interessierte Anfang Mai im österreichischen Linz ein solches für „Menschen mit spirituellem Hintergrund“ besuchen – was da für 496 Euro pro Nase geboten wurde weiß ich nicht, aber die Beschreibung klingt eindrucksvoll:

Ich werde Ihnen auf realer und wissenschaftlicher Basis erklären, welche Kräfte, Mythen und Phänomene zwischen Himmel und Erde aktiv sind. Auch was Ihr Beitrag und Ihr Platz in diesem Ganzen Unglaublichen ist.“

Wissenschaftliche Basis? Lächerlich!

Mit dem fast gleichen Lebenslauf ist bis heute Rei Souli alias Roman LehmannSohn einer Österreicherin und eines Inders“ (Tiroler Tageszeitung, 16.3.2004) unterwegs.  Er erzählt gerne, dass er ungefähr 800 Jahre alt sei, schmückt sich mit nicht nachprüfbaren Prognosetreffern und schien im Frühjahr 2009 durch die  Schweiz zu reisen, wie man im RatgeberNews-Blog oder in der örtlichen Lokalpresse (Kreuzlingen) nachlesen kann. Dort verlangte er übrigens 230 Fränkli pro Stunde. Auch er hat in den Prognoserückblicken der GWUP seine Spuren hinterlassen …

Anton Lehmann alias Shandro Ramagani ist eher im Internet aktiv. Früher war er auch unterwegs, wie ein Artikel aus Berlin (in dem er mit seiner mutmaßlichen Schwester Patricia verglichen wurde) zeigt, aber scheinbar war das Betreiben von Webseiten lukrativer. Seine „Shandro Ramagani Gesellschaft für Esoterik und Parapsychologie mbH“ sitzt inzwischen in Unterschleißheim bei München, die  Werbeagentur Anton Lehmann, die für seine Webseite verantwortlich ist, zeigt noch immer eine Adresse aus Duisburg. Er betrieb bis Ende 2008 das esoterische Internetportal Okulus Videns, für das er für 1 Million Euro (kein Scherz!) kürzlich einen Käufer suchte. Auch war er Webmaster der Seite von Patricia Bahrani/Schwennold/Lehmann und es verwundert nicht, dass die „Testperson“, mit der er für seine Wahrsageseminare unter dem Titel „Remote Vewing“ warb ausgerechnet Patricia Schwennold hieß …

UPDATE: Anton Lehmann ist inzwischen übrigens als Questico-Berater aktiv … … und seine „Fans“ berichten dort über ihn! (Nachtrag 19.7.: Der Link zur Diskussion über ihn beim „Gofeminin“-Forum funktioniert leider nicht mehr – dort hatten sich einige ehemalige Berater von Okulus Videns über seine Zahlungsmoral geäußert …)

Völlig aus dem Internet verschwunden ist die Seite von Albert Lehmann. Sie wird zwar bisweilen noch auf obskuren Esoterikseiten aufgelistet, aber ein Klick auf den Link zum weltbekannten Wahrsager führt ins Leere. Er betrieb ein „Wahrsagerlädchen“ in Bruchsal bei Karlsruhe und die Seite verschwand just zur selben Zeit, als ein Wahrsager in einem spektakulären Prozess wegen Betrugs zu 3 Jahren Haft verurteilt wurde … … Zufall?

Verhältnismäßig neu in der Szene scheint ein Mann zu sein, der sich Francesco Schwennold nennt (sein richtiger Vorname ist wohl „Marcel“ wie eine seiner Kundinnen nach einem Gespräch mit ihm berichtete). Den Sprung in die Lokalpresse hat er offensichtlich noch nicht geschafft, aber er bietet seine Dienste als reisender Astrologe und Handleser per Kleinanzeigen wie dieser aus dem Kölner Stadtanzeiger vom4./5.4.2009 an:

Astrologe und Parapsychologe Francesco S. kommt nach Köln!

Francesco Schwennold der seine Jugend in Indien verbrachte und dort die Astrologie, Parapsychologie und Chirologie erlernte, kommt jetzt nach Köln. Mit seinen Prognosen verblüffte er Medien, Politiker und auch Privatpersonen. Der Starastrologe, der in Indien in die Geheimnisse der Fernöstlichen eingewiesen wurde, lernte dort die drei verschiedenen Arten (indische, chinesische und klassische Astrologie) praktizieren und kombinieren. Jeder der eine persönliche Beratung möchte, hat vom 01.04.2009 bis 07.04.2009 die Gelegenheit dazu in Punkto Liebe, Beruf, Gesundheit, Familie und Anlagen einen persönlichen Rat zu bekommen. Preis pro Beratung 100 Euro.

Weitere Informationen und Terminvereinbarung unter Tel. XXXX-XXXXXXX

Also wieder mal genau der gleiche Lebenslauf, die gleichen Behauptungen – alles wie gehabt! Eine weitere Kundin berichtete, dass er zusätzlich zu der Beratungsgebühr noch „Energiearbeit“ für mehrere Hundert Euro (samt Ratenzahlungsvertrag) anbot, um „negative Energien“ beim (abtrünnigen) Lebenspartner der Kundin zu beseitigen. Die übliche Abzockmasche also – man findet irgendetwas Negatives und verspricht gegen Entgeld die Beseitigung des „entdeckten“ Übels. Immerhin scheint Schwennold dieses Spielchen nicht ganz so extrem zu betreiben wie andere, aber auch ein paar hundert Euro sind bares Geld, für das bestimmt bessere Verwendungsmöglichkeiten denkbar sind als es dem Familienvermögen des Lehmann-Clans zuzufügen.

PS: Über die Zusendung eingescannter Artikel oder Kleinanzeigen von den bzw. über die oben erwähnten Mitglieder des Lehmann-Clans würde ich mich freuen …





Das Wassermannzeitalter beginnt in Bad Homburg

13 06 2009

Wenn Astrologen oder Astrologinnen irgendwelche Ereignisse im Nachhinein mit astro“logischem“ Sternenbrimborium zu „erklären“ versuchen ist Absurdistan nicht weit. Erscheint ein solcher Text in irgendwelchen astrologischen Internetforen, dann ist das kaum einen Kommentar wert, denn dort ist das ja auch zu erwarten. Dass aber eine seriöse Tageszeitung wie die Frankfurter Rundschau einen Artikel abdruckte, in dem eine Astrologin das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl ihres Heimatortes Bad Homburg auf wirklich absurde Weise kommentieren durfte, hat bei mir doch einiges Kopfschütteln hervorgerufen. Auch wenn das Ganze jetzt schon einen Monat her ist möchte ich diesen Text den Lesern hier nicht vorenthalten.

Passiert war folgendes: Die Oberbürgermeisterwahl 2009 für die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe wurde am 10. Mai in einer Stichwahl entschieden. Diese gewann Michael Korwisi (Grüne) deutlich gegen die bisherige Amtsinhaberin Ursula Jungherr (CDU) – womit erstmals seit 1948 nicht mehr die CDU den ersten Vertreter dieses schönen Kurorts im Taunus stellte. Unter demTitel „Das Korwisi-Zeitalter“ erschien nun am 15. Mai ein Interview mit der Astrologin Ursel Dörr, die in ihrer Einschätzung des Wahlergennisses tatsächlich Wassermannzeitalter, Maya-Kalender und Karmageschwafel unterzubringen weiß. Vom Wählerwillen, der sich in diesem Wahlergebnis ausdrückte, schreibt sie nichts, der scheint im kosmischen Gefüge gänzlich irrelevant zu sein.

Schon auf die erste Frage, was die Sterne mit dem Ergebnis der OB-Wahl zu tun hätten antwortet sie mit einer glatten Themaverfehlung:

Der Kosmos folgt großen Rhythmen. Das hat sich jetzt auch in Bad Homburg gezeigt. Derzeit stehen wir an der Schwelle zum Wassermannzeitalter. In den kommenden Jahren vollendet sich damit ein 24.000 Jahre währender Zyklus.Bis 2012 werden wir noch etliche heftige Planetenkonstellationen erleben.

Irgendwie scheint sie die Kurve zu ihrem Heimatort erst mal gar nicht zu kriegen:

Aber das ist natürlich auch eine Chance, dass die Welt friedlicher wird. Die vergangenen 2000 Jahre waren sehr männlich dominiert. Das ändert sich jetzt.

Auf das Ende von männlich dominierten 2000 Jahren im Zusammenhang mit einer Oberbürgermeisterwahl bei der eine Frau durch einen Mann abgelöst wurde hinzuweisen, das ist schon ein echter Brüller. Dem Interviewer ist das übrigens nicht entgangen und er weist Frau Doerr darauf hin, dass „die Rathausspitze mit der Wahl Michael Korwisis (Grüne) doch männlicher geworden“ sei. Ihre Antwort:

Das sehe ich nicht so.

Dass Herr Korwisi eher weibliche und Frau Jungherr männliche Prinzipien verkörpern soll – irgendwie muss Frau Doerr ja ihr voriges Esogeschnatter zurechtbiegen, da kann sie natürlich keine Rücksicht auf die Biologie nehmen. Typisch weiblich hatte Herr Korwisi…

…  im Wahlkampf ja auch immer gesagt, dass er ein Oberbürgermeister für alle Bad Homburger sein wird.

Superargument, das sagt ja wohl jeder Bürgermeisterkandidat! Eindrucksvoll wäre natürlich gewesen wenn er sich der von Frau Doerr herbeiphantasierten Prinzipien bewußt gewesen wäre und gesagt hätte, dass  er eine OberbürgermeisterIN für alle Bad Homburger werden wolle!

Und auch derZeitpunkt des politischen Wandels in Bad Homburg war goldrichtig. Frau Doerr behauptet nämlich zu wissen:

Nach dem Maya-Kalender ist 2009 das Jahr des karmischen Ausgleichs. Man könnte auch sagen, das Karma-Rad dreht sich schneller. Früher hat man alles ins nächste Leben mitgenommen, heute fallen unsere Handlungen direkt auf uns zurück.

Und weil sich Frau Jungherr (oha! tatsächlich mal ein wenig Bezug zur Oberbürgermeisterwahl) ja bekanntlich an die Macht geputscht habe, kann also ihr Scheitern an der Wahlurne durch Karmaquatsch erklärt werden.

Immerhin findet Frau Doerr am Ende positive Aussichten für und durch den neuen Oberbürgermeister und kann verkünden:

Auch Bad Homburg fängt an, das Wassermannzeitalter nun wirklich zu leben.

Und damit’s auch jeder mitkriegt sollten die zukünftigen Stadtratssitzungen einfach durch das gemeinsame Singen eines bekannten Liedes eröffnet werden (da die GEMA das Original hier nicht mehr erlaubt muss die deutsche Version ertragen werden …):





ZDF-reporter zeigt wie man 30 Euro zum Fenster hinaus wirft

11 06 2009

Heute Abend gibt’s in der Sendung ZDF-reporter offensichtlich einen Bericht zum bekannten Esoterik-Beratungsportal Questico. Erwähnt werden wohl auch Fälle, in denen die „liebevolle Lebensberatung“ offensichtlich mit einem ganz tiefen Griff in das Portemonnaie der Anrufenden verbunden war, aber das ist ja wirklich nichts Neues. Interessanter ist der Selbstversuch des Autors des Berichts – Alexander Graßhoff – der bei einer Beraterin angerufen hat und eine Beratung zum Thema „Beruf“ wünschte.

Die angerufene Beraterin Sarinha zeigte sich dabei – laut des Berichts – als nichtssagende Schwaflerin, die ein wenig um das Thema Beruf herumriet. Wenn jemand nach seiner beruflichen Zukunft fragt, dann ist die allgemein formulierte Vermutung von Sarinha „Du scheinst dich in deinem aktuellen beruflichen Umfeld nicht wohl zu fühlen“ wohl in fast 100% der Fälle ein einfacher Ratetreffer. „Nicht wohl fühlen“ kann ja alles heißen und lässt freien Deutungsspielraum … … ob die Anruferin gerade wegen der Arcandorpleite um den Arbeitsplatz zittert oder der Anrufer von Kollegen gemobbt wird oder oder oder – Gründe um sich nicht wohl zu fühlen gibt’s wie Sand am Meer. Die von Sarinha aus den Karten gelogene Zukunftsperspektive ist ebenfalls mehr als grob. Ein Wechsel wird empfohlen (wobei der für den Wechsel empfohlene Zeitpunkt offensichtlich mehrmals wechselt), finanziell wird’s ein Erfolg und irgendwann werde sich der Anrufer selbständig machen. Letzterer Tipp wird trotz Einwand des Anrufers wiederholt – rationale Argumente sind für eine Kartenlegerin noch lange kein Grund hanebüchene Kartendeutungen zu überprüfen.

Dass Sarinha noch auf nicht gestellte Fragen zur Gesundheit „antwortet“ und Depressionen im Alter zwischen 30 und 40 sich vorauszusagen traut ist schlicht und einfach eine Frechheit. Zum Einen kann das Voraussagen von Krankheiten bei Anrufern reale Ängste schüren, zum anderen ist das Weiterlabern auf Kosten des Kunden reine Abzockerei. Dieser Meinung ist wohl auch Alexander Graßhoff, der folgendes Fazit aus seinem Selbstversuch für 29,10 Euro zieht:

Obwohl ich nur wenige Zwischenfragen stellte und meine Kernfrage, beruflicher Wechsel ja oder nein, eigentlich nach zwei Minuten abgehandelt war, hielt mich die Dame eine Viertelstunde in der Leitung. Und ich hatte definitiv das Gefühl, dass das gewollt war.

Ich glaube dass Herr Graßhoff mit seinem Gefühl hier vollkommen richtig liegt.





Sterne gegen den Zufall: ein astrologisches Lottoexperiment

3 06 2009

Die Ziehung der Lottozahlen ist ein reines Zufallsexperiment der Art „Ziehen ohne Zurücklegen„. Die Kugeln haben kein Gedächntnis und es ist aus mathematischer Sicht absolut irrelevant wie oft eine einzige Zahl oder eine wie auch immer geartete Zahlenkombination bereits gezogen wurde oder in den bisherigen Ziehungen fehlte: die Wahrscheinlichkeiten für die nächste Ziehung werden davon nicht beeinflusst. Aber vielleicht werden die Ziehungen durch andere Dinge, zum Beispiel die Sterne, beeinflußt? Das ist zwar äußerst unwahrscheinlich, hindert aber den Astrologen Hans-Werner Wolters nicht daran, solche Zusammenhänge zu untersuchen, die Ergebnisse seiner Untersuchungen in ein Programm zur Vorhersage von Lottozahen einfließen zu lassen und dieses seit Anfang Mai öffentlich zu testen.

Das ist auf jeden Fall schon ‚mal sehr mutig, denn wenn es schief geht ist ihm die Häme mancher Kritiker (auch aus den eigenen, astrologischen Reihen) angesichts einer solchen Behauptung sicher. Bis zum Ende seines Experiments sollte man sich allerdings fairerweise mit der Kritik zurückhalten, denn sein Versuchsaufbau ist absolut wissenschaftlich. Den Rest des Beitrags lesen »





Topaktuelle Fußballastrologie: Kaninchen gegen Astrologe 0:0

20 05 2009

Die Bildzeitung hat anlässlich des UEFA-Cup-Finales in Istanbul einen Reporter durch die Stadt und dann ins Stadion geschickt. Und dieser hat auch gleich ein tolles Experiment gewagt: Nachdem nämlich der Astrologe Manfred Gregor der Hamburger Morgenpost vor 2 Wochen fälschlicherweise den Finaleinzug des HSV prophezeit hatte fragt der Bildmensch lieber einen Prognoseprofi, nämlich diesen – äh – dieses da:

Das Wahrsagekaninchen

Das Wahrsagekaninchen "einfach so" ...

Und wie das Vieh arbeitet kann man hier sehen: Den Rest des Beitrags lesen »





Komplementärmedizin praktisch oder wie die Schweizer ihre Forderungen zum Thema Komplementärmedizin umsetzen können

18 05 2009

Die Schweizer haben sich mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, die Förderung der Komplementärmedizin in ihrer Verfassung zu verankern. Klar, dass sich im Vorfeld viele kritische Stimmen meldeten, die „Voodoo im Verfassungsrang“ fürchteten, die Homöopathie mit Urielles Badewasser verglichen oder vor der Kapitulation der Vernunft warnten. Aber ob die eidgenössischen Komplementärfans mit dieser Vorgabe wirklich etwas gewonnen haben ist noch gar nicht klar, denn jetzt fängt die Arbeit erst an und weiterer Streit ist vorprogrammiert. Den Rest des Beitrags lesen »